{"id":58201,"date":"2019-06-24T20:57:46","date_gmt":"2019-06-24T18:57:46","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=58201"},"modified":"2020-10-07T18:14:25","modified_gmt":"2020-10-07T16:14:25","slug":"die-luegen-ueber-die-stonewall-riots-aergern-mich-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/die-luegen-ueber-die-stonewall-riots-aergern-mich-wirklich\/","title":{"rendered":"\u00abDie L\u00fcgen \u00fcber die Stonewall Riots \u00e4rgern mich wirklich\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Robert Bryan war bei die legend\u00e4ren Stonewall Riots in New York dabei. Im Interview mit der MANNSCHAFT erinnert er sich an jene Nacht vor 50 Jahren. Die heutige Erinnerungs\u00adkultur kritisiert er als historisch ungenau.<\/h3>\n<p>Robert Bryan wuchs in den Vororten von Washington, D.\u2006C., auf und studierte an der University of Virginia und der George Washington University. Kurz vor den Stonewall Riots zog er als 19-J\u00e4hriger nach New York, nur wenige Blocks von der Bar entfernt. Nachdem er bei der Investment Bankers Trust gearbeitet hatte, wechselt er zum New York Times Magazine und leitete dort den Bereich M\u00e4nnermode. Er lebt heute im East Village in New York.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"eaTLQemKDz\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/02\/26\/new-york-platzt-vor-stolz-der-ganze-bundesstaat-feiert-world-pride\/\">New York platzt vor Stolz \u2013 der ganze Bundesstaat feiert World Pride<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;New York platzt vor Stolz \u2013 der ganze Bundesstaat feiert World Pride&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/02\/26\/new-york-platzt-vor-stolz-der-ganze-bundesstaat-feiert-world-pride\/embed\/#?secret=eaTLQemKDz\" data-secret=\"eaTLQemKDz\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Robert, du warst am Tag des Aufstands vor der Stonewall Bar. Wie ging es damals los?<\/strong><br \/>\nWir waren auf der Christopher Street, als auf einmal jemand die Strasse entlang gerannt kam und rief: Kommt zum Sheridan Square, dem Platz vor dem Stonewall Inn, irgendetwas passiert dort. Also sind wir hingegangen. Es hatte sich schon eine Menschenmenge versammelt, w\u00e4hrend die Polizei unter anderem einige Dragqueens aus der Bar herausf\u00fchrte. Die Leute vor der Bar machten allerlei bissige Kommentare, es wurde gelacht. Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt ausgelassen, sogar fr\u00f6hlich.<\/p>\n<p><strong>Sie war nicht aggressiv?<\/strong><br \/>\nZu diesem Zeitpunkt noch nicht. Aber dann f\u00fchrte die Polizei eine maskuline Lesbe sehr grob ab. Sie wehrte sich und rief uns zu: \u00abWas steht ihr da einfach rum? Tut etwas! K\u00e4mpft! Helft mir!\u00bb Ganz pl\u00f6tzlich \u00e4nderte sich die Stimmung. Ich erinnere mich, dass ich angefangen habe, Steine in die Hand zu nehmen, mit denen eigentlich die Fl\u00e4chen rund um die B\u00e4ume auf dem B\u00fcrgersteig begrenzt waren. Die Leute begannen mit allem zu werfen, was sie in die Finger kriegen konnten. Dann zog sich die Polizei in die Bar zur\u00fcck.<\/p>\n<blockquote><p>Nicht mal in New York gab es einen Ort wie Stonewall, ausser dem Stonewall selbst<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Wie \u00e4nderte das die Stimmung?<\/strong><br \/>\nWir f\u00fchlten uns wie Sieger. Denn es gab diesen \u00fcber lange Zeit angeschwollenen \u00c4rger auf die Polizei, der sonst stets knapp unter der Oberfl\u00e4che brodelte. Alle hatten die Situation satt, in der wir uns befanden, und in diesem Moment wurde das freigesetzt. Der Aufstand hatte deshalb \u00fcbrigens auch nichts mit dem Tod von Judy Garland zu tun (wegen der Beisetzung der Homo-Ikone kurz zuvor sollen sich viele Schwule in New York aufgehalten haben, Anm. d. Red.). Und ich jedenfalls dachte in dem Moment auch nicht in Schlagworten wie \u00abGay Power\u00bb oder daran, dass dies eine historische Nacht werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wolltest du Polizisten verletzen?<\/strong><br \/>\nDar\u00fcber habe ich gar nicht viel nachgedacht. Alle Gedanken kreisten nur um den Kampf an sich. Ich hatte im Laufe der Auseinandersetzungen beispielsweise mit voller Kraft einem Polizisten, der gerade auf jemanden einkn\u00fcppeln wollte, in den Hintern getreten. Dann wollte mich ein anderer Polizist festnehmen, aber ich konnte fliehen, rannte mehrere Blocks, bis ich ihn endlich abgesch\u00fcttelt hatte.