{"id":34603,"date":"2018-08-31T16:53:47","date_gmt":"2018-08-31T14:53:47","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/2018\/08\/31\/solange-sich-niemand-um-diese-menschen-kuemmert-tun-wir-es\/"},"modified":"2018-11-28T03:28:50","modified_gmt":"2018-11-28T02:28:50","slug":"solange-sich-niemand-um-diese-menschen-kuemmert-tun-wir-es","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/solange-sich-niemand-um-diese-menschen-kuemmert-tun-wir-es\/","title":{"rendered":"\u00abSolange sich niemand um LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge  k\u00fcmmert, tun wir es\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>In Griechenland bestehen f\u00fcr LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge praktisch keine Anlaufstellen. Gemeinsam mit anderen Engagierten haben Alex Aronsky und Marc Baumgartner in Thessaloniki die Supportgruppe \u00abEclipse\u00bb gegr\u00fcndet. Wegen fehlenden Geldern setzen sie auch ihr Erspartes ein.<\/h3>\n<p>Die Bilder von Menschen auf der Flucht liessen Alex Aronsky keine Ruhe. Als die Fl\u00fcchtlingskrise vor \u00fcber zwei Jahren einen ersten H\u00f6hepunkt erreichte, beschloss die 28-j\u00e4hrige Schweizerin, sich f\u00fcr einen Monat in Griechenland als Freiwillige zu engagieren. \u00abIn der Schweiz haben viele Menschen das Privileg, finanziell gut abgesichert zu sein\u00bb, sagt sie. \u00abDieses Privileg wollte ich sinnvoll nutzen.\u00bb<\/p>\n<p>Aus Monaten sind Jahre geworden, und Alex ist immer noch hier. \u00abWenn man diese Menschen kennen lernt und ihre Situation sieht, kehrt man nicht einfach zur\u00fcck\u00bb, sagt sie. \u00abMan baut Freundschaften mit Personen auf, die eine grosse Scheisse durchlebt haben. Dann kann man nicht sagen: Tsch\u00fcss, ich geh dann mal wieder.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>\u00abMan baut Freundschaften mit Personen auf, die eine grosse Scheisse durchlebt haben. Dann kann man nicht sagen: Tsch\u00fcss, ich geh dann mal wieder.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>In Idomeni traf Alex \u00fcber andere Freiwillige erstmals auf Natasha, die zu dieser Zeit als Mann lebte, \u00abweil es einfach zu gef\u00e4hrlich war, im Camp offen als trans Frau zu leben.\u00bb Immer wieder wurde sie beschimpft, oder man brach in ihr Zelt ein, um ihre wenigen Habseligkeiten zu stehlen. Gemeinsam sammelten sie Geld, um f\u00fcr Natascha und einen schwulen Syrer, der ebenfalls in Idomeni lebte, eine Wohnung zu organisieren. \u00abIch war \u00fcberrascht, dass f\u00fcr LGBTIQ-\u00adFl\u00fcchtlinge absolut keine Hilfe vor Ort war. Weder vom UNHCR noch von anderen Organisationen.\u00bb<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"FQPjXtMyyG\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/07\/10\/deutschland-erklaert-schwulen-fluechtling-fuer-unglaubwuerdig\/\">Deutschland erkl\u00e4rt schwulen Fl\u00fcchtling f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe title=\"&#8222;Deutschland erkl\u00e4rt schwulen Fl\u00fcchtling f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/07\/10\/deutschland-erklaert-schwulen-fluechtling-fuer-unglaubwuerdig\/embed\/#?secret=FQPjXtMyyG\" data-secret=\"FQPjXtMyyG\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Mundpropaganda verbreitet sich schnell. In Fl\u00fcchtlingslagern noch schneller. Alex und ihr Team wurden von weiteren queeren Gefl\u00fcchteten angesprochen oder erhielten Hinweise von jemandem, der jemanden kannte. Man beschloss w\u00f6chentliche Treffen, um die Anfragen besser bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, aber auch, damit sich die Fl\u00fcchtlinge untereinander kennen lernen konnten. \u00abFl\u00fcchtlinge sind allgemein sehr isoliert, LGBTIQ-\u00adFl\u00fcchtlinge noch um einiges mehr\u00bb, sagt sie. Der Grundstein f\u00fcr Eclipse war gelegt.