{"id":55670,"date":"2019-05-24T10:05:32","date_gmt":"2019-05-24T08:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=55670"},"modified":"2020-07-02T17:09:42","modified_gmt":"2020-07-02T15:09:42","slug":"genuegen-zwei-zum-gluecklichsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/genuegen-zwei-zum-gluecklichsein\/","title":{"rendered":"Monogamie: Gen\u00fcgen zwei zum Gl\u00fccklichsein?"},"content":{"rendered":"<h3>Treue Schwule gibt es angeblich nicht. Wir haben trotzdem welche gefunden. Welche Vorteile birgt das Beziehungsmodell Monogamie und wo tun sich Stolperfallen auf?<\/h3>\n<p>Dass schwulen M\u00e4nnern Klischees gern anhaften wie l\u00e4stiges Klebeband, ist nicht neu. Besonders hartn\u00e4ckig h\u00e4lt sich das Stereotyp des promiskuitiven, stets testosterongeladenen Kerls, der auch in einer Partnerschaft kaum treu sein kann. Offene Beziehungen scheinen eine zeitgem\u00e4sse L\u00f6sung, um unseren naturbedingten Trieben gerecht werden und gleichzeitig unser Bed\u00fcrfnis nach Intimit\u00e4t befriedigen zu k\u00f6nnen. Doch ist Monogamie tats\u00e4chlich ein reines Luftschlosskonzept, das in einer aufgekl\u00e4rten Gesellschaft keinen Platz hat?<\/p>\n<p><strong>Nur ein schlechter Witz?<\/strong><br \/>\nLachende Emoticons, ungl\u00e4ubige Fragezeichen und Kommentare \u00e0 la \u00abViel Gl\u00fcck beim Suchen!\u00bb waren die ersten und h\u00e4ufigsten Reaktionen auf meine virtuelle Suche nach Interviewpartnern zum Thema \u00abMonogamie in homosexuellen Beziehungen\u00bb. Und dies allem voran von M\u00e4nnern, die selbst schwul sind. Als h\u00e4tte unsere Community sich bereits mit der Tatsache arrangiert, dass bedingungslose Zweisamkeit nur das Relikt einer von Disneyfilmen verkl\u00e4rten Kindheit sein kann. Spannender als diese Beobachtung empfand ich jedoch die Tatsache, dass viele der monogamen Paare, die ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kontaktierte, sich regelrecht weigerten, Stellung zu beziehen. Hatte ich als Journalist etwa ein Tabuthema angeschnitten? Wohl kaum. Stellt die Verbindung zweier Menschen zu einer Einheit doch gesellschaftlich oft ein Idealbild dar. \u00dcber Umwege fand ich nach intensivierter Recherche dann doch noch ein paar Freiwillige, die sich bereit erkl\u00e4rten, zu ihrer Beziehung Auskunft zu geben. Dem R\u00e4tsel Monogamie konnte also weiter nachgegangen werden.<\/p>\n<p>\u00abEine Beziehung wird unter anderem dadurch definiert, dass zwei Personen etwas miteinander teilen, das in dieser Form nicht auch anderen geschenkt wird\u00bb, erkl\u00e4rt der Berliner Diplomtheologe Ferdinand Krieg, der als Paartherapeut auch Regenbogenpaare ber\u00e4t. \u00abPartner*innen, die eine offene Beziehung eingehen, ziehen Grenzen anders. Meine beru\ufb02iche Erfahrung ist, dass viele homosexuelle Paare ein wenig aufgeschlossener gegen\u00fcber dem Ausprobieren und Umsetzen neuer Formen des Zusammenlebens sind. Gleichzeitig f\u00fchlen sich aber auch viele einem tiefen Monogamiewunsch verp\ufb02ichtet, beispielsweise in der Ehe f\u00fcr alle oder eingetragenen Partnerschaft.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>Homosexuelle scheinen generell ein bisschen mutiger im Ausprobieren und Umsetzen neuer Formen des Zusammenlebens.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Aus \u00dcberzeugung monogam<\/strong><br \/>\n\u00abIch glaube, jeder Mensch definiert eine gute Beziehung anders. Monogam zu sein, macht nur Sinn, wenn das f\u00fcr dich selbst optimal erscheint. Darum gibt es keine monogamietypischen St\u00e4rken, die andere Beziehungsformen nicht haben\u00bb, sagt Stephan Phin Spielhoff. Der Journalist und Autor, dessen Deb\u00fctroman \u00abDer Himmel ist f\u00fcr Verr\u00e4ter\u00bb (Albino Verlag) im Februar erschien, ist seit dreizehn Jahren mit seinem Partner zusammen. F\u00fcr die beiden Mittdreissiger stand es nie zur Debatte, ob sie daran etwas \u00e4ndern sollten. \u00abDie Herausforderung ist, dass du nicht mit anderen Menschen schl\u00e4fst. Das l\u00e4sst sich gut meistern, wenn du vom Typ her jemand bist, der es in Ordnung findet, jeden Tag neben demselben Kerl aufzuwachen\u00bb, sagt er. Die meisten seiner Freunde oder Arbeitskollegen seien ebenfalls in monogamen Verbindungen. \u00abVermutlich sind Menschen wie wir aber weniger sichtbar. Du gehst halt nicht mehr auf Partys, um jemanden mit nach Hause zu nehmen, und Grindr benutzt du auch nicht. Also entsteht bei denen, die noch auf der Suche sind, vielleicht der Eindruck, dass es uns nicht gibt.