{"id":36361,"date":"2016-05-09T12:15:48","date_gmt":"2016-05-09T10:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/2016\/05\/09\/coming-out-macht-weisse-maenner-gluecklicher-nicht-aber-latinos\/"},"modified":"2021-05-07T16:25:19","modified_gmt":"2021-05-07T14:25:19","slug":"coming-out-macht-weisse-maenner-gluecklicher-nicht-aber-latinos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/coming-out-macht-weisse-maenner-gluecklicher-nicht-aber-latinos\/","title":{"rendered":"Coming-out macht weisse M\u00e4nner gl\u00fccklicher, nicht aber Latinos"},"content":{"rendered":"<h3>\u00abMama, Papa: Ich bin schwul.\u00bb Ein verbales Coming-out macht kaukasische M\u00e4nner statistisch gesehen gl\u00fccklicher. Das ist nicht unbedingt der Fall bei Latinos.<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.medicaldaily.com\/why-coming-out-good-your-health-247243\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien haben bewiesen,<\/a> dass ein Coming-out die Voraussetzung f\u00fcr ein gesundes, gl\u00fcckliches Leben sein kann. Schwule und Lesben, die sich in ihrem engen Umfeld geoutet haben, sind weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Depressionen und Stress und verf\u00fcgen \u00fcber ein ges\u00fcnderes Selbstvertrauen als Menschen, die ihre Sexualit\u00e4t im Verborgenen ausleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nun hat <a href=\"http:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/15298868.2016.1156568\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine neue Studie<\/a> die Auswirkungen eines Coming-outs in Verbindung mit ethnischer Abstammung untersucht. Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Universit\u00e4t Kansas befragte Adrian Villicana weisse und lateinamerikanische M\u00e4nner. Dabei ist er zum Schluss gekommen, dass M\u00e4nner lateinamerikanischer Abstammung nach einem Coming-out nicht unbedingt gl\u00fccklicher sind, weisse M\u00e4nner hingegen schon.<\/p>\n<p>Latinos ziehen ein nonverbales Coming-out vor. Das heisst: Sie bringen ihren Partner an einen Familienanlass, ohne dabei die Familie \u00fcber die romantische Beziehung aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die schwule Identit\u00e4t sowie das Coming-out als verbales Statement seien ein Konstrukt der westlichen Kultur, sagte Villicana gegen\u00fcber der Plattform \u00abMedical Daily\u00bb.<\/p>\n<p>\u00abEs ist gut, dass man diese Identit\u00e4t und deren Entwicklung zu verstehen versucht. Aber dieses Verst\u00e4ndnis kann uns bei der Erforschung der Homosexualit\u00e4t bei anderen Bev\u00f6lkerungsgruppen einschr\u00e4nken\u00bb, so Villicana. Eine Mehrheit der Studien, die sich mit Homosexualit\u00e4t befassen, sei mit weissen M\u00e4nnern durchgef\u00fchrt worden. \u00abEs ist verwirrend und m\u00f6glicherweise irref\u00fchrend, wenn man Studienergebnisse einer Gruppe bei einer anderen anwendet.\u00bb<\/p>\n<p>Ein grosser Unterschied zwischen weissen und lateinamerikanischen M\u00e4nnern sei die Rolle der Sexualit\u00e4t und inwiefern diese ihre Identit\u00e4t beeinflusse. F\u00fcr weisse M\u00e4nner sei Sexualit\u00e4t sehr wichtig und das verbale Coming-out wird als n\u00f6tiger Schritt angesehen, um sich und seiner Identit\u00e4t treu zu sein. Villicana vermutet, dass die individuelle Identit\u00e4t von lateinamerikanischen M\u00e4nnern hingegen nicht durch ihre Sexualit\u00e4t, sondern durch ihre Ethnie beeinflusst wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abMama, Papa: Ich bin schwul.\u00bb Ein verbales Coming-out macht kaukasische M\u00e4nner statistisch gesehen gl\u00fccklicher. 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