<\/p>\n<p>Heute bietet Eclipse eine Bandbreite von Aktivit\u00e4ten und Dienstleistungen an, darunter Englisch- und Griechischunterricht, eine w\u00f6chentliche Aerobic\u00adstunde, Aufkl\u00e4rung \u00fcber Geschlechtskrankheiten sowie das Organisieren von \u00e4rztlichen Terminen. Zudem beraten Alex und eine Kollegin die Fl\u00fcchtlinge in grundlegenden Rechtsfragen. F\u00fcr konkrete F\u00e4llen stellt Eclipse eine Verbindung zu griechischen Anw\u00e4lt*innen her, die sich ehrenamtlich f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge einsetzen, oft zuerst aber auf die spezifische Lage von LGBTIQ sensibilisiert werden m\u00fcssen. \u00abViele Anw\u00e4lt*innen haben null Erfahrung im Umgang mit LGBTIQ-Fl\u00fcchtlingen. Wir suchen ihnen oft Leitentscheide oder L\u00e4nderanalysen bez\u00fcglich LGBTIQ heraus\u00bb, sagt Alex. \u00abEs ist nicht schwierig, diese Informationen zu finden, aber die Anw\u00e4lt*innen sind so \u00fcberarbeitet, dass sie oft nicht dazu kommen.\u00bb<\/p>\n<p>Die wohl wichtigste Dienstleistung von Eclipse ist das Bereitstellen eines Safe Spaces, einer sicheren Umgebung im Herzen von Thessaloniki, wo sich LGBTIQ-\u00adFl\u00fcchtlinge treffen, austauschen oder auch nur erholen k\u00f6nnen, und sei dies nur f\u00fcr wenige Stunden. Wenn immer m\u00f6glich stellt Eclipse Lebensmittel bereit oder organisiert Partys in gem\u00fctlicher Runde. Die genaue Adresse ist geheim, Fotos innerhalb des Safe Spaces sind zum Schutz der Gefl\u00fcchteten untersagt. Bevor ein weiterer Fl\u00fcchtling die Gruppe besuchen kann, m\u00f6chte Alex oder jemand anderes aus dem Team ihn zuerst im Rahmen eines pers\u00f6nlichen Treffens kennen lernen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abGegenw\u00e4rtig k\u00f6nnen wir die Unterkunft f\u00fcr f\u00fcnf Fl\u00fcchtlinge bezahlen, in den Camps warten aber viele mehr.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Die gr\u00f6sste Herausforderung f\u00fcr Eclipse ist das Fundraising. Als unabh\u00e4ngige Supportgruppe ist sie keiner NGO angeschlossen, offizielles Geld von Griechenland oder der Schweiz erh\u00e4lt sie nicht. \u00abUns fehlen die Mittel, um Wohnungen f\u00fcr weitere Fl\u00fcchtlinge bereitzustellen\u00bb, sagt Alex. \u00abGegenw\u00e4rtig k\u00f6nnen wir die Unterkunft f\u00fcr f\u00fcnf Fl\u00fcchtlinge bezahlen, in den Camps warten aber viele mehr.\u00bb<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"58CH4fQrsU\"><p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/09\/07\/asyl-oesterreich-absurde-verfahren-keine-schwulen-pornos-kein-asyl\/\">Absurde Verfahren in \u00d6sterreich &#8211; kein Schwulenporno, kein Asyl!<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe title=\"&#8222;Absurde Verfahren in \u00d6sterreich &#8211; kein Schwulenporno, kein Asyl!&#8220; &#8212; Mannschaft Magazin\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/mannschaft.com\/2018\/09\/07\/asyl-oesterreich-absurde-verfahren-keine-schwulen-pornos-kein-asyl\/embed\/#?secret=58CH4fQrsU\" data-secret=\"58CH4fQrsU\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Aus Deutschland und der Schweiz erhielt Eclipse bereits eine finanzielle Unterst\u00fctzung von Queeramnesty oder von LGBTIQ-Partys, die ihre Einnahmen spendeten. \u00abIhnen sind wir sehr dankbar\u00bb, sagt Alex. Dabei sei die Lage in der Schweiz f\u00fcr LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge nicht viel besser. \u00abAuch dort sind sie in Asylunterk\u00fcnften oft der Gewalt und der Diskriminierung durch ihre Landsleute ausgesetzt. Deutschland hat das Problem erkannt und f\u00fcr LGBTIQ-Menschen separate Unterk\u00fcnfte bereitgestellt, zumindest in den gr\u00f6sseren St\u00e4dten.\u00bb<\/p>\n<p>Alex selbst investiert ihr ganzes Geld in Eclipse. Den Winter verbrachte sie w\u00e4hrend mehreren Monaten zuhause in der Schweiz und arbeitete als Skilehrerin. \u00abWenn man zuhause bei den Eltern wohnt, reicht ein Schweizer Gehalt, um mehrere Monate in Griechenland zu leben\u00bb, sagt Alex.