{"id":79772,"date":"2020-05-28T16:32:55","date_gmt":"2020-05-28T14:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=79772"},"modified":"2021-08-24T14:49:10","modified_gmt":"2021-08-24T12:49:10","slug":"neue-studie-lgbtiq-sichtbarkeit-erhoeht-akzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/neue-studie-lgbtiq-sichtbarkeit-erhoeht-akzeptanz\/","title":{"rendered":"Neue Studie: LGBTIQ-Sichtbarkeit erh\u00f6ht Akzeptanz"},"content":{"rendered":"<h3>Je sichtbarer LGBTIQ-Menschen sind, desto eher werden sie von der Gesamtbev\u00f6lkerung akzeptiert. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie aus den USA.<\/h3>\n<p>Es ist wahrscheinlicher, dass US-Amerikaner*innen LGBTIQ-Menschen akzeptieren, wenn sie diese in Filmen, im Fernsehen und in der Werbung dargestellt sehen. Die neue Studie zum <a href=\"https:\/\/www.glaad.org\/sites\/default\/files\/P%26G_AdvertisingResearch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thema Sichtbarkeit und Akzeptanz<\/a> erschien am 27. Mai 2020 und wurde vom Konsumg\u00fcterkonzern Procter &amp; Gamble Co. und der LGBTIQ-Organisation GLAAD in Auftrag gegeben. Befragt wurden 2000 Erwachsene in den USA, die sich als nicht-LGBTIQ identifizieren.<\/p>\n<p>Die H\u00e4lfte aller Befragten, die Bilder von queeren Menschen in den Medien sahen, waren gegen\u00fcber LGBTIQ-Themen offen im Vergleich zu einem Drittel der Befragten, die solche Bilder nicht kannten. Der Studie zufolge wirkt sich eine erh\u00f6hte Sichtbarkeit auch auf die Verkaufszahlen von Unternehmen aus. Firmen, die mit LGBTIQ-Personen werben, werden von knapp 70% der Befragten positiv wahrgenommen. Diese gaben an, sich beim Kauf von Produkten von solchen Firmen \u00abbesser\u00bb zu f\u00fchlen, selbst wenn sie nicht LGBTIQ sind.<\/p>\n<p>\u00abDie Studienergebnisse sendet eine eindeutige Botschaft an Marken und Medienkan\u00e4le aus\u00bb, sagt Sarah Ellis, GLAAD-Chefin, gem\u00e4ss der Nachrichtenagentur Reuters. \u00abLGBTIQ-Menschen sind gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft und f\u00fcr die Welt.\u00bb<\/p>\n<p>In den USA tobt seit l\u00e4ngerer Zeit ein Kampf um die Sichtbarkeit von LGBTIQ-Menschen in den Medien. Nach Protesten der rechtskonservativen Vereinigung \u00abOne Million Moms\u00bb zog der Grusskarten-Hersteller Hallmark einen Werbespot mit gleichgeschlechtlichen Paaren zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Hingegen bringen immer mehr US-Firmen ihr wirtschaftliches Gewicht ein, wenn es um die Rechte von LGBTIQ-Menschen geht. Im Februar 2020 sprachen sich 142 Unternehmen gegen ein neues Gesetz im Bundesstaat Tennessee aus, das es \u00f6ffentlich finanzierten Agenturen erlaubt, LGBTIQ-Paare als Adoptiv- oder Pflegeeltern auszuschliessen.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein nachhaltiges Engagement bedarf es gem\u00e4ss dem LGBTIQ-Marketingexperten folglich mehr als nur ein Lippenbekenntnis. \u00abVon unserer Marktforschung wissen wir, dass die Community es satt hat, w\u00e4hrend eines Monats im Jahr Firmenlogos in Regenbogenfarben zu sehen\u00bb, sagte Ian Johnson im Interview 2019 <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/logos-in-regenbogenfarben-sind-nicht-nachhaltig\/\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. Ein Beispiel sei die Pride in London. \u00abEin Grossteil des Umzugs besteht aus Firmenlogos und gut gelaunten Mitarbeitenden, die von der Menge stundenlang beklatscht werden sollen. Interne LGBTIQ-Netzwerke sind eine grossartige Sache. Firmen m\u00fcssen jedoch mehr leisten, als ihre Mitarbeitende an die Pride zu schicken und ihr Logo mit dem Regenbogen zu waschen.\u00bb<\/p>\n<p>Vor Pinkwashing nicht gefeit ist auch der Social-Media-Gigant Facebook. Nach aussen hin gibt sich der Datendrache divers. Parallel dazu verbietet das Netzwerk Werbung mit zwei k\u00fcssenden M\u00e4nnern: Die Inhalte seien anst\u00f6ssig <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/12\/01\/facebook-verbietet-werbung-mit-kuessenden-maennern\/\">(MANNSCHAFT berichtete<\/a>).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je sichtbarer LGBTIQ-Menschen sind, desto eher werden sie von der Gesamtbev\u00f6lkerung akzeptiert. 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