{"id":70885,"date":"2020-01-21T11:52:56","date_gmt":"2020-01-21T10:52:56","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=70885"},"modified":"2020-01-31T09:14:51","modified_gmt":"2020-01-31T08:14:51","slug":"kulturelles-erbe-in-gefahr-les-mots-a-la-bouche-in-paris-muss-raus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/kulturelles-erbe-in-gefahr-les-mots-a-la-bouche-in-paris-muss-raus\/","title":{"rendered":"Kulturelles Erbe in Gefahr? \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb in Paris muss raus"},"content":{"rendered":"<h3>Im Schaufenster eines der ber\u00fchmtesten LGBTIQ-Buchl\u00e4den der Welt kann man in grossen roten Lettern lesen: \u00abKulturelles Erbe in Gefahr\u00bb. Am Eingang dann eine Notiz: \u00abWir brauchen eure Hilfe!\u00bb Die Rede ist von \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb im queeren Epizentrum Frankreichs, das inzwischen \u00fcberrannt ist von heterosexuellen Touristen. Ein Ph\u00e4nomen, das man auch von anderswo kennt.<\/h3>\n<p>Die Bundhandlung \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb wurde vor fast 40 Jahren gegr\u00fcndet und gilt als einer der best-sortierten LGBTIQ-L\u00e4den der Welt \u2013 er ist eine Anlaufst\u00e4tte f\u00fcr viele im Herzen vom queeren Pariser Stadtteil Marais. Da dort jedoch die Immobilienpreise explodiert sind und inzwischen mehr Airbnb-Touristen leben als \u00abEinheimische\u00bb, sind die Mieten so extrem gestiegen, dass der\u00a0 Buchladen demn\u00e4chst vertrieben wird. Dar\u00fcber haben in den letzten Tagen mehrere <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/jan\/18\/rent-rise-forces-revered-lgbt-bookshop-les-mots-a-la-bouche-out-of-gay-district\">internationale Tageszeitungen<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pinknews.co.uk\/2020\/01\/19\/les-mots-a-la-bouche-paris-gay-bookshop-lgbt-rent-marais-airbnb\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">queere Medien<\/a> berichtet.<\/p>\n<p>Der Weggang des Buchladens ist eine schwere Schlappe f\u00fcr die Pariser LGBTIQ-Community. Aktivisten warnen schon lange davor, dass das Zentrum der Stadt seine kulturelle Identit\u00e4t zerst\u00f6re indem es immer mehr Luxusmarkengesch\u00e4fte zulasse, die ausschliesslich f\u00fcr superreiche Touristen da seien und kleinere lokale Gesch\u00e4fte verdr\u00e4ngten \u2013 zu denen z\u00e4hlen auch die vielen beliebten Schwulenbars.<\/p>\n<p>Die popul\u00e4re Cabaret-S\u00e4ngerin Yvette Leglaire klagt in einem britischen Zeitungsinterview: \u00abDas queere Marais stirbt.\u00bb Zwar wird es vom Tourismusverband immer noch angepriesen als \u00abauthentisches, aber trendy kleines Dorf\u00bb, aber die LGBTIQ-Szene, die sich dort in den 1980er-Jahren formierte, als die Gegend noch eine Arbeiterbezirk war, heruntergekommen und billig, erodiert. Viele historische Schwulenbars haben in den letzten Jahren geschlossen und wurden ersetzt durch Lacoste- und Chanel-Gesch\u00e4fte.<\/p>\n<p><strong>Ehemaliger j\u00fcdischer Distrikt<\/strong><br \/>\nBevor die Schwulen (und einige Lesben) den Bezirk \u00ab\u00fcbernahmen\u00bb, war das Marais eine j\u00fcdische Nachbarschaft in Paris, extrem zentral gelegen und gut angebunden, aber doch weit genug entfernt von den schicken Boulevards. Man konnte dort bequem \u00abunter sich\u00bb bleiben und musste trotzdem keine riesigen Umwege machen, um hinzukommen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Wmt6DVz8rc\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/10\/26\/40-jahre-buchladen-eisenherz-das-musste-sein\/\">40 Jahre Buchladen Eisenherz &#8211; \u00abDas musste damals sein!\u00bb<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe title=\"&#8222;40 Jahre Buchladen Eisenherz &#8211; \u00abDas musste damals sein!\u00bb&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/10\/26\/40-jahre-buchladen-eisenherz-das-musste-sein\/embed\/#?secret=Wmt6DVz8rc\" data-secret=\"Wmt6DVz8rc\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Das zog \u00fcber die Jahre immer mehr Menschen an. Zwischen 2012 und 2018 haben sich die kommerziellen Mieten dann im Marais verdoppelt. Nun f\u00fcrchten viele, dass es dem Bezirk so gehen k\u00f6nnte wie den queeren Nachbarschaften in Barcelona, Amsterdam, dem Soho in London, dem Meatpacker District in New York oder dem Castro in San Francisco: statt den jeweiligen St\u00e4dten eine besondere Originalit\u00e4t zu verleihen, mit bl\u00fchenden Underground-Szenen, sind sie zu einem pittoresken Disneyland geworden. Ein Anwohner des Marais meint: \u00abMein Bezirk ist ein riesiger Freiluft-Duty-Free-Laden geworden.\u00bb So kann man das auch formulieren.