{"id":36490,"date":"2016-04-22T11:25:49","date_gmt":"2016-04-22T09:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/2016\/04\/22\/zuerich-und-frauenfeld-sehen-pink\/"},"modified":"2016-04-22T11:25:49","modified_gmt":"2016-04-22T09:25:49","slug":"zuerich-und-frauenfeld-sehen-pink","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/zuerich-und-frauenfeld-sehen-pink\/","title":{"rendered":"Z\u00fcrich und Frauenfeld sehen pink"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von Gamer-Kultur \u00fcber Shakespeare zu Islam und Hassverbrechen: Das 19. Pink-Apple- Filmfestival wartet mit einer breiten Palette von relevanten Themen auf. Wir verlosen 3 x 2 Tickets <a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/2016\/04\/pink-apple-verlosung\/\">hier<\/a>.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Schwule und lesbische Charaktere gibt es in TV-Serien zuhauf. Doch wie steht es um queere Figuren in der Welt der Videogames? Diese Frage stellen sich die Veranstalter vom Pink Apple Filmfestival, das dieses Jahr vom 27. April bis 5. Mai in Z\u00fcrich und vom 6. bis 8. Mai in Frauenfeld stattfindet. Auf der Suche nach Antworten machen sie gemeinsame Sache mit dem Bachelorlehrgang \u00abGame Design\u00bb der Z\u00fcrcher Hochschule der K\u00fcnste; die Erkenntnisse werden in einer Ausstellung im Rahmen des Festivals pr\u00e4sentiert. Filmisch wird das Thema vom Dokumentar\u00adfilm \u00abGaming in Color\u00bb umrahmt, der 2013 via Kickstarter finanziert und 2014 von einer Gaming-Convention als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Interessierte k\u00f6nnen zudem einen Vortrag und einen Talk mit Schweizer Gamedesignern besuchen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11203\" aria-describedby=\"caption-attachment-11203\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/gaming.in-color-film-mannschaft-magazin.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-11203\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 600 415'%2F%3E\" data-src=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/gaming.in-color-film-mannschaft-magazin.jpg\" alt=\"Die Doku \u00abGaming in Color\u00bb \u00fcber LGBT-Gamer: \u00abGamen war etwas, das ich zuhause tun konnte, weit weg von Menschen, die sich \u00fcber mich h\u00e4tten lustig machen k\u00f6nnen.\u00bb\" width=\"600\" height=\"415\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11203\" class=\"wp-caption-text\">Die Doku \u00abGaming in Color\u00bb \u00fcber LGBT-Gamer: \u00abGamen war etwas, das ich zuhause tun konnte, weit weg von Menschen, die sich \u00fcber mich h\u00e4tten lustig machen k\u00f6nnen.\u00bb<\/figcaption><\/figure>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/BGmnWC1yCvQ\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Privataufnahmen aus dem mittleren 20. Jahrhundert<\/strong><br \/>\nFast das ganze 20. Jahrhundert war eine Zeit, in der LGBT-Menschen nicht sichtbar waren. Der neue Dokumentarfilm \u00abReel In The Closet\u00bb wirft nun ein Licht auf ihr Privatleben, indem er Ausschnitte von ihren Privataufnahmen, sogenannten \u00abHome Movies\u00bb, zeigt. Einerseits erstaunt die Freiz\u00fcgigkeit, mit der gleich\u00adgeschlechtliche Paare in den Vierziger- und F\u00fcnfzigerjahren ihre Liebe ausleben konnten. Andererseits verdeutlichen Aufnahmen von Demonstrationen und einer \u00abLavender Marriage\u00bb \u2013 einer Scheinehe zwischen einem Schwulen und einer Lesbe \u2013\u00a0 den harten gesellschaftlichen Kampf, den Homosexuelle vor unserer Zeit zu bew\u00e4ltigen hatten.