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDer h\u00f6here Grad an Commitment, der aber selbstverst\u00e4ndlich auch keine absolute Sicherheit bedeutet, spricht meines Erachtens nach f\u00fcr ein monogames Modell. Es f\u00fchlt sich richtig an. Ich habe aber keinen Vergleich\u00bb, sagt Christian, der \u00fcber 15 Jahre in einer monogamen Beziehung lebt. Antoine und Daniel, die seit neun Jahren liiert sind, gehen sogar noch einen Schritt weiter und sehen in der Monogamie die Grundlage ihrer gemeinsamen Vergangenheit und Zukunft. \u00abWir haben Polygamie niemals in Betracht gezogen. Aus unserer Sicht bietet eine monogame Beziehung die besten Chancen, um dauerhaft zusammenzuleben.\u00bb<\/p>\n<p>Was aber, wenn die Beziehung irgendwann an den eigenen Massst\u00e4ben zu scheitern droht?<\/p>\n<figure id=\"attachment_55730\" aria-describedby=\"caption-attachment-55730\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-55730\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 700 929'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"929\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt.jpg 700w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-226x300.jpg 226w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-425x564.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-561x745.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-364x483.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-608x807.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-36x48.jpg 36w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-72x96.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-313x415.jpg 313w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Monogamie-Anja-Bartelt-400x531.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-55730\" class=\"wp-caption-text\">Illustration: Anja Bartelt<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Was lauert ausserhalb der Komfortzone?<\/strong><br \/>\n\u00abWir waren circa drei Jahre zusammen, als Finn im Alkoholrausch auf einer Party mit einem anderen Mann rummachte. Mir zerbrach es das Herz, denn ich erwischte die beiden. Zwei Jahre zuvor war schon einmal etwas \u00c4hnliches passiert. Damals gab es einen riesigen Streit, der viel Misstrauen nach sich zog. Gerade als die Wunden wieder verheilt schienen, geschah es also erneut. Aber genau da schob ich die Eifersucht f\u00fcr einen Moment zur Seite, schnappte mir Finn und wir packten unsere Herzen auf den Tisch. Die halbe Nacht lang sprachen wir \u00fcber Sex, was er uns bedeutet, und waren uns irgendwann einig. Nachdem wir dann Monate sp\u00e4ter einen Dreier ausprobierten und anschliessend H\u00e4ndchen haltend nach Hause gingen, merkte ich, dass es sich wie immer anf\u00fchlt. Sogar etwas leichter.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>Wer das Animalische in sich verleugnet, verleugnet sich als Mensch.<\/p><\/blockquote>\n<p>Felix ist seit \u00fcber f\u00fcnf Jahren an Finns Seite. Im August 2018 heiratete das Paar. Bedacht reflektiert der 37-J\u00e4hrige, der in seiner Freizeit neben Hund und Sport vor allem das humorvolle Vertonen verstaubter Schulliteratur im Kopf hat, die \u00d6ffnung seiner Beziehung.