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"83YKfz9mLL\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/05\/30\/das-dunkle-geheimnis-des-stonewall-inn-in-den-haenden-der-mafia\/\">Das dunkle Geheimnis des Stonewall Inn \u2013 in den H\u00e4nden der Mafia<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Das dunkle Geheimnis des Stonewall Inn \u2013 in den H\u00e4nden der Mafia&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/05\/30\/das-dunkle-geheimnis-des-stonewall-inn-in-den-haenden-der-mafia\/embed\/#?secret=83YKfz9mLL\" data-secret=\"83YKfz9mLL\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Bist du danach zum Stonewall Inn zur\u00fcckgekehrt?<\/strong><br \/>\nJa. Wir waren so voller Zuversicht, dachten, dass wir den Kampf gewonnen h\u00e4tten. Jahre sp\u00e4ter habe ich dann einmal einen Polizeioffizier geh\u00f6rt, und wie er von seiner Angst berichtet hat. Denn es wurden nicht nur Gegenst\u00e4nde geworfen. Einige hatten auch versucht, die Bar anzuz\u00fcnden. Zum Gl\u00fcck hat die Polizei nicht geschossen.<\/p>\n<p><strong>Welche Konsequenzen h\u00e4tte es gehabt, w\u00e4rest du geschnappt worden?<\/strong><br \/>\nIch habe damals bei Bankers Trust gearbeitet. Nach einem Angriff auf einen Polizeibeamten w\u00e4re ich nicht nur den Job losgewesen, sondern h\u00e4tte im Gef\u00e4ngnis gesessen. Das h\u00e4tte mein ganzes Leben ruinieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Die Frage, wer an den Aufst\u00e4nden genau teilgenommen hat, l\u00f6st immer wieder Diskussionen aus. Du sagtest, die G\u00e4ste der Bar seien sehr vielf\u00e4ltig gewesen.<\/strong><br \/>\nUnterschiedlich schon, es gab aber nur wenige Latinos und fast keine Afroamerikaner. Ich erinnere mich an wenige Dragqueens. Sie alle kamen meist gar nicht am T\u00fcrsteher vorbei. Die Bar war ja bereits in gen\u00fcgend Schwierigkeiten, und Travestie war damals illegal. Viele Afroamerikaner lebten zu jener Zeit in Harlem oder ausserhalb Manhattans. Dort gingen sie auch aus. Im Village gab es also nicht viele Afroamerikaner. Das Stonewall galt allgemein als eine von Weissen besuchte Bar. Im Nachhinein aber erinnert die Geschichte an Woodstock: Alle behaupten heutzutage ja, in Woodstock dabei gewesen zu sein. Und auch die Zahl derjenigen, die behaupten, bei den Stone\u00adwall-Aufst\u00e4nden dabei gewesen zu sein, ist immer weiter gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Was denkst du \u00fcber diese Behauptungen?<\/strong><br \/>\nIch f\u00fchle mich auch pers\u00f6nlich angegriffen, denn hier wird Geschichte umgeschrieben, auch meine eigene Geschichte. Ich bin \u00fcber solche L\u00fcgen wirklich ver\u00e4rgert. Es geht diesen Leuten darum, die Geschichte f\u00fcr etwas zu missbrauchen, das ihnen heute politisch gut in den Kram passt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_58207\" aria-describedby=\"caption-attachment-58207\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-58207\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 1200 800'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum.jpg\" alt=\"Stonewall\" width=\"1200\" height=\"800\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum.jpg 1200w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-1122x748.jpg 1122w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-1152x768.jpg 1152w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-313x209.jpg 313w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/stonewall-aufstaende-jubilaeum-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-58207\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr junge Schwule war New York in den Sechzigerjahren der \u00abPlace to be\u00bb. (Bilder: zvg)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Du sagtest, der Aufstand sei wie ein Ventil gewesen. Wie sahen die Polizei\u00fcbergriffe vorher aus?<\/strong><br \/>\nIch erinnere mich, dass in den Bars manchmal pl\u00f6tzlich die Jukebox zu spielen aufh\u00f6rte und alle Lichter angingen. Ich erinnere mich komischerweise nicht mehr an die Polizei selbst, die dann ja durch die Bar gegangen sein muss.<\/p>\n<p><strong>Wie habt ihr euch dabei gef\u00fchlt?<\/strong><br \/>\nWir waren aufgebracht, aber auch besorgt. Wir hatten nat\u00fcrlich auch ein bisschen Angst. Man versuchte, so normal wie m\u00f6glich auszusehen und nicht zu provozieren. Die Hippies, die Afroamerikaner, Schwule und junge Leute waren den \u00abSchweinen\u00bb gegen\u00fcber feindlich eingestellt, wie wir die Polizisten nannten. Auch ich hasste die Polizei, und das, obwohl ich vorher an der konservativen Universit\u00e4t von Virginia studiert hatte.