{"id":68424,"date":"2019-12-09T11:36:14","date_gmt":"2019-12-09T10:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=68424"},"modified":"2024-09-18T16:02:38","modified_gmt":"2024-09-18T14:02:38","slug":"warum-reden-wir-nicht-ueber-depressionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/warum-reden-wir-nicht-ueber-depressionen\/","title":{"rendered":"Das zweite Coming-out: Reden \u00fcber Depressionen"},"content":{"rendered":"<h3>Wie ist es eigentlich, wenn man Depressionen hat? Unser Autor Remo Schraner nimmt uns mit zum Wendepunkt, als er entschied, seine Krankheit nicht mehr zu verheimlichen.<\/h3>\n<p><em>Text: Remo Schraner<\/em><\/p>\n<p>Auf zittrigen Beinen stand ich in der K\u00fcche meiner Mainzer Mietwohnung. Es war der 1. Januar 2018. Gerade hatte ich meiner Vermieterin mitgeteilt, dass ich schon morgen und nicht wie geplant erst im M\u00e4rz abreisen w\u00fcrde. Verwirrt, aber auch besorgt schaute sie mich an. Was denn passiert sei, fragte sie. \u00abGesundheitliche Probleme\u00bb, antwortete ich.<\/p>\n<p><b>Energie auf Kredit<\/b><br \/>\nKurz vor Silvester reisten mein Partner Marco und ich nach Mainz. Wir hatten beide eine Woche Ferien und wollten die Zeit gemeinsam verbringen. Ich w\u00fcrde drei Monate hier bleiben, um bei einem Fernsehsender zu arbeiten \u2013 Marco w\u00fcrde nach der Woche zur\u00fcck in die Schweiz fahren.<\/p>\n<p>Bereits Monate vor unserem Deutschlandaufenthalt merkte ich, wie gestresst ich war. An den Wochenenden schaffte ich es kaum noch zu entspannen oder einfach nur auszuschlafen. Da ich mich im Journalismusstudium befand und auch in meiner Freizeit einigen Verpflichtungen nachkam, erkl\u00e4rte ich mir den Stress so. Karrierem\u00e4ssig lief es ziemlich gut und ich sah keinen Anlass, etwas zu \u00e4ndern. Also machte ich weiter; lebte, als bek\u00e4me ich meine Energie auf Kredit.<\/p>\n<p>In Mainz angekommen, sp\u00fcrte ich, wie dieser latente Stress zu etwas Gr\u00f6sserem wurde. Es entstand eine nicht enden wollende M\u00fcdigkeit. Egal wie lange ich schlief, die M\u00fcdigkeit blieb. In den ersten zwei Tagen verliess ich das Bett kaum. Marco kaufte ein, kochte, aber essen musste er alleine. Ich ertrug die Zweisamkeit nicht mehr. Ich sch\u00e4mte mich f\u00fcr meinen Zustand \u2013 schliesslich wollten wir doch Mainz gemeinsam erkunden!<\/p>\n<figure id=\"attachment_68431\" aria-describedby=\"caption-attachment-68431\" style=\"width: 1200px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-68431\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 1200 800'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression.jpg\" alt=\"Depression Depressionen Coming-out\" width=\"1200\" height=\"800\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression.jpg 1200w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-1122x748.jpg 1122w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-1152x768.jpg 1152w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-313x209.jpg 313w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HeaderDepression-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-68431\" class=\"wp-caption-text\">Remo Schraner (Foto: Luca Michelli) Illustration: Sascha D\u00fcvel<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>Wie Depressionen das Leben ver\u00e4ndern<\/b><br \/>\nMit sechzehn Jahren erhielt ich die Diagnose Depression zum ersten Mal. Damals trennten sich meine Eltern, ich wechselte an eine neue Schule, und meine Homosexualit\u00e4t versuchte ich so gut es ging zu verdr\u00e4ngen. Diese Ereignisse l\u00f6sten \u00c4ngste, Stress und Unsicherheiten aus. Ich, der in meiner ganzen Schulkarriere erst eine Lateinpr\u00fcfung geschw\u00e4nzt hatte, machte nun regelm\u00e4ssig blau.