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb. Dessen Manager S\u00e9bastien Grisez sagte zu einer Zeitung aus Grossbritannien: \u00abDie Stadtverwaltung bewirbt die Gay History des Marais und hat hier Strassen\u00fcberg\u00e4nge in Regenbogenfarben streichen lassen \u2013 und dann soll es absurderweise mitten in diesem Regenbogenparadies unseren Buchladen nicht mehr geben.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Mitten in der Aidskrise<\/strong><br \/>\nDer Laden er\u00f6ffnete 1983, als die Aidskrise auch in Frankreich ausbrach und unter Schwulen f\u00fcr viel Verunsicherung sorgte. \u00abSafe Spaces\u00bb waren damals sehr wichtig, Orte, an denen man sich austauschen und informieren konnte, Orte, an denen man trotz einer um sich greifenden allgemeinen Homophobie (verbunden mit Panikmache gegen Schwule) \u00fcberhaupt Zugang zu einer bewussten LGBTIQ-Kultur finden konnte: mit B\u00fcchern, Filmen, Zeitschriften aus dem In- und Ausland.<\/p>\n<p>Der Buchladen ist an sieben Tagen die Woche ge\u00f6ffnet bis 23 Uhr und hat heute 16.000 Titel im Sortiment. Viele prominente Autoren kamen regelm\u00e4ssig zu Lesungen oder Signierstunden ins Gesch\u00e4ft, u. a. der extra aus Japan eingeflogene Gengoroh Tagame. (<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/03\/06\/gay-erotic-art-in-japan-gengoroh-tagames-kampf-um-sichtbarkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mehr zu Tagame und seinem Kampf f\u00fcr LGBTIQ-Sichtbarkeit in Japan im MANNSCHAFT-Archiv<\/a>.)<\/p>\n<figure id=\"attachment_70901\" aria-describedby=\"caption-attachment-70901\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_3985-rotated.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-70901 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 1200 1200'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_3985-rotated-e1579603049776.jpg\" alt=\"Gengoroh Tagame vorm Buchladen \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb in Paris (Foto: Simeon Morales)\" width=\"1200\" height=\"1200\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-70901\" class=\"wp-caption-text\">Gengoroh Tagame vorm Buchladen \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb in Paris (Foto: Simeon Morales)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch genau wie Tagame inzwischen den Weg vom Extrem-Fetisch in den Mainstreammarkt gefunden hat (mit \u00abDer Mann meines Bruders\u00bb) r\u00fcckt der Mainstream auch im Marais immer n\u00e4her. <em>\u00ab<\/em>Les Mots \u00e0 La Bouche\u00bb wurde vom Vermieter informiert, dass er bis M\u00e4rz 2020 Zeit habe, um sich eine neue Bleibe anderswo in Paris zu suchen. Es kursiert das Ger\u00fccht, dass der Laden k\u00fcnftig ein Doc-Marten-Schuhgesch\u00e4ft beherbergen soll.<\/p>\n<p><strong>Ver\u00e4ndertes Sozialverhalten<\/strong><br \/>\nManager S\u00e9bastien Grisez sagt: <em>\u00ab<\/em>Vor zehn Jahren gab es hier viel mehr Schwulenbars, heute sind nur noch wenige da. Es stimmt nat\u00fcrlich, dass sich das schwule Sozialverhalten ver\u00e4ndert \u2013 wir sind heute \u00fcberall, wir m\u00fcssen uns nicht mehr in speziellen Bars treffen, wenn es daf\u00fcr Apps gibt. Trotzdem bedauern viele, dass es diese Nachbarschaft als Treffpunkt nicht mehr gibt.\u00bb<\/p>\n<p>Ein Fan des Buchladens, Alain Lesturgez vom franz\u00f6sischen Forstverband, ist seit 20 Jahren Kunde. Er sagt: <em>\u00ab<\/em>Wenn die hier wegziehen, markiert das das Ende einer \u00c4ra. [\u2026] Das Marais war mal voller Leben, heute gibt\u2019s hier nur noch Luxus.\u00bb<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"4hXiORvoKx\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/10\/14\/zu-besuch-in-paris-queere-jugendliche-auf-lgbtiq-spuren\/\">Zu Besuch in Paris: Queere Jugendliche auf LGBTIQ-Spuren<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe title=\"&#8222;Zu Besuch in Paris: Queere Jugendliche auf LGBTIQ-Spuren&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/10\/14\/zu-besuch-in-paris-queere-jugendliche-auf-lgbtiq-spuren\/embed\/#?secret=4hXiORvoKx\" data-secret=\"4hXiORvoKx\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Diesen Prozess haben im New Yorker Meat Packing District die einst legend\u00e4ren Schwulenbars und -discos schon lange hinter sich: Dort, wo noch in den 1980er-Jahren Leder, Slings und Crisco in Kellergew\u00f6lben und Lagerhallen dominierten, sind jetzt Fr\u00fchst\u00fccksrestaurants f\u00fcr Familien mit Kindern, Moderne-Kunst-Museen und Souvenirgesch\u00e4fte angesiedelt. (Erinnert sich noch jemand an die Szene aus <em>\u00ab<\/em>Sex and the City\u00bb, wo Samatha in den Meat Packing Distric zieht und damit diesen Wandel quasi als TV-Serie festh\u00e4lt? Genau wie Al Pacino 1980 in \u00abCruising\u00bb das Leben dort \u00abvorher\u00bb festgehalten hat; zuletzt war es kurz in Filmen wie \u00abBohemian Rhapsody\u00bb rekreiert worden \u2013 als ferne Fantasie statt als realer Alltag.)