{"id":36115,"date":"2014-01-22T08:30:56","date_gmt":"2014-01-22T07:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/2014\/01\/22\/stress-drogen-und-rauchen-machen-babys-homosexuell\/"},"modified":"2021-04-20T11:57:30","modified_gmt":"2021-04-20T09:57:30","slug":"stress-drogen-und-rauchen-machen-babys-homosexuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/stress-drogen-und-rauchen-machen-babys-homosexuell\/","title":{"rendered":"Stress, Drogen und Rauchen machen Babys homosexuell?"},"content":{"rendered":"<h3>Leidet eine Frau w\u00e4hrend ihrer Schwangerschaft unter Stress, so ist die Chance gr\u00f6sser, dass sie ein homosexuelles Kind zur Welt bringt. Dies behauptet das neue Buch \u00abWe Are Our Brains\u00bb des holl\u00e4ndischen Neurowissenschaftlers Dick Swaab von der Universit\u00e4t Amsterdam, das seit seiner Erscheinung als kontrovers gilt.<\/h3>\n<p>Swaab behauptet, dass der Lebensstil einer schwangeren Frau den Hormonhaushalt und die Entstehung des Gehirns ihres ungeborenen Kindes beeinflusst. Auch nur die kleinste chemische Ver\u00e4nderung im K\u00f6rper der Mutter k\u00f6nne daf\u00fcr verantwortlich sein.<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr Swaabs Aussagen ist ein Medikament, das in den Vierziger- und F\u00fcnfzigerjahren zwei Millionen Frauen verschrieben wurde, um Fehlgeburten zu verhindern. Dieses Medikament soll die Wahrscheinlichkeit von bi- und homosexuellen Kindern erh\u00f6ht haben.<\/p>\n<p><strong>\u00abSexualit\u00e4t des Menschen wird w\u00e4hrend der Schwangerschaft festgelegt.\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Swaabs Buch ist das neuste Kapitel in einem jahrelangen Diskurs um die Entstehung und Herkunft der Homosexualit\u00e4t. W\u00e4hrend viele behaupten, dass die Sexualit\u00e4t des Menschen durch die Kindheit und Jugend bestimmt wird oder eine \u00abbewusste Entscheidung\u00bb ist, glaubt Swaab, dass sie w\u00e4hrend der Schwangerschaft festgelegt wird und unver\u00e4nderlich ist.<\/p>\n<p>\u00abObwohl man oft davon ausgeht, dass auch die Entwicklung nach der Geburt unsere Sexualit\u00e4t bestimmt, gibt es daf\u00fcr keine Beweise\u00bb, schreibt Swaab in seinem Buch. \u00abKinder, die von Lesben erzogen werden, sind nicht mit gr\u00f6sserer Wahrscheinlichkeit homosexuell als andere. Es gibt auch keine Beweise f\u00fcr den Mythos, dass Homosexualit\u00e4t ein bewusster Entscheid ist.\u00bb<\/p>\n<p><strong>\u00c4ltere Br\u00fcder erh\u00f6hen Wahrscheinlichkeit des Schwulseins<\/strong><br \/>\nDes Weiteren schreibt Swaab, dass Nikotin und Amphetamine w\u00e4hrend der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit einer lesbischen Tochter erh\u00f6ht. Dasselbe gilt f\u00fcr Stress: \u00abErh\u00f6hte Werte des Stresshormons Kortisol haben einen Einfluss auf die Produktion von Sexualhormonen im Embryo.\u00bb<\/p>\n<p>Und: \u00abJe mehr \u00e4ltere Br\u00fcder ein Junge hat, desto gr\u00f6sser ist die Wahrscheinlichkeit, dass er schwul wird.\u00bb Grund daf\u00fcr sei eine Immunreaktion der Mutter auf m\u00e4nnliche Stoffe, die von Knaben in der Geb\u00e4rmutter verursacht werden. Die Immunreaktion werde von Schwangerschaft zu Schwangerschaft st\u00e4rker.<\/p>\n<p>Im Buch von Swaab geht es aber nicht nur um Homosexualit\u00e4t. Eine weitere kontroverse Theorie ist die Annahme, dass schwierige Geburten die Wahrscheinlichkeit von Schizophrenie, Autismus und Magersucht erh\u00f6hen. Und: Das m\u00fchsame Verhalten von Teenagern sei ein nat\u00fcrlicher Mechanismus, um Inzest vorzubeugen.<br \/>\n<strong><br \/>\nSwaab spaltet LGBT-Szene<\/strong><br \/>\nIn den Achtzigerjahren emp\u00f6rte Swaab zahlreiche LGBT-Aktivisten, als er die Unterschiede der Gehirne von homo- und heterosexuellen Menschen untersuchte. Die Aktivisten bef\u00fcrchteten, dass seine Ergebnisse die Homosexualit\u00e4t als medizinisches Problem taxieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Auch heute spaltet Swaab die Meinung von Schwulen und Lesben. Gem\u00e4ss der Website <a href=\"http:\/\/www.queerty.com\/dutch-scientist-smoking-and-stress-makes-babies-gay-20140120\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">queerty.com<\/a> h\u00e4lt Ben Summerskill, CEO der LGBT-Organisation Stonewall nichts von Swaabs Theorien: \u00abEs gibt nicht die Spur eines Beweises, dass der Lebensstil einer Mutter die Sexualit\u00e4t ihres Kindes beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass die Sexualit\u00e4t eines Menschen genetisch bedingt ist. Bis es Beweise gibt, kann nichts behauptet werden.\u00bb<\/p>\n<p>Der LGBT-Aktivist Peter Tatchell ist anderer Meinung und unterst\u00fctzt Swaabs Ideen: \u00abEs ist eine Niederlage f\u00fcr homophobe Politiker und Religionsfanatiker. Wenn die Homosexualit\u00e4t vor der Geburt durch biologische Faktoren bestimmt wird, ist es falsch, lesbische Frauen und schwule M\u00e4nner zu verurteilen oder sie zu diskriminieren.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leidet eine Frau w\u00e4hrend ihrer Schwangerschaft unter Stress, so ist die Chance gr\u00f6sser, dass sie ein homosexuelles Kind zur Welt bringt. Dies behauptet das neue Buch \u00abWe Are Our Brains\u00bb des holl\u00e4ndischen Neurowissenschaftlers Dick Swaab von der Universit\u00e4t Amsterdam, das seit seiner Erscheinung als kontrovers gilt. Swaab behauptet, dass der Lebensstil einer schwangeren Frau den [&hellip;] <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/stress-drogen-und-rauchen-machen-babys-homosexuell\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":36116,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4382,10],"tags":[5438,3428,5509],"wps_subtitle":"Sehr steile These aus den Niederlanden ","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36115"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36115"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36115\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36116"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}