<\/p>\n<p>Mehrere Hundert unentschuldigte Absenzen sammelte ich das Semester \u00fcber. Meine Eltern, Freunde und die Lehrpersonen machten sich Sorgen um mich. So begann ich eine Psychotherapie. Hier erhielt ich die Diagnose Depression. Mein Zustand besserte sich nicht. In der Hoffnung, etwas daran zu \u00e4ndern, krempelte ich mein Leben um. Ich brach das Gymnasium ab und jobbte unter anderem am Theater als Regieassistent. Meine Seele schien wieder aufatmen zu k\u00f6nnen. Dank den Ver\u00e4nderungen und regelm\u00e4ssigen Gespr\u00e4chstherapien verbesserte sich mein Gesundheitszustand allm\u00e4hlich. Antidepressiva wollte ich damals keine nehmen.<\/p>\n<p>Meinen eigenen Weg zu gehen, tat mir gut. Von dieser Erfahrung befl\u00fcgelt, ging ich zum ersten Mal eine Beziehung mit einem Mann ein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Jahrelang weigerte ich mich, mich als schwul zu outen. Warum sollte ich meine Sexualit\u00e4t erkl\u00e4ren? Durch die damalige Beziehung sp\u00fcrte ich jedoch das Bed\u00fcrfnis, mich meinen Eltern und engsten Freunden zu zeigen. So kam es zum Coming-out.<\/p>\n<p>Ging es um meine Depression, sah ich das Ganze aber anders. Da war kein Bed\u00fcrfnis, jemandem von meiner depressiven Seite zu erz\u00e4hlen, geschweige denn diese zu zeigen. Obwohl ich wusste, dass es eine psychische Krankheit ist, war ich der Meinung, dass ich die Depression selbst verschuldet hatte.<\/p>\n<p>Ich m\u00fcsse nur noch mehr Entspannungstechniken erlernen, noch mehr schlafen, noch mehr trinken, noch mehr Sport treiben und meinen inneren Schweinehund \u00fcberwinden \u2013 dann w\u00fcrden die depressiven Stimmungen vergehen, dachte ich. Aber die Depression liess sich nicht wegjoggen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Nachhinein sehe ich in diesem Denken auch eines der gr\u00f6ssten Stigmata, die die Depression hat: \u00dcberspitzt dargestellt, ist die Mehrheit unserer Gesellschaft (damals geh\u00f6rte auch ich dazu) der Meinung, dass wir lediglich eine Vitaminbrausetablette einnehmen m\u00fcssten und dann k\u00e4me unser Alltag wieder in Ordnung. Und wer trotzdem noch gestresst oder schlecht gelaunt ist, ist selbst schuld. Logisch hatte ich damals keine Lust, jemandem zu offenbaren, dass ich zu dumm f\u00fcr eine Brausetablette bin.<\/p>\n<p><b>\u00abIn diesem Zustand lasse ich dich nicht hier!\u00bb<\/b><br \/>\nZur\u00fcck in Mainz. Da lag ich also im Bett und begriff, dass meine Depression nach elf Jahren latenter Anwesenheit wieder auf sich aufmerksam machte. Ich war angepisst und ekelte mich vor mir selbst. \u00abHallo Depression. Solange ich dich nicht akzeptiere, hast du keine Macht \u00fcber mich. Also verschwinde!\u00bb, lautete in etwa mein innerer Monolog. Deswegen fuhr die Depression wohl auch h\u00e4rtere Gesch\u00fctze auf: Mir fiel das Reden zunehmend schwerer, da mir tausend Gedanken durch den Kopf rasten und ich keinen mehr festhalten konnte.<\/p>\n<p>Marco, dessen Optimismus und innere Ruhe stark ausgepr\u00e4gt sind, war es, der mich schliesslich vor die Wahl stellte: Entweder ich beweise mir und ihm, dass ich die Situation wieder in den Griff bekomme, oder ich gehe bereits mit ihm nach Hause. \u00abIn diesem Zustand lasse ich dich nicht hier\u00bb, waren seine Worte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Diese Aussage l\u00f6ste einiges in mir aus. Der Druck, meine journalistische Karriere weiter voranzutreiben, schien zu verpuffen. Ich begann zu realisieren, dass ich nicht mehr im Stande war, meinen urspr\u00fcnglichen Plan durchzusetzen. Langsam sah ich das Ausmass meiner Depression.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Das zweite Coming-out<\/b><br \/>\nAn Neujahr k\u00fcndigte ich meine Stelle beim Fernsehsender, bevor ich sie \u00fcberhaupt antrat. Kurz darauf stand ich mit meiner Vermieterin in der K\u00fcche und teilte ihr mit, dass ich zur\u00fcck in die Schweiz gehe.