{"id":36341,"date":"2016-06-06T14:24:08","date_gmt":"2016-06-06T12:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/2016\/06\/06\/schandfleck-deutscher-geschichte\/"},"modified":"2018-09-24T11:22:33","modified_gmt":"2018-09-24T09:22:33","slug":"schandfleck-deutscher-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/schandfleck-deutscher-geschichte\/","title":{"rendered":"\u00abSchandfleck deutscher Geschichte\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schwule M\u00e4nner wurden im Nationalsozialismus verfolgt, in den Selbstmord getrieben, in Lager verschleppt und umgebracht. Der Dortmunder Historiker Frank Ahland hat nun die damalige Situation schwuler M\u00e4nner im Ruhrgebiet, Deutschlands gr\u00f6sstem Ballungsraum, analysiert \u2013 mit erschreckenden Erkenntnissen.<\/strong><br \/>\n<em><br \/>\nInterview: Stephan L\u00fccke<br \/>\nBilder: Frank Ahland, International Tracing Service (ITS) Arolsen, Stadtarchiv Dortmund<\/em><\/p>\n<p><strong>Frank, in Berlin gab es bis zur Macht\u00adergreifung Hitlers eine florierende schwullesbische Szene. Wie war das im Ruhrgebiet?<\/strong><br \/>\nEs gab eine Szene, aber sie war sicherlich wesentlich kleiner und weniger offen als in Berlin. Es existierten mehrere Lokale in Dortmund und Essen, in denen sich schwule M\u00e4nner und lesbische Frauen trafen. Zudem existierten sogenannte Klubs, deren Mitglieder sich in b\u00fcrgerlichen Restaurants trafen. Die Wirtschaft \u00abGermania\u00bb war in den Zwanzigerjahren beispielsweise Treffpunkt des \u00abKlubs Harmonie\u00bb. Die Termine wurden in Szenezeitschriften bekannt gegeben. Eintritt hatten nur \u00abeinwandfrei Invertierte\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das?<\/strong><br \/>\nDer Begriff bedeutet, dass nur Schwule und Lesben erw\u00fcnscht waren, aber keine Stricher \u2013 vielleicht auch keine sogenannten Tunten, aber das ist unsicher. Tunten waren in der Szene, die sich im b\u00fcrgerlichen Milieu abspielte, nicht gerne gesehen, weil man nicht auffallen und mit dem Gesetz in Konflikt geraten wollte. Zudem f\u00fcrchteten viele schwule M\u00e4nner, von Strichern erpresst und wom\u00f6glich verraten zu werden. Viele sorgten sich um ihre b\u00fcrgerliche Existenz. Denn es gab seit 1872 den Paragrafen 175, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte. Zur Weimarer Zeit ging die Polizei diesen Vergehen aber kaum nach.<\/p>\n<p><strong>Was sich vermutlich mit der Machtergreifung Hitlers \u00e4nderte?<\/strong><br \/>\nJa, nachdem die Zwanzigerjahre im Ruhr\u00adgebiet \u2013 \u00e4hnlich wie in Berlin \u2013 ausgesprochen liberal gewesen waren, \u00e4nderte sich dies schlagartig ab 1933. Schwullesbische Lokale und Klubs mussten schliessen, Homo\u00adsexuelle wurden vor allem ab 1937 systematisch verfolgt. Dies zeigen Einzelbiografien schwuler M\u00e4nner des Ruhrgebiets, die wir anhand von Polizeiakten rekonstruieren konnten. Eine davon ist die von Alex Damm, dem als erstem schwulem Mann ein Stolperstein in Dortmund gewidmet wurde. Stolpersteine sind im Boden verlegte kleine Gedenktafeln, die an das Schicksal von NS-Opfern erinnern sollen.<\/p>\n<p>[pullquote align=&#8220;full&#8220; cite=&#8220;&#8220; link=&#8220;&#8220; color=&#8220;#00a28e&#8220; class=&#8220;&#8220; size=&#8220;&#8220;]\u00abZur Weimarer Zeit ging die Polizei dem Vergehen der homosexuellen Handlungen kaum nach.\u00bb[\/pullquote]<\/p>\n<p><strong>Was f\u00fcr ein Mann war Alex Damm?