{"id":186195,"date":"2024-01-06T08:58:13","date_gmt":"2024-01-06T07:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=186195"},"modified":"2024-01-15T08:58:30","modified_gmt":"2024-01-15T07:58:30","slug":"warum-es-mehr-als-zwei-geschlechter-gibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/warum-es-mehr-als-zwei-geschlechter-gibt\/","title":{"rendered":"Wir sind 100 Jahre im Verzug: Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt"},"content":{"rendered":"<h3>In der Natur gebe es nur Mann und Frau \u2013 das sei wissenschaftlicher Fakt, schreibt Philosoph Norbert Campagna. Sexualp\u00e4dagoge Jeff Mannes widerspricht ihm in seinem Kommentar*: Menschliche Interpretationen sind in der Wissenschaft fehl am Platz.<\/h3>\n<p>Im<a href=\"https:\/\/www.wort.lu\/politik\/reponse-de-l-ideologue-aux-experts-et-expertes\/4780585.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em> Luxemburger Wort<\/em><\/a> vom 18.\/19. November 2023 ver\u00f6ffentlichte der Philosoph Norbert Campagna einen Meinungsartikel, in dem er eine Binarit\u00e4t der Geschlechter als wissenschaftlichen Fakt darstellt. Als sein ehemaliger Sch\u00fcler und heutiger ausgebildeter Sexualp\u00e4dagoge und Sozialwissenschaftler mit Fokus auf Geschlecht m\u00f6chte ich dazu ein paar Fakten in seine irref\u00fchrende Argumentation bringen.<\/p>\n<p>In der Naturwissenschaft herrscht keine Einigkeit dar\u00fcber, dass Geschlecht bin\u00e4r sei. Vielmehr gibt es viele Wissenschaftler*innen, die diese Binarit\u00e4t in Frage stellen. Das leugnet Norbert Campagna jedoch und zitiert daf\u00fcr eine (einzige) wissenschaftliche Publikation.<\/p>\n<p>Und darin liegt das Problem: F\u00fcr die Gegenposition, dass Geschlecht nicht bin\u00e4r sei, kann ich ebenso wissenschaftliche Publikationen zitieren. Eine auch f\u00fcr Laien verst\u00e4ndliche und im Internet \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Publikation ist beispielsweise der Artikel <a href=\"https:\/\/pubmed.ncbi.nlm.nih.gov\/25693544\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abSex Redefined: The Idea of 2 Sexes Is Overly Simplistic\u00bb<\/a> der Genetikerin Claire Ainsworth im Magazin <em>Scientific American<\/em> vom 22. Oktober 2018.<\/p>\n<p>Was folgt daraus? Wissenschaft ist mehr als eine einzige wissenschaftliche Publikation. Und wissenschaftliche Erkenntis ist unabh\u00e4ngig von einzelnen Wissenschaftler*innen. Vielmehr muss man sich das gesamte Bild zur Geschlechterwissenschaft ansehen, um die Komplexit\u00e4t besser zu verstehen und sich der Wahrheit anzun\u00e4hern. Das m\u00f6chte ich hier versuchen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/thomas-hitzlsperger-schwul-es-gab-auch-liebesbriefe\/\">Thomas Hitzls\u00adperger: \u00abNach dem Coming-out kamen auch Liebes\u00adbriefe\u00bb (MANNSCHAFT+)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Als vor etwas mehr als einhundert Jahren die moderne Sexualwissenschaft durch den j\u00fcdischen Mediziner <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/magnus-hirschfeld\/\">Magnus Hirschfeld<\/a> in Berlin begr\u00fcndet wurde, avancierte die Stadt schnell zum Magnet f\u00fcr Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt. Sein Institut im Berliner Tiergarten war nichts weniger als eine wissenschaftliche Revolution, wenn auch noch jung und zerbrechlich.<\/p>\n<p>Schnell kam Hirschfeld durch seine Untersuchungen zur Schlussfolgerung, dass Geschlecht nicht bin\u00e4r sei, sondern ein Kontinuum. An einem gewissen Moment sprach er von sechzehn verschiedenen Geschlechtskategorien, die alle eine Auspr\u00e4gung von m\u00e4nnlich, weiblich, oder m\u00e4nnlich und weiblich haben k\u00f6nnen. Theoretisch f\u00fchre das zu der M\u00f6glichkeit von drei hoch sechzehn Geschlechtsauspr\u00e4gungen, also insgesamt 43&#8217;046&#8217;721. Praktisch jedoch sah er Geschlecht als Kontinuum. F\u00fcr die Menschen, die sich grob in der Mitte dieses Kontinuums befanden, pr\u00e4gte er den Begriff \u00absexuelle Zwischenstufen\u00bb.