<\/p>\n<p>\u00abWas f\u00fcr ein gesundheitliches Problem ist es denn?\u00bb, fragte sie mich z\u00f6gerlich. \u00abDepressionen\u00bb, antwortete ich. Mein zweites Coming-out. Anders als bei meinem ersten plante ich dieses nicht. Es kam ganz nat\u00fcrlich. Zum ersten Mal suchte ich nicht nach einer Ausrede, sondern sagte einfach die Wahrheit. Jahrelang f\u00fcrchtete ich mich vor diesem Moment. Wie w\u00fcrde mein Gegen\u00fcber reagieren? W\u00fcrde mich die Person verurteilen? Doch meine Vermieterin ha!e Verst\u00e4ndnis, zeigte Mitgef\u00fchl. Ich war \u00fcberrascht.<\/p>\n<p>Dann kam die Frage auf: Wie kommen wir wieder nach Hause? Klar war, dass ich nicht mehr in der Lage war, mehr als drei Stunden mit der Bahn zu fahren. Mit Marcos Unterst\u00fctzung rief ich meinem Vater an. Ich erkl\u00e4rte ihm die Situation und fragte ihn, ob er uns abholen k\u00f6nne. \u00abDas ist kein Problem f\u00fcr mich, schnell nach Mainz zu fahren\u00bb, war seine Antwort. Ich war erleichtert und gleichzeitig besch\u00e4mt, dass ich mit 27 Jahren auf meinen Vater angewiesen war. Einen Tag sp\u00e4ter waren wir wieder in der Schweiz.<\/p>\n<p>Inzwischen war die Scham einer grossen Dankbarkeit gewichen. Diese liebevollen Menschen, Marco, mein Vater, die Vermieterin, waren da, als ich nicht mehr f\u00fcr mich selbst sorgen konnte.<\/p>\n<p><strong>Vorurteile m\u00fcssen dem Wissen weichen<\/strong><br \/>\nZur\u00fcck in der Schweiz ging es Schlag auf Schlag. Da ich vor Mainz schon eine Gespr\u00e4chstherapie besuchte, konnte ich ziemlich rasch mit der Einnahme eines Antidepressivums beginnen. Fr\u00fcher hatte ich Angst, dass die Medikamente meine Pers\u00f6nlichkeit ver\u00e4ndern w\u00fcrden. Heute weiss ich, dass es die Depression war, die meine Pers\u00f6nlichkeit ver\u00e4nderte. Das Antidepressivum half mir, mich wieder an mich zu erinnern.<\/p>\n<p>Ende Februar trat ich in eine Stressklinik ein. Zum ersten Mal traf ich Menschen, bei denen ich mich nicht mehr erkl\u00e4ren musste. Sie wussten aus eigener Erfahrung, wie es mir geht. Die grosse Anzahl von Patienten und Patientinnen \u00fcberw\u00e4ltigte mich. Wenn es so viele Menschen mit Depressionen gibt, warum reden wir nicht \u00f6fter miteinander? Warum verstecken wir unseren Gesundheitszustand und f\u00fchlen uns einsam dabei? Ich wollte etwas dagegen tun.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<blockquote class=\"instagram-media\" style=\"background: #FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 540px; min-width: 326px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);\" data-instgrm-permalink=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/B5XtMB2lDsd\/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading\" data-instgrm-version=\"12\">\n<div style=\"padding: 16px;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"display: flex; flex-direction: row; align-items: center;\">\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;\"><\/div>\n<div style=\"display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;\">\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;\"><\/div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"padding: 19% 0;\"><\/div>\n<div style=\"display: block; height: 50px; margin: 0 auto 12px; width: 50px;\"><\/div>\n<div style=\"padding-top: 8px;\">\n<div style=\"color: #3897f0; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: 550; line-height: 18px;\">Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"padding: 12.5% 0;\"><\/div>\n<div style=\"display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;\">\n<div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);\"><\/div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;\"><\/div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);\"><\/div>\n<\/div>\n<div