{"id":63466,"date":"2019-09-20T08:15:34","date_gmt":"2019-09-20T06:15:34","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=63466"},"modified":"2020-10-13T15:27:34","modified_gmt":"2020-10-13T13:27:34","slug":"logos-in-regenbogenfarben-sind-nicht-nachhaltig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/logos-in-regenbogenfarben-sind-nicht-nachhaltig\/","title":{"rendered":"\u00abLogos in Regenbogenfarben sind nicht nachhaltig\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Out Now Consulting hat eine Plattform entwickelt, die den Tourismussektor besser auf die Bed\u00fcrfnisse der Community vorbereitet. Die Firma des Australiers Ian Johnson gilt seit \u00fcber 25 Jahren als f\u00fchrend im Bereich der LGBTIQ-Marktforschung.<\/h3>\n<p><strong>Ian, im Sommer hat deine Firma <a href=\"http:\/\/www.Learn.lgbt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Learn.lgbt<\/a> lanciert. Worum geht es bei dieser Plattform?<\/strong><br \/>\nDas Tool unterst\u00fctzt Hotels und andere Anbieter in der Reisebranche, die ihre Angestellten auf LGBTIQ-Anliegen sensibilisieren m\u00f6chten. Mit praktischen Massnahmen kann sichergestellt werden, dass LGBTIQ-G\u00e4ste ihren Aufenthalt genauso geniessen k\u00f6nnen wie alle anderen Reisenden auch.<\/p>\n<p><strong>Wann hast du festgestellt, dass es sich hierbei um ein Bed\u00fcrfnis handelt?<\/strong><br \/>\nSeit 2007 beobachten wir, dass immer mehr Hotels und Reisedienstleister offen f\u00fcr LGBTIQ-Kund*innen sind. Dieser Trend deckt sich allerdings nicht mit der Marktforschung, die wir innerhalb der Community betreiben. Die Menschen sind immer noch z\u00f6gerlich, wenn es darum geht, sich im Urlaub zu outen. Man hat Bedenken, wie Hotelangestellte sich beim Check-in verhalten oder wie andere Reisende auf gleichgeschlechtliche Paare oder auf eine trans Person reagieren. Mit Learn.lgbt wollen wir diese L\u00fccke schliessen. Schliesslich erwarten LGBTIQ-Reisende dasselbe von ihrem Urlaub wie alle anderen auch: Entspannung.<\/p>\n<p><strong>Kannst du Beispiele nennen?<\/strong><br \/>\nAls schwules Paar fragt man sich nicht selten beim Einchecken, ob es mit dem gebuchten Kingsize-Bett klappt. Wir weisen Angestellte auf das korrekte Vorgehen hin, darunter beispielsweise, dass zwei M\u00e4nner eben nicht \u00abschwul aussehen\u00bb m\u00fcssen, um ein Paar zu sein.<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/08\/10\/gay-bar-sag-mir-wo-die-homokneipen-sind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Falls doch Unsicherheiten bestehen, fragt man nicht, ob die G\u00e4ste tats\u00e4chlich ein Doppelbett w\u00fcnschen, sondern l\u00e4sst gleich mehrere Einzelheiten der Buchung best\u00e4tigen (MANNSCHAFT berichtete \u00fcber einen solchen Fall).<\/a> Zum Beispiel, ob es sich um ein Nichtraucherzimmer mit Kingsize-Bett oder um ein Zimmer mit Kingsize-Bett mit Aussicht auf die Stadt handelt. Der Gast kann dann einhaken, falls etwas nicht in Ordnung sein sollte. Wie bei jedem anderen Gast ist in erster Linie immer davon auszugehen, dass die im System hinterlegte Buchung korrekt ist.<\/p>\n<blockquote><p>Die Menschen sind immer noch z\u00f6gerlich, wenn es darum geht, sich im Urlaub zu outen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Ein solches Szenario k\u00f6nnte auch ein Gast sein, der sich \u00fcber ein gleichgeschlechtliches Paar beschwert, das Z\u00e4rtlichkeiten austauscht.<\/strong><br \/>\nWenn der \u00f6ffentliche Austausch von Z\u00e4rtlichkeiten in einem exklusiven Restaurant verboten ist, dann gilt das sowohl bei homo- als auch bei heterosexuellen Paaren. Als Manager*in kann man die Situation etwa so entsch\u00e4rfen, indem man das verliebte Paar \u2013 wie gesagt, egal ob homo oder hetero \u2013 freundlich auf die Richtlinien hinweist und als Geste des Hauses eine Flasche Wein oder einen Drink spendiert.<\/p>\n<p>Wir leben in einer Zeit, in der man innert zwanzig Sekunden einen Tweet verfasst und einen Shitstorm ausgel\u00f6st hat. Indem das Management auf geschlechtsneutrale Richtlinien verweist, kann es das Schlimmste verhindern.