{"id":192033,"date":"2024-03-22T08:17:53","date_gmt":"2024-03-22T07:17:53","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=192033"},"modified":"2024-03-22T19:42:01","modified_gmt":"2024-03-22T18:42:01","slug":"queer-die-lgbtiq-news-maerz24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/queer-die-lgbtiq-news-maerz24\/","title":{"rendered":"++ Scharfe Kritik an Asylpl\u00e4nen ++ Berlin will kein Genderverbot ++"},"content":{"rendered":"<h3>F\u00fcr den schnellen \u00dcberblick: Unsere LGBTIQ-News aus Deutschland ab dem 18. M\u00e4rz 2024.<\/h3>\n<h3>++ Scharfe Gr\u00fcnen-Kritik an Migrationpl\u00e4nen ++<\/h3>\n<p>Die stellvertretende Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Agnieszka Brugger, hat Unionsforderungen nach europaweiten Kontingenten f\u00fcr Schutzbed\u00fcrftige und einer Drittstaatenregelung f\u00fcr Asylverfahren strikt zur\u00fcckgewiesen. \u00abDie Vorschl\u00e4ge der Union sind menschlich herzlos, aussenpolitisch weltfremd, rechtlich problematisch und extrem teuer\u00bb, sagte die auch f\u00fcr Aussenpolitik zust\u00e4ndige Brugger am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Brugger kritisierte, es sei \u00abnicht nur zynisch, Menschen auf der Flucht in beliebige L\u00e4nder abzuschieben, als seien sie Figuren auf einem Spielbrett\u00bb. Es sei zudem extrem fragw\u00fcrdig, ob die Vorschl\u00e4ge mit internationalem und europ\u00e4ischem Recht und den gerade in der EU diskutierten Reformen des Asylsystems vereinbar w\u00e4ren. In Ghana sei beispielsweise ein Gesetz verabschiedet worden, nach dem lesbisch, schwulen und queeren Menschen jahrelange Haftstrafen drohten <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/ghanas-parlament-verschaerft-strafen-fuer-homosexuelle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>.<\/p>\n<h3>++ Berlin will kein Genderverbot ++<\/h3>\n<p>Der Regierende <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/regierender-buergermeister-kai-wegner-eroeffnet-berliner-csd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kai Wegner<\/a> will kein Gender-Verbot f\u00fcr die Beh\u00f6rden wie in Bayern. Zwar verwende er selbst keine Gender-Sprache, sagte Wegner laut <em>B.Z.<\/em> im Abgeordnetenhaus. \u00abAber ich erwarte von allen Berlinerinnen und Berlinern auch eine gewisse Toleranz. Toleranz f\u00fcr die Menschen, die nicht gendern wollen, genauso wie Toleranz f\u00fcr die Menschen, die gendern m\u00f6chten.\u00bb<\/p>\n<p>Genauso werde es im Senat gehandhabt. Jede Senatsverwaltung k\u00f6nne das frei entscheiden. \u00abDas ist der Weg, den wir gehen. V\u00f6llig offen, genau, wie Berlin eben so ist\u00bb, so der CDU-Politiker.<\/p>\n<h3>++ Kritik an Bayerns Genderverbot ++<\/h3>\n<p>Die SPDqueer Bayern nimmt \u00abmit grosser Entt\u00e4uschung\u00bb zur Kenntnis, dass die Staatsregierung mit ihrem Beschluss ihre \u00abpopulistische Drohung\u00bb, geschlechtersensible Gendersprache zu verbieten, wahr gemacht habe <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/auch-der-genderstern-kann-ausgrenzend-verstanden-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. \u00abNach dem Wahlkampf letztes Jahr \u00fcberrascht es uns nicht, dass der Beitrag dieser Staatsregierung zum Frauenmonat M\u00e4rz ein Verbot geschlechtersensibler Gendersprache ist, die nachweislich auch gegen die Diskriminierung von Frauen wirkt\u00bb, so Markus Aicher, Vorsitzender der SPDqueer Bayern.<\/p>\n<p>Nun w\u00fcrden alle bevormundet, die von der Freiheit der Sprache Gebrauch machen und gendern wollen. \u00abDas ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich daf\u00fcr einsetzen, dass durch die Verwendung der vielfaltssensiblen Gendersprache bestehende klassische Stereotype aufgebrochen werden. Sprache sollte immer den Anspruch haben, m\u00f6glichst inklusiv zu sein und m\u00f6glichst alle Menschen anzusprechen.\u00bb Die SPDqueer Bayern kritisiert zudem, dass Ministerpr\u00e4sident S\u00f6der durch die Entscheidung alle, die sich gegen ein Genderverbot ausgesprochen haben, komplett ignoriert habe.<\/p>\n<h3>++ Merz will Auseinandersetzung mit politischem Islam ++<\/h3>\n<p>Dass es keinen Ansprechpartner f\u00fcr den verfassten Islam in Deutschland gebe, sei ein Problem, kritisierte der CDU-Chef am Montag bei einer CDU-Veranstaltung zum Thema Integration. Hintergrund der \u00c4usserung waren auch Demonstrationen nach dem <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/prominente-entsetzt-nach-hamas-angriff-mein-herz-ist-gebrochen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Angriff der islamistischen Hamas auf Israel<\/a> vom 7. Oktober, bei denen Israel das Existenzrecht abgesprochen worden war. Solange das Verh\u00e4ltnis zwischen Staat und Religion nicht im Sinne einer strikten Trennung gekl\u00e4rt sei, \u00abhaben wir hier wirklich eine echte Baustelle in unserer Gesellschaft\u00bb.<\/p>\n<p>Auf die Frage, wie er eine Leitkultur definieren w\u00fcrde, an die sich auch Migrant*innen halten m\u00fcssten, sagte Merz, es gehe auch um allt\u00e4gliche Toleranz und ein \u00abkulturelles Minimum\u00bb &#8211; etwa im Umgang mit Frauen oder mit Homosexualit\u00e4t, \u00abwas man verinnerlicht haben muss\u00bb.