style=\"margin-left: 8px;\">\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;\"><\/div>\n<div style=\"width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg);\"><\/div>\n<\/div>\n<div style=\"margin-left: auto;\">\n<div style=\"width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);\"><\/div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);\"><\/div>\n<div style=\"width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;\">\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;\"><\/div>\n<div style=\"background-color: #f4f4f4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;\"><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;\"><a style=\"color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;\" href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/B5XtMB2lDsd\/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ein Beitrag geteilt von Remo \ud83e\udd8a DER VOLPE (@dervolpe.ch)<\/a> am <time style=\"font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px;\" datetime=\"2019-11-27T13:23:06+00:00\">Nov 27, 2019 um 5:23 PST<\/time><\/p>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n<p>Etwas weniger als ein Jahr nach meinem zweimonatigen Klinikaufenthalt schrieb ich den ersten Text \u00fcber meine Depression. Mit meinem Krafttier, dem Fuchs, als Maskottchen, startete ich das Projekt \u00abDer Volpe\u00bb und schrieb bis heute jede Woche einen neuen Text auf meiner Webseite. Es kamen mehr Leser*rinnen dazu und irgendwann passierte das fr\u00fcher Undenkbare: Ich traf mich mit einer Leserin des Blogs auf einen Kaffee. Obwohl wir uns nicht kannten, verband uns die Erfahrung mit der eigenen Depression. Nie h\u00e4tte ich mir vorstellen k\u00f6nnen, dass diese Krankheit Menschen auf so wunderbare Weise verbinden kann.<\/p>\n<p>Inzwischen durfte ich einige solcher Treffen geniessen, \u00f6ffentlich und im privaten Rahmen \u00fcber die Depression referieren und Erfahrungen austauschen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie mein offener Umgang mit meiner Homosexualit\u00e4t braucht auch das Schreiben und Reden \u00fcber Depression Mut, Energie und Vertrauen. Denn die Gesellschaft hat Vorurteile. Darum zeigt euch. Die Vorurteile m\u00fcssen dem Wissen weichen.<\/p>\n<div class=\"content-box\">\n<h3 class=\"content-text\">Du steckst in der Krise? Oder du bist um jemanden besorgt?<\/h3>\n<p class=\"content-text\">Hier findest du Hilfe:<\/p>\n<p class=\"content-text\">Schweiz:\u00a0<a href=\"http:\/\/reden-kann-retten.ch\"><strong>reden-kann-retten.ch<\/strong><\/a><br \/>\nDeutschland:\u00a0<a href=\"http:\/\/deutsche-depressionshilfe.de\"><strong>deutsche-depressionshilfe.de<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ist es eigentlich, wenn man Depressionen hat? Unser Autor Remo Schraner nimmt uns mit zum Wendepunkt, als er entschied, seine Krankheit nicht mehr zu verheimlichen. <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/warum-reden-wir-nicht-ueber-depressionen\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":68620,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25,4371],"tags":[5442,5531,5467,5484],"wps_subtitle":"\u00dcber seine psychische Krankheit zu reden kommt oftmals einem zweiten Coming-out gleich","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68424"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68424"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68424\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":206166,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68424\/revisions\/206166"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68620"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}