<br \/>\nDoch nicht nur in den USA, auch hier in der Schweiz sind \u00abHome Movies\u00bb in Kellern und Estrichen einem ungewissen Schicksal ausgeliefert. LGBT-Organisationen, darunter auch das Schwulenarchiv, haben es sich zum Ziel gesetzt, private Nachl\u00e4sse zu Dokumentationszwecken zu sammeln und diese f\u00fcr die Nachwelt zu erhalten. Nebst der Visionierung von \u00abReel In The Closet\u00bb ist ein Podium mit Archivexperten geplant.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hVV_ZUSO9Cc\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Zum Jubil\u00e4umsjahr: Queer Shakespeare<\/strong><br \/>\nM\u00e4nner in Frauenkleidern, zweideutige Wortspiele und Liebeserkl\u00e4rungen an Menschen desselben Geschlechts: Vereinzelte Passagen und Auff\u00fchrungen von Shakes\u00adpeares Werken muten aus heutiger Sicht besonders queer an. Aus Anlass seines 400. Todestags zeigt Pink Apple diverses LGBT-Filmschaffen, das sich vom englischen Dramatiker inspirieren liess. Darunter etwa der franz\u00f6sische Kurzfilm \u00abLe Baiser\u00bb, in dem Thomas f\u00fcr die Rolle der Julia einspringt und Romeo k\u00fcssen muss. Oder etwa der kanadische Spielfilm \u00abLost and Delirious\u00bb, der die Geschichte der jungen Mary erz\u00e4hlt, die in ein M\u00e4dcheninternat geschickt wird und sich dort in eine Klassen\u00adkameradin verliebt. Die schweizst\u00e4mmige Regisseurin L\u00e9a Pool ist dieses Jahr \u00fcbrigens Preistr\u00e4gerin des Pink-Apple-Awards. Sie wird am Festival ihre Auszeichnung entgegegnehmen und im Rahmen eines Film\u00adpodiums eine Retrospektive ihrer Werke zeigen.<\/p>\n<p><strong>Arabischer Raum und Hassverbrechen als weitere Themen\u00adschwerpunkte<\/strong><br \/>\nHomosexualit\u00e4t und Islam sind nach wie vor Begriffe, die nur schwer miteinander vereinbar sind. Dennoch schliessen sie sich keineswegs aus, obwohl die Homo\u00adsexualit\u00e4t im arabischen Raum bis heute um ihren Platz k\u00e4mpft. Im Rahmen des Themenschwerpunkts \u00abQueer Arab Cinema\u00bb beleuchtet Pink Apple arabische Kulturschaffende, die ihre Liebe zum Thema machen. Indem sie ihre \u00c4ngste und Sehns\u00fcchte auf die Leinwand bringen, geben sie uns einen wertvollen Einblick in die arabische Kultur und ihren Umgang mit Homosexualit\u00e4t.<br \/>\nEinen weiteren Themenschwerpunkt setzen die Veranstalter auf Hassverbrechen. Anlass dazu geben unter anderem Vorf\u00e4lle im Mittleren Osten und Osteuropa sowie der gewaltsame \u00dcberfall in der Z\u00fcrcher Bar \u00abLes Gar\u00e7ons\u00bb vor einigen Monaten. In Zusammen\u00adarbeit mit Queer Amnesty zeigt Pink Apple verschiedene Filme zum Thema.<br \/>\nNebst den verschiedenen Themenschwerpunkten zeigt Pink Apple wie gewohnt LGBT-Filmschaffen aus aller Welt. Darunter auch den peruanischen Spielfilm \u00abSebastian\u00bb von Carlos Ciurlizza. Dieser spielt auch gleich Sebastian, der die Intoleranz Perus hinter sich gelassen und in Los Angeles ein neues Leben begonnen hat. Als seine Mutter einen Schlaganfall erleidet und dazu noch von seiner ehemaligen Freundin gepflegt wird, sieht sich Sebastian gezwungen, in seine Heimat zu reisen und sich eine Weile um sie zu k\u00fcmmern. Dass ihr einziges Kind schwul ist, konnte seine Mutter nie akzeptieren. Wie reagiert sie, wenn pl\u00f6tzlich noch sein Ehemann vor der T\u00fcre steht? Am Outfest 2015 in Los Angeles wurde \u00abSebastian\u00bb mit dem Jurypreis f\u00fcr das beste Drehbuch ausgezeichnet<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Gamer-Kultur \u00fcber Shakespeare zu Islam und Hassverbrechen: Das 19. Pink-Apple- Filmfestival wartet mit einer breiten Palette von relevanten Themen auf. Wir verlosen 3 x 2 Tickets hier. Schwule und lesbische Charaktere gibt es in TV-Serien zuhauf. 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