<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"11KdrCSsYF\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/06\/07\/stonewall-riots-new-yorker-polizeichef-entschuldigt-sich\/\">Stonewall Riots: New Yorker Polizeichef entschuldigt sich<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Stonewall Riots: New Yorker Polizeichef entschuldigt sich&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2019\/06\/07\/stonewall-riots-new-yorker-polizeichef-entschuldigt-sich\/embed\/#?secret=11KdrCSsYF\" data-secret=\"11KdrCSsYF\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Man h\u00f6rt immer wieder von der schlechten Qualit\u00e4t der Drinks im Stonewall Inn und Problemen mit der Hygiene insgesamt.<\/strong><br \/>\nJa, aber ich bin nicht wegen der Drinks gekommen, und ob die Gl\u00e4ser dreckig waren oder nicht, hat mich nicht interessiert. Ich war da, um h\u00fcbsche Jungs kennenzulernen. Wir hatten auch unsere Abendroutine. Zuerst gingen wir auf einen Drink in die Bar Julius\u2019, gleich um die Ecke. Dann weiter ins Stonewall, dort blieben wir f\u00fcr ein paar Stunden. Und meistens ging ich danach zu den Trucks.<\/p>\n<p><strong>Zu den Trucks?<\/strong><br \/>\nDas waren Lastwagen, die am Ende der Christopher Street an den Piers standen und deren Anh\u00e4nger nachts ge\u00f6ffnet waren. Ich hatte schon an der Universit\u00e4t davon geh\u00f6rt. Jemand sagte: \u00abOh, der ist wirklich krass, der geht in New York zu den Trucks.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Dort hatte man Sex.<\/strong><br \/>\nJa, die Trucks waren dunkel, man konnte kaum etwas sehen, und sie waren voller M\u00e4nner. Wenn die Polizei kam, was sie manchmal tat, umstellte sie die Trucks mit bis zu 20 Wagen und verhaftete die Leute. Einmal h\u00e4tten sie mich fast erwischt, aber auch damals war ich schnell genug, um abzuhauen.<\/p>\n<p><strong>Die Frage, wer an den Aufst\u00e4nden genau teilgenommen hat, l\u00f6st immer wieder Diskussionen aus. Du sagtest, die G\u00e4ste der Bar seien sehr vielf\u00e4ltig gewesen.<\/strong><br \/>\nUnterschiedlich schon, es gab aber nur wenige Latinos und fast keine Afroamerikaner. Ich erinnere mich an wenige Dragqueens. Sie alle kamen meist gar nicht am T\u00fcrsteher vorbei. Die Bar war ja bereits in gen\u00fcgend Schwierigkeiten, und Travestie war damals illegal. Viele Afroamerikaner lebten zu jener Zeit in Harlem oder ausserhalb Manhattans. Dort gingen sie auch aus. Im Village gab es also nicht viele Afroamerikaner. Das Stonewall galt allgemein als eine von Weissen besuchte Bar. Im Nachhinein aber erinnert die Geschichte an Woodstock: Alle behaupten heutzutage ja, in Woodstock dabei gewesen zu sein. Und auch die Zahl derjenigen, die behaupten, bei den Stone\u00adwall-Aufst\u00e4nden dabei gewesen zu sein, ist immer weiter gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Was denkst du \u00fcber diese Behauptungen?<\/strong><br \/>\nIch f\u00fchle mich auch pers\u00f6nlich angegriffen, denn hier wird Geschichte umgeschrieben, auch meine eigene Geschichte. Ich bin \u00fcber solche L\u00fcgen wirklich ver\u00e4rgert. Es geht diesen Leuten darum, die Geschichte f\u00fcr etwas zu missbrauchen, das ihnen heute politisch gut in den Kram passt.<\/p>\n<p><strong>In diesem Jahr wird in New York der Jahrestag der Aufst\u00e4nde besonders gross gefeiert. Wie f\u00fchlt sich das f\u00fcr dich an?<\/strong><br \/>\nHeute k\u00f6nnen wir heiraten und Kinder adoptieren. Dabei hatten wir uns damals gesagt, dass wir Gl\u00fcck h\u00e4tten, schwul zu sein, weil wir uns keine Gedanken darum machen mussten, zu heiraten oder Kinder zu haben. Anstelle all dieser Verpflichtungen konnten wir unser Leben uns selbst widmen, unabh\u00e4ngig und frei sein. Das habe ich in vollen Z\u00fcgen genossen. An einem Ort zu sein, an dem sich die Leute frei bewegen, tanzen und Spass haben konnten, um danach in den Trucks zu verschwinden \u2013 all das hat mein Leben auf dramatische Art und Weise ver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robert Bryan war beim legend\u00e4ren Aufstand vor der Bar \u00abThe Stonewall Inn\u00bb in New York dabei. Im Interview mit MANNSCHAFT erinnert er sich an jene Nacht vor 50 Jahren. 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