<\/p>\n<p>\u00abIch hatte zuvor rein monogame Beziehungen. Etwas anderes h\u00e4tte ich mir nicht vorstellen k\u00f6nnen. Doch insgeheim merkte ich, dass ich mich nach anderen M\u00e4nnern umsah und auch an sie dachte. Ich habe mal aufgefangen, dass derjenige, der das Animalische in sich verleugnet, sich als Mensch verleugnet. Genau darin sehe ich die Schwierigkeiten einer monogamen Beziehung. \u00dcber aufkommende Gef\u00fchle mit dem Partner zu sprechen, findet oft nicht statt, weil man Angst hat, auf emp\u00f6rte Ablehnung zu stossen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Hin- und hergerissen zwischen Intellekt und Genetik<\/strong><br \/>\n\u00c4hnliche Gef\u00fchle und Bedenken begegnen auch Ferdinand Krieg in seinen Beratungen. \u00abEs taucht h\u00e4u\ufb01g die Frage auf, wie viel Exklusivit\u00e4t in einer Paarbeziehung \u00fcberhaupt sinnvoll ist und ab wann sie individuelle Freiheitsbed\u00fcrfnisse zu sehr einschr\u00e4nkt. Auf der anderen Seite gibt es aber eben auch die Sorge, den oder die Partner*in im Dschungel sexueller Angebote und Begegnungen zu verlieren\u00bb, sagt er. Diese Verunsicherung k\u00f6nne zu einer Beeintr\u00e4chtigung des Sicherheitsgef\u00fchls in der Paarbeziehung f\u00fchren. \u00abF\u00fcr beide genannten Problembereiche kann gelten, dass es eine gewisse Kon\ufb02ikttoleranz bei der Ausgestaltung einer Paarbeziehung braucht. Dabei etwas von der Leichtigkeit des Anfangs lebendig zu halten, wiederzubeleben oder etwas Vergleichbares neu zu schaffen, ist wichtig.\u00bb Ausserdem solle man Bed\u00fcrfnisse und Bef\u00fcrchtungen bei der Beziehungsgestaltung verbalisieren, anstatt sie zu exkommunizieren. \u00abMan bleibt ein \u2039Ich\u203a, trotz des \u2039Wir\u203a.\u00bb<\/p>\n<p>Die Frage, ob wir Knecht unserer Biologie oder \u00fcber diese erhaben sind, dominiert unser Erleben an vielen Stellen. Zumal nicht abschliessend gekl\u00e4rt werden kann, ob der Mensch eine von Grund auf eher mono- oder polygame Spezies ist. Streunender Tiger oder der Zweisamkeit fr\u00f6nender Otter? \u00dcber alle Arten hinweg, vom intelligenten Primaten bis hin zum niederen S\u00e4ugetier, lassen sich vielf\u00e4ltigste Beziehungs- und Fortpflanzungskonzepte ausmachen. Das Bild des Genmaterial streuenden Alpham\u00e4nnchens greift als Erkl\u00e4rung nicht weit genug, k\u00f6nnen doch auch F\u00fcrsorge und Zusammenschluss das Fortbestehen der Nachkommen sichern.<\/p>\n<p><strong>Ein Blick ins Labor<\/strong><br \/>\nWas sagen aktuelle Forschungen? Der Wunsch, ein Gegen\u00fcber zu finden, das monogam ist, scheint besonders bei j\u00fcngeren Homosexuellen stark ausgepr\u00e4gt. In einer Befragung, die das amerikanische Forscherpaar Lanz Lowen und Blake Spears an einer repr\u00e4sentativen Stichprobe durchf\u00fchrte, \u00e4usserten 90\u2009% der 18- bis 39-J\u00e4hrigen, dass sie monogame Beziehungen gegen\u00fcber offenen bevorzugen w\u00fcrden. Weitere Untersuchungen deuten an, dass die Fremdgehquote bei monogamen homosexuellen Verbindungen mit 26\u2009% trotzdem ein Viertel all dieser Vereinigungen betrifft. Der Diplompsychologe Roland Kirchhof fasst in seiner Studie \u00abBeziehungsverhalten schwuler M\u00e4nner bez\u00fcglich Monogamie\u00bb die Aussagen von rund 300 Teilnehmern wie folgt zusammen. Es seien vorrangig Partnerschaftsdauer und die erwarteten Konsequenzen eines Seitensprungs, die dessen Wahrscheinlichkeit beeinflussen. Zwar unterscheide sich die erw\u00e4hnte Fremdgehquote von 26% kaum von der bei heterosexuellen Geschlechtsgenossen, nur gebe es eben unter schwulen Paaren insgesamt eine deutlich h\u00f6here Akzeptanz, was alternative Beziehungskonzepte betrifft.<\/p>\n<p>\u00abDas k\u00f6nnte auch daran liegen, dass sich homosexuelle Beziehungen historisch gesehen gegen die herrschende heteronormative Mehrheitsgesellschaft mit ihren klassischen Vorgaben behaupten und durchsetzen mussten. Homosexuelle Beziehungen galten als Normverstoss, Regel\u00fcbertretung, s\u00fcndhaft, verwer\ufb02ich, waren ge\u00e4chtet, verp\u00f6nt und einer Strafverfolgung ausgesetzt\u00bb, merkt Ferdinand Krieg in diesem Zusammenhang an. \u00abDeshalb mussten sie zumeist im Verborgenen gelebt werden. Der offene Zugang zu klassischen Beziehungsmodellen war gesellschaftlich verwehrt. Hieraus hat sich m\u00f6glicherweise, zum Teil der Not gehorchend, teilweise aus Experimentierfreudigkeit oder aus einer Protesthaltung, eine gr\u00f6ssere Variationsbreite an Beziehungsformen herausgebildet.