{"id":205813,"date":"2024-09-21T13:01:53","date_gmt":"2024-09-21T11:01:53","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=205813"},"modified":"2024-09-21T19:43:33","modified_gmt":"2024-09-21T17:43:33","slug":"lgbtiq-news-september-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/lgbtiq-news-september-2024\/","title":{"rendered":"++ Spohr-Preis f\u00fcr Diversity ver&shy;geben ++ Biplus-Pride in Hamburg ++"},"content":{"rendered":"<h3>F\u00fcr den schnellen \u00dcberblick: Unsere LGBTIQ-News aus Deutschland ab dem 16. September.<\/h3>\n<h3>++ Spohr-Preis f\u00fcr Diversity vergeben ++<\/h3>\n<p>Am Freitag wurde der diesj\u00e4hrige Max-Spohr-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden die Deutsche Bank AG (Unternehmen), LBBW (\u00d6ffentlicher Sektor), Providens Sicherheit UG (KMU &#8211; Kleine- und Mittlere Unternehmen) und die Vielf\u00e4ltig. GmbH &#8211; Pflege in allen Facetten (Max-Spohr-Sonderpreis). \u00abDiversity ist im Kern nichts anders als ein anderer Begriff f\u00fcr Miteinander\u00bb, sagte einer der Schirmherren Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner in seinem Grusswort. \u00abDiversity Management in Unternehmen ist nicht irgendein neumodischer Kram, keine Spielerei. Diversity Management ist auch ein \u00f6konomischer Wettbewerbsvorteil.\u00bb<\/p>\n<p>Der Max-Spohr-Preis ist der Diversity-Preis des V\u00f6lklinger Kreis, Deutschlands gr\u00f6sstem Berufsverband schwuler F\u00fchrungskr\u00e4fte und Selbst\u00e4ndiger. Er besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre durch eine unabh\u00e4ngige Jury vergeben. 2024 wurde er zum 13. Mal \u00fcberreicht. Namensgeber ist der Leipziger Verleger Max Spohr (1850 \u2013 1905), der sich f\u00fcr die Emanzipation sexueller Minderheiten einsetzte.<\/p>\n<h2>++ Bi+ Loud &amp; Proud in Hamburg ++<\/h2>\n<p>Ende September wollen Menschen, die sich in mehr als ein Geschlecht verlieben k\u00f6nnen, f\u00fcr mehr Sichtbarkeit eintreten. Am 23. September, dem <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bisexuell-keine-unentschlossenheit-kennst-du-diese-promis\/\">Tag der Bisexualit\u00e4t<\/a> hissen mehr als 20 St\u00e4dte deutschlandweit an mehr als 40 Geb\u00e4uden die Bi-Flagge. In Hamburg gibt es von 21.-29. September verschiedene Workshops, und am 28.9. eine Demo unter dem Motto \u00abBi+ Loud &amp; Proud\u00bb f\u00fcr bisexuelle Sichtbarkeit statt.<\/p>\n<p>Damit einhergehend verweist der organisierende <a href=\"http:\/\/www.bipride.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verein BiPlus Hamburg e. V.<\/a> darauf hin, dass Menschenrechte unverhandelbar sind und menschenverachtende \u00c4usserungen und Politik keine Alternative sind. Eine Forderung an alle demokratischen Parteien ist, dass alle Politiker*innen sich in Wort und Handeln an das Grundgesetz halten m\u00fcssen und Parteien, die gesichert rechtsextrem sind, nicht zu Wahlen zugelassen werden d\u00fcrfen. Weiterhin wird f\u00fcr die Aufnahme von geschlechtlicher und sexueller Identit\u00e4t in Artikel 3 im Grundgesetz eingetreten.<\/p>\n<h3>++ Furry-Convention in Hamburg ++<\/h3>\n<p>Drachen, L\u00f6wen und bunte W\u00f6lfe: Tausende Menschen in Tierkost\u00fcmen sind in Hamburg rund um den Bahnhof Dammtor unterwegs. Grund: die Eurofurence &#8211; das nach Veranstalterangaben gr\u00f6sste Treffen der sogenannten Furry-Fans in Europa, das noch bis Samstag im Congress Center stattfindet. Furrys stellen einen tierischen Charakter dar. Verkleiden sei aber kein Muss, betont der Pressesprecher des Veranstalters. \u00abJeder entscheidet selbst, wie er seinen erdachten Charakter ausleben will &#8211; ob man das mit einem Kost\u00fcm machen will oder nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Blazin ist aus der Schweiz angereist und hat 5.500 Euro f\u00fcr sein handgemachtes Kost\u00fcm bezahlt. Ihn reizt vor allem der k\u00fcnstlerische Aspekt der Veranstaltung. Sapp, der sich in einem Drachenkost\u00fcm pr\u00e4sentiert, ist f\u00fcr das Festival 800 Kilometer aus Polen nach Hamburg gereist. Er sei bisexuell und sehe in der Verkleidung auch eine Chance, als queerer Mensch von der Gesellschaft akzeptiert zu werden: \u00abLeute m\u00f6gen und akzeptieren uns mehr, wenn wir die Kost\u00fcme tragen und lustige Sachen machen, als wenn wir normal angezogen h\u00e4ndchenhaltend durch die Strassen laufen.