<\/p>\n<p><strong>Wie viele Hotels in Deutschland und der Schweiz haben Learn.lgbt absolviert?<\/strong><br \/>\nIn der Schweiz sind es 56, in Deutschland etwas weniger. In der Schweiz arbeiten wir gut mit Schweiz Tourismus zusammen, in Deutschland haben wir soweit in Frankfurt und Berlin Fuss gefasst \u2013 in Berlin \u00fcber die \u00abPink Pillow Collection\u00bb. Momentan ist es uns wichtiger, wenige Hotels m\u00f6glichst gut zu sensibilisieren, statt m\u00f6glichst viele Hotels zu erreichen. Die altbekannte Qualit\u00e4t vor Quantit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Ende 2018 gab Out Now Consulting bekannt, dass der LGBTIQ-Reisemarkt 218 Milliarden Dollar schwer ist. Wie seid ihr auf diese Zahlen gekommen?<\/strong><br \/>\nDie Daten haben wir im Rahmen unserer Marktstudie \u00abLGBT2030\u00bb erhoben, die wir mit 130\u2009000 Teilnehmer*innen aus 26 L\u00e4ndern durchf\u00fchren. Bei dieser spezifischen Umfrage erreichten wir 8752 Personen. Dabei wollten wir wissen, wieviel LGBTIQs f\u00fcr Reisen im In- und Ausland ausgeben, darunter f\u00fcr Unterkunft, Transportkosten, Verpflegungen und Besichtigungstouren. Das Ergebnis rechnen wir dann auf die gesamte Community eines Landes hoch. Wir gehen dabei von einem LGBTIQ-Anteil von 6% der erwachsenen Bev\u00f6lkerung aus. Ein US-amerikanisches Marktforschungsinstitut ist 1992 auf diese Zahl gekommen mit einer in unseren Augen ziemlich verl\u00e4sslichen und repr\u00e4sentativen Studie.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"ZTbokHuLbq\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/07\/11\/ein-doppelbett-nur-fuer-normale-paare\/\">Ein Doppelbett? Nur f\u00fcr \u00abnormale\u00bb Paare!<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Ein Doppelbett? Nur f\u00fcr \u00abnormale\u00bb Paare!&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/07\/11\/ein-doppelbett-nur-fuer-normale-paare\/embed\/#?secret=ZTbokHuLbq\" data-secret=\"ZTbokHuLbq\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn es um die Wahl der Urlaubsdestination geht?<\/strong><br \/>\nEigentlich dieselben wie im Massentourismus auch: Welche Destinationen sind sicher? Wo kann ich mich wohlf\u00fchlen und entspannen? Es erstaunt daher nicht, dass L\u00e4nder mit LGBTIQ-feindlichen Gesetze am unattraktivsten sind. \u00dcber 70\u2009% unserer Befragten gaben an, dass die rechtliche Situation entscheidend ist. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit. Man will sein Geld an einem Ort ausgeben, an dem LGBTIQs respektiert werden. Diese Haltung spiegelt sich vor allem in unseren Stichproben aus den USA, Grossbritannien und den Niederlanden. Diese Befragten suchen eher einen Urlaubsort, an dem Gleichstellungsgesetze und ein Schutz vor Diskriminierung am Arbeitsplatz in Kraft sind.<\/p>\n<p>Abgesehen davon sind LGBTIQ-Reisende, wie schon erw\u00e4hnt, \u00e4hnlich wie andere Reisende auch. Ein gutes Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis spielt eine wichtige Rolle. Niemand will Geld f\u00fcr schlechten Service ausgeben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_63486\" aria-describedby=\"caption-attachment-63486\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-63486\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 900 600'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now.jpg\" alt=\"LGBTIQ-Marketing\" width=\"900\" height=\"600\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now.jpg 900w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-313x209.jpg 313w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/ian-johnson-out-now-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-63486\" class=\"wp-caption-text\">Ian Johnson betreibt seit 1992 LGBTIQ-Marktforschung. (Bild: zvg)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Eine politische Philosophie besagt: L\u00e4nder, die wirtschaftliche Beziehungen pflegen, bekriegen sich nicht. Sind der LGBTIQ-Tourismus und die damit verbundenen Einnahmen die L\u00f6sung, um ein Umdenken auch in homo- und transphoben L\u00e4ndern herbeizuf\u00fchren?