<\/strong><br \/>\nEr war vor allem ein sehr mutiger Mann. Im August 1936 erhielt er Post von der Kriminalpolizei Dortmund, vermutlich, um dort zum Verh\u00f6r zu erscheinen. Kurz zuvor war der Paragraf 175 von den Nazis erheblich versch\u00e4rft worden; fortan reichte schon ein Kuss oder \u00abbegehrlicher Blick\u00bb, um verhaftet zu werden. Weil der homosexuelle Mann wohl ahnte, was geschehen wird, nahm er sich das Leben. Er st\u00fcrzte sich in die Ruhr und ertrank. Wie genau er das tat, ist nicht bekannt, aber man weiss, dass er in Essen-\u00adSteele aus der Ruhr gezogen wurde. Alex Damm hat einen sehr bewegenden Abschiedsbrief hinterlassen. In ihm schrieb er: \u00abWenn Sie diesen Brief in H\u00e4nden halten, so bin ich nicht mehr unter den Lebenden. Denn ausgerechnet der Nationalsozialismus soll mir kein Urteil \u00fcber meine Veranlagung sprechen.\u00bb Am Ende heisst es dann: \u00abIch will mich nicht vor einem irdischen Richter verantworten, sondern vor meinem Gott, der mich erschaffen hat, wie ich bin.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Ber\u00fchrend und zugleich sehr geradlinig\u00a0\u2026<\/strong><br \/>\nJa, f\u00fcr einen 55-j\u00e4hrigen Mann der damaligen Zeit ist das in der Tat sehr selbstbewusst. Er schreibt zwar nicht explizit, dass er schwul ist, dr\u00fcckt aber doch eindeutig eine sexuelle Identit\u00e4t aus, die wir heute als schwul bezeichnen w\u00fcrden. Louis Schild ist ein weiterer Mann, der sehr selbstbewusst mit seiner Homosexualit\u00e4t umging, allerdings auf eine ganz andere Art und Weise.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern?<\/strong><br \/>\nLouis Schild, ebenfalls Mitte 50, war mit etwa 1,55 Meter ein kleiner Mann und sah f\u00fcr sein Alter schon recht verbraucht aus; vermutlich hatte er schon als Kind eine schwere Erkrankung gehabt, und war von dieser gezeichnet. Louis Schild, der \u00fcbrigens aus einer angesehenen j\u00fcdischen Familie stammte und in Essen als Vertreter f\u00fcr Textilprodukte arbeitete, hatte ein ausgepr\u00e4gtes Faible f\u00fcr j\u00fcngere M\u00e4nner. In einem Automatenrestaurant in der Essener Innenstadt suchte Louis Schild Kontakt zu ihnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11778\" aria-describedby=\"caption-attachment-11778\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Zum-Kyffhaeuser.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-11778\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 800 525'%2F%3E\" data-src=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Zum-Kyffhaeuser.jpg\" alt=\"Die Dortmunder Wirtschaft \u00abKyffh\u00e4user\u00bb hiess in den Zwanzigerjahren \u00abGermania\u00bb und war einer der Treffpunkte des \u00abKlubs Harmonie\u00bb.\" width=\"800\" height=\"525\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11778\" class=\"wp-caption-text\">Die Dortmunder Wirtschaft \u00abKyffh\u00e4user\u00bb hiess in den Zwanzigerjahren \u00abGermania\u00bb und war einer der Treffpunkte des \u00abKlubs Harmonie\u00bb.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Entschuldige bitte die Zwischenfrage, aber was ist ein Automatenrestaurant?<\/strong><br \/>\nAutomatenrestaurants waren damals etwas sehr modernes. Im Kaiserreich entstanden die ersten und in den Dreissigerjahren gab es im Ruhrgebiet mehrere davon, in der Dortmunder Br\u00fcckstrasse existierte beispielsweise auch eines. Man bekam das Essen aus Klappen und bezahlte \u2013 je nach Restaurant \u2013 entweder per M\u00fcnzeinwurf oder man legte das Geld auf das Tablett und ging zur Kasse. Automatenrestaurants waren, eben weil sie so modern waren, auch Treffpunkte der Jugend. Louis Schild ging \u00f6fters in diese L\u00e4den, wahrscheinlich auch, um junge M\u00e4nner kennenzulernen. Diese sprach er recht offensiv an &#8211; heute w\u00fcrde man wohl eher von \u00abdreist\u00bb sprechen. In einem Polizeibericht hiess es etwa, dass er junge M\u00e4nner \u00abt\u00e4tschelte\u00bb und \u00abliebkoste\u00bb. Daraufhin bekam er im Automatenrestaurant Hausverbot und begab sich, anstatt es einfach dabei beruhen zu lassen, zur Polizei und beschwerte sich dar\u00fcber. Die Polizei, die zu dieser Zeit schon v\u00f6llig Nazi-durchseucht war, scherte sich nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt nicht um das Hausverbot, sondern wurde hellh\u00f6rig. Sie begann, gegen Louis Schild zu ermitteln, konnte jedoch nichts finden, um ihn zu verurteilen.