\u00bb<\/p>\n<h3>++ Schriftzug \u00abnicht mehr zu sehen\u00bb erinnert an KZ ++<\/h3>\n<p>Ein mehr als 40 Meter langer Schriftzug am fr\u00fcheren Flughafen Tempelhof erinnert an die Opfer des ehemaligen \u00abKonzentrationslagers Columbia\u00bb in Berlin. Die Worte \u00abnicht mehr zu sehen\u00bb auf der B\u00f6schung entlang der S\u00fcdseite des Columbiadamms sollen ein Zeichen gegen das Vergessen setzen und an die Rolle des Geb\u00e4udes im System der NS-Verfolgung erinnern.<\/p>\n<p>Das ehemalige Columbia-Haus war von 1933 an zun\u00e4chst ein Gef\u00e4ngnis der Geheimen Staatspolizei Gestapo. Von 1934 bis 1936 diente es als \u00abKonzentrationslager Columbia\u00bb der SS und war damit den Angaben zufolge das einzige KZ in Berlin. Insgesamt seien mindestens rund 8000 M\u00e4nner im KZ Columbia inhaftiert worden, \u00fcberwiegend politische Gegner der Nazis, aber auch j\u00fcdische Menschen, Homosexuelle, Geistliche und K\u00fcnstler*innen.<\/p>\n<h3>++ Schwuler Iraker abgeschoben ++<\/h3>\n<p>Obwohl ihm in seiner Heimat wegen seiner sexuellen Orientierung Folter oder gar Tod drohen, flog das Bamf einen jungen Mann namens Ali in den Irak zur\u00fcck. Im Asylverfahren wurde laut <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/queerspiegel\/trotz-gefahr-in-der-heimat-schwuler-mann-wurde-in-den-irak-abgeschoben-12369416.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Tagesspiegel<\/em><\/a> seine Homosexualit\u00e4t nicht als Fluchtgrund ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Tobias W\u00f6hner vom N\u00fcrnberger Verein Imedana, bei dem Ali und sein Partner Hilfe gesucht hatten, war bei der letzten Anh\u00f6rung des Paares dabei. \u00abDas Ergebnis stand offensichtlich bereits fest\u00bb, glaubt W\u00f6hner. Die Bamf-Entscheiderin habe klargemacht, dass sie keine Zeit habe, den Partner von Ali anzuh\u00f6ren. \u00abNach 90 Minuten erkl\u00e4rte die Entscheiderin Alis Homosexualit\u00e4t f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig. Dabei war seine langj\u00e4hrige Beziehung eidesstattlich versichert und wir kennen das Paar schon lange.\u00bb Der Input aus der queeren Community sei ignoriert worden.<\/p>\n<h3>++ CSD-St\u00f6rer bei k\u00f6rperlicher Auseinandersetzung ++<\/h3>\n<p>Am Samstag wurde in Wolfsburg CSD gefeiert. Dort kam es zu versuchten St\u00f6raktionen, die jedoch sofort von den Einsatzkr\u00e4ften unterbunden wurden, so die Polizei. Nun fielen im gut 20 Kilometer entfernten Gifhorn offenbar teils dieselben M\u00e4nner auf.<\/p>\n<p>Gegen insgesamt f\u00fcnf Beschuldigte werde wegen wechselseitiger K\u00f6rperverletzung ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Ihm zufolge handelt es sich um vier M\u00e4nner zwischen 17 und 24 Jahren sowie eine 38-j\u00e4hrige Frau. Nach ersten Erkenntnissen war es Samstag kurz vor 20.00 Uhr in einem Linienbus zun\u00e4chst zu einem verbalen Streit zwischen zwei Schwestern und einer Gruppe junger M\u00e4nner gekommen. An einer Haltestelle entstand dann eine k\u00f6rperliche Auseinandersetzung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGBTIQ-News aus Deutschland ab 16. September ++ Schwuler Iraker abgeschoben ++ CSD-St\u00f6rer bei k\u00f6rperlicher Auseinandersetzung in Niedersachsen ++<br \/>\n <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/lgbtiq-news-september-2024\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":206622,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[585,1369,5434,5461,5457],"wps_subtitle":"Die LGBTIQ News: kurz, knapp, queer","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205813"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=205813"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205813\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":206651,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/205813\/revisions\/206651"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/206622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=205813"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=205813"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=205813"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}