<\/strong><br \/>\nSeit \u00fcber 25 Jahren ist es unser Credo, Unternehmen und Konzerne vom LGBTIQ-Markt zu \u00fcberzeugen. Dein Gedanke ist richtig: Es liegt nicht im Interesse der Unternehmen, Menschen zu schaden, die sie als wichtige Konsument*innen erachten. Es gibt aber auch eine Schattenseite. Einige Firmen sehen nur das Geld und nichts anderes. Ich lege meiner Kundschaft immer nahe, dass die T\u00e4tigung von Gesch\u00e4ften eine Kopf- und eine Herzsache ist. Die finanzielle Tragbarkeit ist das eine, der respektvolle Umgang mit Menschen das andere. Respekt ist ein allgemeines Gut in jeder Gesellschaft und hat nichts mit Geld zu tun.<\/p>\n<p><strong>Was muss eine Urlaubsdestination tun, um bei LGBTIQs beliebt zu werden?<\/strong><br \/>\nAktives und gezieltes Marketing ist immer eine gute Strategie. Als Land, Stadt oder Urlaubsort muss man den Menschen zeigen, weshalb es bei ihnen am sch\u00f6nsten ist. W\u00e4hrend der Finanzkrise 2008 haben viele Firmen ihr Marketingbudget f\u00fcr LGBTIQs gestrichen und zwar bis heute. Dabei w\u00e4re es eine gute Investition. Eine gezielte Werbung in einem LGBTIQ-Medium ist effizienter und nachhaltiger als in den Massenmedien, da sie als pers\u00f6nlicher aufgefasst wird.<\/p>\n<p><strong>Nebst dem Tourismus: In welchen Branchen ist Out Now Consulting t\u00e4tig?<\/strong><br \/>\nWir haben bereits f\u00fcr die unterschiedlichsten Sektoren gearbeitet, darunter im Bank- und Finanzwesen, in der Automobil- und Pharmaindustrie sowie f\u00fcr die Telekommunikation. Im Auftrag der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone haben wir eine interessante Studie in 15 L\u00e4ndern umgesetzt. Unter anderem haben wir herausgefunden, dass 41\u2009% der LGBTIQ-Hochschulabg\u00e4nger*innen am Arbeitsplatz ungeoutet sind, nachdem sie an der Universit\u00e4t offen zu ihrer Identit\u00e4t standen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"Wc536fSW0C\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/06\/08\/braucht-es-kommerz-an-den-prides\/\">Braucht es Kommerz an den Prides?<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Braucht es Kommerz an den Prides?&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/06\/08\/braucht-es-kommerz-an-den-prides\/embed\/#?secret=Wc536fSW0C\" data-secret=\"Wc536fSW0C\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>1992 hast du deinen Job als Anwalt gek\u00fcndigt und Out Now Consulting ins Leben gerufen. Eine Zeit, in der schwule M\u00e4nner vor allem noch mit HIV\/Aids assoziiert wurden. Wie offen waren Firmen damals f\u00fcr LGBTIQ-Marketing?<\/strong><br \/>\nIch erinnere mich, dass mein damaliger Chef davon ausgegangen ist, dass mein neuer Job \u00abetwas mit Sex\u00bb zu tun hat (lacht). Es waren definitiv andere Zeiten. Das LGBTIQ-Magazin \u00abSydney Star Observer\u00bb war unser erster Kunde, danach kam Burger King, der in Australien unter dem Namen \u00abHungry Jacks\u00bb t\u00e4tig ist. Danach hatten wir w\u00e4hrend sechs Monaten keinen neuen Kunden und ich dachte: \u00abDas wars wohl.\u00bb Doch dann erhielten wir einen Auftrag von Toyota. 2002 konnten wir unsere B\u00fcros von Australien nach Amsterdam verlegen, heute arbeiten wir in Paris.<\/p>\n<p><strong>Gibt es einen Wendepunkt, an dem die Community als Zielgruppe attraktiv wurde?<\/strong><br \/>\nSchwule M\u00e4nner wurden eigentlich schon in den fr\u00fchen Achtzigern als Kunden erkannt, da sie in Musik, TV, Film und Theater vermehrt sichtbar wurden. Man denke an die Village People. Das \u00e4nderte sich nat\u00fcrlich mit der Aidskrise. Firmen, die sich uns auf Zehenspitzen angen\u00e4hert hatten, machten pl\u00f6tzlich eine 180-Grad-Kehrtwende. Dies \u00e4nderte sich erst in den sp\u00e4ten Neunzigerjahren wieder.<\/p>\n<p><strong>Kannst du dich an das erste Massenprodukt erinnern, das sich um die LGBTIQ-Zielgruppe bem\u00fcht hat?