<\/p>\n<p><strong>H\u00e4tte er nicht nach Paragraf 175 verurteilt werden k\u00f6nnen?<\/strong><br \/>\nNein, zu diesem Zeitpunkt, im Februar 1935, galt noch der alte Paragraf 175. Versch\u00e4rft wurde dieser erst ein paar Monate sp\u00e4ter. Zu diesem Zeitpunkt h\u00e4tte man Louis Schild Analverkehr mit einem Mann nachweisen m\u00fcssen, um ihn belangen zu k\u00f6nnen. Alles andere war bis dahin noch straffrei. Das \u00e4nderte sich im September 1935, als das Gesetz &#8211; wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; versch\u00e4rft wurde. Bis Kriegsende wurden \u00fcbrigens mehr als 100000 M\u00e4nner polizeilich erfasst, viele landeten in Konzentrationslagern und wurden dort ermordet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11779\" aria-describedby=\"caption-attachment-11779\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/alex-damm-louis-schild.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-11779\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 700 400'%2F%3E\" data-src=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/alex-damm-louis-schild.jpg\" alt=\"An das Schicksal der von Nazis verfolgten schwulen M\u00e4nner Alex Damm und Louis Schild wurden sogenannte Stolpersteine gewidmet.\" width=\"700\" height=\"400\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11779\" class=\"wp-caption-text\">An das Schicksal der von Nazis verfolgten schwulen M\u00e4nner Alex Damm und Louis Schild wurden sogenannte Stolpersteine gewidmet.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Wie ging es mit Louis Schild weiter?<\/strong><br \/>\nDie Polizei hatte nichts gegen ihn in der Hand und stellte das Verfahren ein. Kurze Zeit sp\u00e4ter aber, Ende August 1935, wenige Tage bevor die Gesetzesversch\u00e4rfung in Kraft trat, denunzierte ein Nachbar Louis Schild \u2013 er lebte in einer gr\u00f6sseren Wohnung, deren einzeln abgeteilten Zimmer von alleinstehenden Herren bewohnt wurden. Aufgrund der d\u00fcnnen W\u00e4nde und des gemeinsamen Flurs gab es hier eine starke soziale Kontrolle. Welchen Besuch der Nachbar bei Louis Schild genau beobachtet hatte, ist nicht bekannt, jedenfalls begann die Polizei wieder, gegen ihn zu ermitteln. Wieder konnte sie nichts finden und wieder stellte sie die Ermittlungen aufgrund fehlender Beweise ein. Doch die Essener Gestapo, die anders als die Polizei nicht an rechtstaatliche Normen gebunden war, nahm Louis Schild sofort in Schutzhaft \u2013 was das Gegenteil von dem bedeutet, was das Wort eigentlich aussagt &#8211; und versuchte, ihn ins KZ einzuweisen. Erstaunlicherweise konnte er noch Einspruch einlegen, was aus seiner Gestapo-Akte hervorgeht. Auch sein Bruder, der Arzt war, unternahm offenbar mehrere Versuche, Louis Schild da herauszuholen. Doch die Gestapo war in diesem Fall wahrscheinlich besonders erbarmungslos, weil Louis Schild aus Sicht der Nazis in gleich zweierlei Hinsicht nicht Teil der Volksgemeinschaft war \u2013 als Jude und als schwuler Mann.<\/p>\n<p><strong>Also brachten sie ihn in ein KZ?<\/strong><br \/>\nGenau, es n\u00fctzte alles nichts, und sie verschleppten Louis Schild ins KZ Esterwegen im Emsland, das zeitweise nach Dachau das gr\u00f6sste Konzentrationslager in Deutschland war. Dort ist er nach einem Monat ums Leben gekommen.<\/p>\n<p><strong>Auf welche Weise?