<\/p>\n<figure id=\"attachment_70896\" aria-describedby=\"caption-attachment-70896\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-70896 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 400 316'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"316\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino-300x237.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino-364x288.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino-61x48.jpg 61w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino-122x96.jpg 122w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Cruising-ORIGINAL-Aushangfoto-Al-Pacino-Paul-Sorvino-313x247.jpg 313w\" data-sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-70896\" class=\"wp-caption-text\">Kinoaushang f\u00fcr den Film \u00abCruising\u00bb mit Al Pacino, Regie William Friedkin. Er enth\u00e4lt viele Szenen in den Lederbars des Meet Packing District in New York (Foto: Privat)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Hipster-Invasion<\/strong><br \/>\nIn einem Zeitungsartikel wird Christian Ducou zitiert, der in den F\u00fcnfziger Jahren im Marais geboren wurde und jetzt aus seinem K\u00fcchenfenster einen nagelneuen zweist\u00f6ckigen Calvin-Klein-Laden sieht. Er erinnert sich, wie fr\u00fcher in den H\u00e4usern Wohnungen zu finden waren mit geteilten Badezimmern pro Etage und Toiletten im Treppenhaus. (Das war nat\u00fcrlich in Berlin-Friedrichshain teils \u00e4hnlich vor der Hipster-Invasion.) <em>\u00ab<\/em>Den ersten reichen Menschen, den ich jemals sah, war Fotograf Helmut Newton, als dieser herzog\u00bb, erinnert sich Ducou. Seine Frau Liliane erg\u00e4nzt: <em>\u00ab<\/em>Seltsamerweise sind die Luxusgesch\u00e4fte oft leer. Es kommt mir vor, als wollten die nur eine Marais-Adresse im Portfolio. Die Gegend eignet sich nicht f\u00fcr Luxusmodel\u00e4den. Die Strassen sind eng, man kann nirgends mit einer Limousine vorfahren.\u00bb<\/p>\n<figure id=\"attachment_70903\" aria-describedby=\"caption-attachment-70903\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4021-scaled.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-70903 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 900 1200'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4021-scaled-e1579603144227.jpg\" alt=\"Gengoroh Tagame vorm Buchladen \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb in Paris (Foto: Simeon Morales)\" width=\"900\" height=\"1200\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-70903\" class=\"wp-caption-text\">Signierstunde in \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb &#8211; mit langen Schlangen (Foto: Simeon Morales)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Fr\u00fchjahr stehen in Paris B\u00fcrgermeisterwahlen an. Politiker denken deshalb laut dar\u00fcber nach, wie sie das Zentrum von Paris vor Immobilienspekulanten sch\u00fctzen k\u00f6nnten \u2013 und vorm Hyper-Tourismus. Oder ist daf\u00fcr ehr zu sp\u00e4t?<\/p>\n<p><strong>Braucht die LGBTIQ-Community keinen Kokon mehr?<\/strong><br \/>\nDer Bezirksb\u00fcrgermeister von den Sozialisten hat versprochen, <em>\u00ab<\/em>Les Mots \u00e0 La Bouche\u00bb bei der Suche nach einer neuen Unterkunft zu helfen; bislang hat er allerdings noch keine gefunden.<\/p>\n<p>Der Schauspieler S\u00e9bastien Raymond sagt: <em>\u00ab<\/em>Dieser Buchladen hat sich immer wie ein Kokon angef\u00fchlt. Man wusste, dass man hier drinnen akzeptiert wird, egal was draussen los ist. Du f\u00fchltest dich sicher.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Aber vielleicht braucht die LGBTIQ-Community heute keinen Kokon mehr und kann sich \u00fcberall sicher f\u00fchlen? Die t\u00e4glichen News aus aller Welt suggerieren eher das Gegenteil.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Buchladen \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb in Paris muss ausziehen und wird durch eine Doc-Marten-Filiale ersetzt. Eine von vielen Ver\u00e4nderungen im LGBTIQ-Bezirk Marais. <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/kulturelles-erbe-in-gefahr-les-mots-a-la-bouche-in-paris-muss-raus\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":70892,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[5438,5443,5541],"wps_subtitle":"Einst war der Bezirk Marais eine LGBTIQ-Enklave, heute ist es ein Airbnb-Zentrum. Die Bars verschwinden, nun auch der Buchladen \u00abLes Mots \u00e0 La Bouche\u00bb. Brauchen Schwule keine eigenen Orte mehr?","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70885"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}