<\/strong><br \/>\nIch kann mich an \u00abJim Beam Bourbon Whiskey\u00bb erinnern, der in den Mittachtzigern die schwule Subkultur bewarb. Man darf nicht vergessen, dass die schwulen Bars und Discos der erste Ort waren, an dem schwule M\u00e4nner sichtbar waren. Daher liegt es auf der Hand, dass die Alkoholbranche als erste auf die Zielgruppe aufmerksam wurde, gefolgt von der Reisebranche, die viele Schwule besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<blockquote><p>Firmen m\u00fcssen mehr leisten, als ihre Mitarbeitende an die Pride zu schicken und ihr Logo mit dem Regenbogen zu waschen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Nach \u00fcber 25 Jahren: Was hast du noch vor mit Out Now Consulting?<\/strong><br \/>\nMeine Arbeit begeistert mich immer noch. Ich m\u00f6chte Firmen weiterhin beim Erreichen der Community unterst\u00fctzten und ihnen zu verstehen geben, dass es im Umgang mit LGBTIQ-Themen nichts Schlimmeres gibt als das Wort \u00abauthentisch\u00bb. Eine \u00fcberm\u00e4ssige Verwendung durch opportunistische Firmen hat das Wort im wahrsten Sinne \u00abun-authentisch\u00bb gemacht und zum Jargon degradiert. \u00abUnterst\u00fctzung\u00bb und \u00abEhrlichkeit\u00bb sind bei der Community viel aussagekr\u00e4ftiger, insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt, an dem wir erste Ressentiments feststellen.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"w9JV2QBmQh\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/07\/06\/buerokratie-pinkwashing-und-kommerz-london-pride-in-der-kritik\/\">Kritik an London Pride: Kommerz, B\u00fcrokratie und Pinkwashing<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Kritik an London Pride: Kommerz, B\u00fcrokratie und Pinkwashing&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/07\/06\/buerokratie-pinkwashing-und-kommerz-london-pride-in-der-kritik\/embed\/#?secret=w9JV2QBmQh\" data-secret=\"w9JV2QBmQh\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Welche Ressentiments?<\/strong><br \/>\nIm Englischen spricht man von \u00abPride-M\u00fcdigkeit\u00bb. Von unserer Marktforschung wissen wir, dass die Community es satt hat, w\u00e4hrend eines Monats im Jahr Firmenlogos in Regenbogenfarben zu sehen. Ein Beispiel ist die Pride in London. Ein Grossteil des Umzugs bestand aus Firmenlogos und gut gelaunten Mitarbeitenden, die von der Menge stundenlang beklatscht werden sollen. Versteh mich nicht falsch, interne LGBTIQ-Netzwerke sind eine grossartige Sache. Firmen m\u00fcssen jedoch mehr leisten, als ihre Mitarbeitende an die Pride zu schicken und ihr Logo mit dem Regenbogen zu waschen.<\/p>\n<p><strong>Sich als Firma an der Pride zu engagieren ist also ein Fehler.<\/strong><br \/>\nEin Fehler mit guten Absichten. Die Community will auch in den elf \u00fcbrigen Monaten im Jahr sichtbar sein und angesprochen werden. Firmen, die dies gezielt tun, haben eine bessere und nachhaltigere Wirkung, als ein regenbogenfarbenes Logo. Das ist der Kern unserer Arbeit: Firmen dazu zu bringen, ihr Bewusstsein und Interesse an der Community in eine aufrichtige Unterst\u00fctzung umzum\u00fcnzen, damit auch alle etwas davon haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Out Now Consulting hat eine Plattform entwickelt, die den Tourismussektor besser auf die Bed\u00fcrfnisse der Community vorbereitet. Die Firma des Australiers Ian Johnson gilt seit \u00fcber 25 Jahren als f\u00fchrend im Bereich der LGBTIQ-Marktforschung. <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/logos-in-regenbogenfarben-sind-nicht-nachhaltig\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":63484,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,4371],"tags":[5503,5511],"wps_subtitle":"Marketing-Consultant Ian Johnson sensibilisiert Firmen f\u00fcr LGBTIQ-Bed\u00fcrfnisse","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63466"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63466"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63466\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63484"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}