\u00bb<\/p>\n<p>Aber egal, um welches Beziehungsmodell es sich auch handelt, die Wahrung vorher ausgeloteter Grenzen und Regeln scheint essenziell. Oder etwa nicht?<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"AX2vBBondv\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2017\/04\/02\/eine-offene-beziehung-fuehren-wie-funktioniert-das\/\">Offene Beziehung \u2013 mehr Abwechslung, mehr Spannung, mehr Risiko<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Offene Beziehung \u2013 mehr Abwechslung, mehr Spannung, mehr Risiko&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2017\/04\/02\/eine-offene-beziehung-fuehren-wie-funktioniert-das\/embed\/#?secret=AX2vBBondv\" data-secret=\"AX2vBBondv\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Ende gut, alles gut?<\/strong><br \/>\n\u00abIn meiner vorherigen Beziehung hat mein Freund auf eine offene Beziehung bestanden. Wir hatten uns auf die \u00ab\u2039Don\u2019t ask, don\u2019t tell\u203a-Variante verst\u00e4ndigt. Wer Sex hat, erz\u00e4hlt es dem anderen nur, wenn explizit danach gefragt wird. Letztendlich glaube ich, dass dieser Ansatz unserer Beziehung geschadet hat. Deswegen wollte ich mit meinem neuen Partner eine monogame Beziehung\u00bb, gibt Sebastian an. Auf die Frage, ob es in seiner aktuellen, seit zehn Jahren w\u00e4hrenden Partnerschaft trotzdem auch andere Phasen gab, antwortet der 43-J\u00e4hrige: \u00abEs gibt Umst\u00e4nde, da kann aus Knutschen auch mehr werden. Mir ist es einmal passiert. Mein Freund weiss nichts davon. Jeder Mensch hat sexuelle Pr\u00e4ferenzen und Vorlieben. In einer Beziehung muss sich das nicht notwendigerweise erg\u00e4nzen. Beide Seiten trotzdem zufriedenzustellen, ist schwierig. Reden w\u00e4re ein Anfang. Es sollte ein Kompromiss gefunden werden, mit dem beide wirklich gl\u00fccklich sind, sonst hat auch Monogamie auf l\u00e4ngere Sicht keine wirkliche Chance.\u00bb<\/p>\n<p>Felix pflichtet dem bei: \u00abAuch bei uns gibt es, trotz offener Beziehung, grunds\u00e4tzlich mehr monogame Phasen. Alles andere wird meist zusammen gemacht oder vorher transparent kommuniziert. Nur so funktioniert es.\u00bb<\/p>\n<p>Ob offen, geschlossen oder phasenweise monogam\u202f\u2013 wie so oft scheint Kommunikation der Schl\u00fcssel zum Erfolg zu sein. Am Ende w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, Herr \u00fcber das pers\u00f6nliche Gef\u00fchls- und Triebchaos zu werden. Wer dabei der eigenen und der psychischen Gesundheit seines Partners einen Gefallen tun will, sollte versuchen, ehrlich zu sein. Es ist viel weniger in Stein gemeisselt, als uns all die Klischees, Normen und Werte weismachen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Treue Schwule gibt es angeblich nicht. Wir haben trotzdem welche gefunden. Welche Vorteile birgt das Beziehungsmodell Monogamie und wo tun sich Stolperfallen auf? <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/genuegen-zwei-zum-gluecklichsein\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":55674,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4397,4371],"tags":[5493,5486],"wps_subtitle":"Monogame Beziehungen \u2013 eine Illusion? Wir haben bei Paaren nachgefragt","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55670"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55670"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55670\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55670"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55670"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55670"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}