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abDas hat nichts mit Heldentum zu tun\u00bb, sagt Alex. \u00abEs ist nicht so, dass wir das hier ums Verrecken machen wollen. Aber solange sich hier niemand um diese Menschen k\u00fcmmert, tun wir es.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Freund*innen in der Schweiz bewundern das Engagement von Alex und den anderen aus Westeuropa, die sich in Griechenland f\u00fcr LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge einsetzen. \u00abDas hat nichts mit Heldentum zu tun\u00bb, sagt Alex. \u00abEs ist nicht so, dass wir das hier ums Verrecken machen wollen. Aber solange sich hier niemand um diese Menschen k\u00fcmmert, tun wir es.\u00bb<\/p>\n<p>Viele NGOs und auch der UNHCR haben sich der Sicherheit von besonders verletzlichen Gefl\u00fcchteten verschrieben. Ihnen stellt das UNHCR separate Unterk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung. Das Angebot kann die Nachfrage allerdings nicht decken und ist auch kein Garant f\u00fcr einen Safe Space f\u00fcr LGBTIQ-Personen. \u00abNat\u00fcrlich w\u00e4re es besser, wenn NGOs mit ihren finanziellen Mitteln unsere Arbeit t\u00e4ten\u00bb, sagt Alex. \u00abGerade das UNHCR hat intensive Vorarbeit geleistet mit Analysen und Zielen f\u00fcr LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge. In der Umsetzung sind sie aber noch nirgends, jedenfalls nicht hier.\u00bb<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf in der Mannschaft portr\u00e4tierten Menschen stammen aus verschiedenen L\u00e4ndern und erz\u00e4hlen alle eine unterschiedliche Fluchtgeschichte. Nebst einer waghalsigen \u00dcberfahrt \u00fcber das Mittelmeer haben sie eines gemeinsam: Ihr Anderssein, das von ihrem Umfeld mit viel Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt unterdr\u00fcckt wurde. Der Hass ist so gross, dass er die Gefl\u00fcchteten oft auch im Ausland einholt, wie zum Beispiel den Iraker Ahmed, der in Istanbul von seinen Nachbarn mit dem Tod bedroht wurde.<\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden des Selbstschutzes haben die Fl\u00fcchtlinge f\u00fcr ihren Auftritt in dieser Reportage ein Pseudo\u00adnym gew\u00e4hlt oder sich nur von hinten fotografieren lassen. \u00abAuch wenn diese Bilder und Geschichten nur im deutschsprachigen Raum erscheinen ist es besser, auf der sicheren Seite zu sein\u00bb, sagt Alex Aronsky, die die Supportgruppe Eclipse mit drei anderen Personen vorantreibt. \u00abMan weiss nie, wer sie pl\u00f6tzlich zu Gesicht bekommen kann.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>\u00abIhre pers\u00f6nliche Geschichte kenne ich oft nicht und ich frage sie auch nicht danach\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Fast alle LGBTIQ-Gefl\u00fcchtete haben Schreckliches durchgemacht und dabei viel psychische und physische Gewalt erlebt. \u00abIhre pers\u00f6nliche Geschichte kenne ich oft nicht und ich frage sie auch nicht danach\u00bb, sagt Alex. \u00abIm Laufe ihrer Flucht m\u00fcssen sie ihre Geschichte vielen fremden Menschen anvertrauen, das ist nicht immer einfach. Wenn sie mir etwas erz\u00e4hlen wollen, dann d\u00fcrfen sie das selbstverst\u00e4ndlich.\u00bb<\/p>\n<p>Das Distanzieren ist Alex nicht immer einfach gefallen. Als sie vor zwei Jahren zum ersten Mal als Freiwillige in ein Fl\u00fcchtlingscamp reiste, konnte sie es nicht. \u00abEs gibt viele Freiwillige, die ein Burn-out erleiden oder an einen Punkt kommen, an dem sie nichts mehr an sich ranlassen\u00bb, sagt sie. Diesen Punkt habe sie letztes Jahr erreicht. \u00abKaum hat das Handy geklingelt, bin ich gerannt. Egal, ob es mitten in der Nacht war.\u00bb Mittlerweile habe sie erkannt, dass sie zwei freie Tage in der Woche brauche und nicht immer \u00fcberall dabei sein k\u00f6nne. \u00abWenn es nicht gerade buchst\u00e4blich um Leben oder Tod geht, kann es bis Montag warten.