<\/p>\n<h3>++ \u00abLebensgef\u00e4hrliches\u00bb Urteil zu Enbys ++<\/h3>\n<p>Das Urteil des Bundessozialgericht (BSG) fiel schon im Oktober, jetzt liegt es in schriftlicher Form vor. Darin wird die Klage einer nicht-bin\u00e4ren Person auf Kosten\u00fcbernahme einer beidseitigen Mastektomie abgelehnt. Als \u00ablebensgef\u00e4hrliche Entscheidung\u00bb kritisiert die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Transidentit\u00e4t und Intersexualit\u00e4t (dgti) das Urteil. \u00abDer angeregte Bestandsschutz nur f\u00fcr laufende Transitionsmassnahmen ist als fragw\u00fcrdig und unzureichend anzusehen. Wir brauchen eine generelle Weiterf\u00fchrung der Kosten\u00fcbernahmen. Geschlechtsangleichende Massnahmen sind kein Luxus, sondern lebensnotwendig f\u00fcr die Gesundheit trans und nicht-bin\u00e4rer Personen.\u00bb<\/p>\n<p>Tuuli Reiss vom Bundesverband Trans erkl\u00e4rt: \u00abDurch das Urteil des BSG herrschen in den betroffenen Communities nun stattdessen Sorge und Unsicherheit &#8211; mitsamt all den emotionalen und psychischen Belastungen, denen eine ohnehin schon vulnerable Gruppe dadurch ausgesetzt werden.\u00bb Es sei nun dringend erforderlich, dass von politischer Seite diskriminierungsfreie und wissenschaftlich zeitgem\u00e4sse Regelungen zur Kosten\u00fcbernahme getroffen w\u00fcrden.<\/p>\n<h3>++ LSVD wird Verband Queere Vielfalt ++<\/h3>\n<p>Der 36. Verbandstag des LSVD tagte am Wochenende in Berlin unter dem Motto \u00abWir f\u00fcr Alle\u201c. Die Mitgliedsversammlung forderte die konsequente Umsetzung des queerpolitischen Aufbruchs auf Bundesebene, und beschloss die Umbenennung des Verbandes in \u00abLSVD+ \u2013 Verband Queere Vielfalt\u00bb, kurz: LSVD+.<\/p>\n<p>Dazu Patrick D\u00f6rr: \u00abSeit Jahren setzt sich unser Verband nicht nur f\u00fcr die Rechte von Lesben und Schwulen, sondern auch f\u00fcr die Rechte bisexueller, trans und inter Personen ein, also f\u00fcr die gesamte queere Community. Gleichzeitig haben viele unserer Mitglieder jahrzehntelang daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass <em>schwul<\/em> und <em>lesbisch<\/em> keine Tabu-W\u00f6rter sind, dass man mit Stolz Lesbe und Schwuler sein kann. Daher stehen das grosse L und das grosse S weiter zu Anfang des K\u00fcrzels unseres Verbandsnamens, das vielen von uns ans Herz gewachsen ist, und unter dem unser Verband in Gesellschaft, Politik und Medien bekannt ist.\u00bb<\/p>\n<h3>++ Aktionen f\u00fcr Transsichtbarkeit ++<\/h3>\n<p>Anl\u00e4sslich zum Tag f\u00fcr Transsichtbarkeit Ende M\u00e4rz finden am Freitag schon bundesweit Aktionen und Kundgebungen statt, um auf die schlechte Gesundheitsversorgung f\u00fcr trans und nicht bin\u00e4re Personen aufmerksam zu machen. Die Aktivist*innen verstehen sich als Teil eines unabh\u00e4ngigen Netzwerks f\u00fcr Transgesundheit, das die Stimmen der Betroffenen ins Zentrum r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Viele trans und nicht-bin\u00e4re Personen sind f\u00fcr geschlechtsangleichende Behandlungen auf eine Kosten\u00fcbernahme der Krankenkassen angewiesen. Diese ziehen wiederum den Medizinischen Dienst (MD) zu Rate. Zur Entscheidung w\u00fcrden Leitlinien herangezogen, die die Vorlage weitreichender Unterlagen fordern. Anders als bei den meisten anderen Behandlungen reiche hier nicht die Einsch\u00e4tzung des behandelnden Arztes \u00fcber die medizinische Notwendigkeit und eine Aufkl\u00e4rung der Patient*innen aus. \u00abWir m\u00fcssen \u00fcber einen teils Jahre andauernden Zeitraum immer wieder Befunde und Gutachten einholen, uns zwangstherapieren lassen, \u00fcbergriffige Fragen \u00fcber uns ergehen lassen und viele Monate auf die Bearbeitung der Antr\u00e4ge und auf Klinikpl\u00e4tze warten. Das ist komplett unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig\u00bb, so Jona Erhardt aus dem Netzwerk f\u00fcr Transgesundheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGBTIQ-News aus Deutschland ab dem 18. M\u00e4rz 2024 ++ \u00abLebensgef\u00e4hrliches\u00bb Urteil zu Enbys ++ LSVD+ steht nun f\u00fcr Verband Queere Vielfalt ++ <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/queer-die-lgbtiq-news-maerz24\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":77491,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[4527,4072,5538,5507,5544,5545],"wps_subtitle":"Kurz, knapp, queer: Die LGBTIQ-News aus Deutschland","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192033"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=192033"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192033\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":192475,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/192033\/revisions\/192475"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77491"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=192033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=192033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=192033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}