<\/strong><br \/>\nDie H\u00e4ftlinge von Esterwegen wurden ins Moor herausgetrieben, um dort Zwangsarbeit zu verrichten. Sie mussten Torf stechen. F\u00fcr einen kleinen und gesundheitlich ohnehin angeschlagenen Mann wie Louis Schild war das eine unheimlich schwere Arbeit, weil der Torf nass und dadurch sehr schwer war. Um ins Moor zu gelangen, mussten die H\u00e4ftlinge Wasserl\u00e4ufe \u00fcberwinden, die der Entw\u00e4sserung dienten. \u00dcber diese f\u00fchrten schmale Balken; um nicht ins Wasser zu fallen, st\u00fctzten sich die H\u00e4ftlinge untereinander. Louis Schild wurde dies aber verweigert, und er fiel ins Wasser. Er versuchte, herauszukommen, wurde jedoch von einem SS-Mann, Gustav Sorge mit Namen, immer wieder hineingestossen. Das ging eine Zeit lang so weiter, bis er dann doch raus durfte. Es wurde ihm jedoch nicht erlaubt, seine Kleidung zu wechseln oder sich am Feuer zu w\u00e4rmen, an dem die SS-M\u00e4nner sassen. Es war Mitte November, also nicht nur nass, sondern auch kalt. Kurze Zeit sp\u00e4ter traten Verwirrtheitszust\u00e4nde auf, wom\u00f6glich mit Fieber, und am n\u00e4chsten Morgen war er tot.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11777\" aria-describedby=\"caption-attachment-11777\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Otto-Meinecke-Strasse.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-11777\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 933 622'%2F%3E\" data-src=\"http:\/\/www.mannschaft.com\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Otto-Meinecke-Strasse.jpg\" alt=\"Die Otto-Meinecke-Strasse in Dortmund ist die erste in Deutschland, die nach einem allein wegen seiner Homosexualit\u00e4t verfolgten Mann benannt wurde.\" width=\"933\" height=\"622\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-11777\" class=\"wp-caption-text\">Die Otto-Meinecke-Strasse in Dortmund ist die erste in Deutschland, die nach einem allein wegen seiner Homosexualit\u00e4t verfolgten Mann benannt wurde.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Wurde Gustav Sorge nach Kriegsende der Prozess gemacht?<\/strong><br \/>\nJa, Gustav Sorge wurde Ende der F\u00fcnfzigerjahre in Bonn zu lebenslanger Zuchthausstrafe verurteilt. Anders als andere Kriegsverbrecher, denen der Prozess gemacht wurde, machte Gustav Sorge detaillierte Angaben, wie es zur T\u00f6tung einzelner KZ-H\u00e4ftlinge gekommen war. Deswegen wissen wir heute auch so genau, was mit Louis Schild passiert ist. Interessanterweise sah das Gericht in Louis Schild nicht einen Homosexuellen, sondern einen Juden. Ich vermute, dass man Gustav Sorge als tausendfachen Massenm\u00f6rder verurteilen wollte und deswegen verschwieg, dass eines der Opfer schwul war. Sonst w\u00e4re es vermutlich nicht zu einer Verurteilung gekommen. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen: 1959 befand sich die Schwulenverfolgung nach Paragraf 175 in der Bundesrepublik auf ihrem H\u00f6hepunkt. Das ist ein weiterer Schandfleck deutscher Geschichte, der bei der Aufarbeitung des Nazi-\u00adTerrors einfach vergessen wurde und dringend einer gr\u00fcndlichen Untersuchung bedarf. Stoff genug f\u00fcr ein neues Forschungsprojekt.<\/p>\n<div class=\"verticalLine\"><strong>Frank Ahland,<\/strong> 50, ist promovierter Historiker in Dortmund. Er studierte Geschichte und Soziologie an der Ruhr-\u00adUniversit\u00e4t Bochum und hat sich unter anderem auf Lokal- und Regional\u00adgeschichte spezialisiert. Im Sp\u00e4tsommer erscheint der Band mit den Beitr\u00e4gen einer von ihm organisierten Tagung zur schwullesbischen Geschichte des Ruhrgebiets im 20. Jahrgebiet.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwule M\u00e4nner wurden im Nationalsozialismus verfolgt, in den Selbstmord getrieben, in Lager verschleppt und umgebracht. Der Dortmunder Historiker Frank Ahland hat nun die damalige Situation schwuler M\u00e4nner im Ruhrgebiet, Deutschlands gr\u00f6sstem Ballungsraum, analysiert \u2013 mit erschreckenden Erkenntnissen. 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