\u00bb<\/p>\n<p>Wenn in den Medien von LGBTIQ-Gefl\u00fcchteten die Rede ist, kommen meistens schwule M\u00e4nner oder trans Frauen zur Sprache. Das soll nicht heissen, dass es keine lesbischen Fl\u00fcchtlinge gibt. Im Gegenteil: Eclipse betreut zwei lesbische Frauen, eine von ihnen leitet die w\u00f6chentliche Aerobic-Stunde im Safe Space.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abEgal, ob lesbisch oder heterosexuell: Jede Frau, die alleine reist, setzt sich gr\u00f6sseren Gefahren aus als ein Mann.\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p>Es sei aber schon so, dass lesbische Frauen weniger auf der Flucht sind als schwule M\u00e4nner. \u00abDas h\u00e4ngt aber damit zusammen, dass Lesben in den Herkunftsl\u00e4ndern allgemein weniger sichtbar sind\u00bb, sagt Alex. In muslimischen L\u00e4ndern w\u00fcrden Frauen nicht als sexuelle Wesen wahrgenommen werden, selbst Frauen w\u00fcrden sich nicht als solche sehen. \u00abMan kommt gar nicht darauf, dass man \u00fcberhaupt auf Frauen stehen k\u00f6nnte. Diese Verkettung f\u00fchrt dazu, dass viel weniger Frauen sich als lesbisch outen oder von ihrem Umfeld als homosexuell ausgegrenzt werden k\u00f6nnten.\u00bb Ein weiterer Punkt sei die Tatsache, dass es f\u00fcr eine Frau in einem muslimischen Land viel schwieriger ist, alleine das Land zu verlassen. \u00abEgal, ob lesbisch oder heterosexuell: Jede Frau, die alleine reist, setzt sich gr\u00f6sseren Gefahren aus als ein Mann.\u00bb<\/p>\n<p>Das Team hinter Eclipse hat die Supportgruppe gegr\u00fcndet, um eine L\u00fccke zu f\u00fcllen in der oft l\u00f6chrigen Umsetzung der Fl\u00fcchtlingspolitik innerhalb der griechischen Auffanglager. LGBTIQ-Gefl\u00fcchtete fallen bei den Asylbeh\u00f6rden oft durchs Raster, sei es bei der Einstufung als besonders verletzliche Gruppe, sei es beim fehlenden Verst\u00e4ndnis der homo- und transphoben Gewaltmechanismen innerhalb der Fl\u00fcchtlingsgruppen. So komme es beispielsweise immer wieder vor, dass LGBTIQ-\u00adPersonen aus Angst vor Ausgrenzung durch andere Gefl\u00fcchtete dem Englisch- und Griechisch-\u00adUnterricht fernbleiben. \u00abAus diesem Grund haben wir angefangen, ihnen im Rahmen von Eclipse Englisch und Griechisch beizubringen\u00bb, sagt Marc Baumgartner, der ein zweites Mal f\u00fcr mehrere Monate in Griechenland ist, um sich ehrenamtlich f\u00fcr Eclipse zu engagieren. \u00abWir tun das nicht, weil wir das Gef\u00fchl haben, wir k\u00f6nnten es besser als die NGOs, die vor Ort sind.\u00bb<\/p>\n<p>Dasselbe gilt f\u00fcr die Vermittlung von diskriminierungsfreien Unterk\u00fcnften, juristischem Beistand und \u00e4rztlicher Versorgung. Gerade bei Rechts- und Gesundheitsfragen zu LGBTIQ-Themen h\u00e4tten Fl\u00fcchtlinge oft Angst, sich im Beisein ihrer cis-heterosexuellen Landsleute zu \u00e4ussern. Ausser Eclipse tut dies keine Gruppierung in Griechenland.<\/p>\n<p>\u00abDie Organisationen vor Ort haben nur wenig Kenntnis von LGBTIQ-Themen im Kontext der Fl\u00fcchtlingskrise. Ich w\u00e4re sehr gl\u00fccklich, wenn eine institutionalisierte Organisation mit Geld im R\u00fccken sich ihrer annehmen w\u00fcrde\u00bb, sagt Marc. Eclipse definiere sich vor allem \u00fcber den Safe Space und die M\u00f6glichkeit, eine Community aufzubauen. \u00abEgal, wie sich die Fl\u00fcchtlingssituation weiterentwickelt, dieser Safe Space bleibt bestehen.\u00bb<\/p>\n<hr \/>\n<p>Redaktor Greg Zwygart hat Eclipse in Thessaloniki besucht und sich von der Supportgruppe \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Im Sommer sammelte die Mannschaft Geld, um Eclipse bei der Arbeit zu unterst\u00fctzen. \u00dcber 7000 Euro kamen zusammen.<\/p>\n<p>Mehr Portr\u00e4ts liest du hier: <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/eclipse\">mannschaft.com\/eclipse<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Griechenland bestehen f\u00fcr LGBTIQ-Fl\u00fcchtlinge praktisch keine Anlaufstellen. Gemeinsam mit anderen Engagierten haben Alex Aronsky und Marc Baumgartner in Thessaloniki die Supportgruppe \u00abEclipse\u00bb gegr\u00fcndet. 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