<\/p>\n<p>Auch wenn wir heute durch unsere modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse einige von Hirschfelds \u00dcberlegungen widerlegt haben: Heute kommen wir immer mehr auf seine Erkenntnis zur\u00fcck, dass Geschlecht keine Binarit\u00e4t ist. Aber warum erst heute? Was war mit den vergangenen einhundert Jahren? Was war passiert?<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/nationalsozialismus\/\">Nazis<\/a> sind passiert. 1933, nach ihrer Macht\u00fcbernahme, zerst\u00f6rten sie das Institut und seine B\u00fccher bei der allseits bekannten B\u00fccherverbrennung. Die noch junge Wissenschaft zu Sexualit\u00e4t und Geschlecht wurde fast unwiderruflich zerst\u00f6rt und die wissenschaftliche Forschung um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zur\u00fcckgeworfen.<\/p>\n<p>Hirschfeld starb 1935. Die wenigen \u00dcberreste, die er vor den Nazis retten konnte, wurden 1993 in Kanada in einem M\u00fcllcontainer gefunden. Wenige Tage zuvor verstarb dort sein vergessener Partner und Erbe Tao Li und seine Habseligkeiten landeten im M\u00fcll. Ich bin der festen \u00dcberzeugung, dass Norbert Campagna, dass wir alle heute ganz anders \u00fcber Geschlecht nachdenken w\u00fcrden, w\u00e4ren die Nazis nie passiert.<\/p>\n<p>Heute kommen wir \u2013 mit anderen Begrifflichkeiten und Erkenntnissen \u2013 langsam wieder dort an, wo wir bereits vor 100 Jahren waren, bevor die Nazis ihre epistemologische Zerst\u00f6rung vollzogen. Doch warum h\u00e4lt sich weiter hartn\u00e4ckig die falsche \u00dcberzeugung, dass sich die Wissenschaft einig sei, dass Geschlecht bin\u00e4r sei?<\/p>\n<p>Wissenschaft ist ein breites Feld. Je nachdem, welche wissenschaftliche Disziplin man betrachtet \u2013 z. B. Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Psychologie \u2013 erh\u00e4lt man eine ganz andere Definition dessen, was Geschlecht ist. Das bedeutet nicht, dass eine richtig und alle anderen Definitionen falsch sind. Es zeigt jedoch, dass man je nach Blickwinkel und den zugrunde liegenden Annahmen zu Geschlecht zu unterschiedlichen Erkenntnissen gelangt.<\/p>\n<p>Ein Psychologe, der Geschlecht im Rahmen seiner Forschung betrachtet, kommt zu einer v\u00f6llig anderen Antwort auf die Frage, was Geschlecht ist, als eine Biologin, die Geschlecht abh\u00e4ngig von Chromosomen betrachtet. Keine Antwort ist per se falsch, sondern m\u00f6glicherweise nur ein Teil der Wahrheit. Auch sind die englischen Begriffe \u00absex\u00bb (biologisches Geschlecht) und \u00abgender\u00bb (soziales Geschlecht) nicht so leicht voneinander zu trennen, weil das Biologische mit dem Sozialen verwoben ist. Das ber\u00fccksichtigen zum Beispiel biopsychosoziale Modelle, die Norbert Campagna aber in seinem Artikel verschweigt, wenn er schreibt: \u00abLe sexe est biologique et le genre est social.\u00bb (Auf Deutsch etwa: \u00abSex beschreibt das biologische und Gender das soziale Geschlecht.\u00bb)<\/p>\n<p>Doch konzentrieren wir uns mal rein auf die Naturwissenschaft. Auch hier ist die Sache bei Weitem nicht so einfach, wie es oft (leider auch in Norbert Campagnas Artikel) behauptet wird.<br \/>\nDenn selbst innerhalb der Naturwissenschaften gibt es eine grosse Bandbreite von verschiedenen Disziplinen mit unterschiedlichen Theorien und Definitionen zum Thema Geschlecht. Ein*e Genetiker*in hat eine andere Definition als ein Hormonbiologe oder eine Entwicklungsbiologin. Und in vielen F\u00e4llen sind diese Definitionen nicht oder nicht streng bin\u00e4r.<\/p>\n<p>Bei den Chromosomen haben die meisten Menschen entweder XX- oder XY-Chromosomen. Aber es gibt auch viele Menschen mit anderen Karyotypen \u2013 wie <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/seamus-und-das-zweite-x-die-rueckkehr-der-libido\/\">zum Beispiel Seamus<\/a>. Ja, das wird oft als \u00abseltene Abweichung von der Norm\u00bb, oder \u00abKrankheit\u00bb oder \u00abSyndrom\u00bb beschrieben, als etwas, das also \u00abnicht normal\u00bb und daher \u00abfalsch\u00bb sei. Obwohl bei vielen dieser Menschen keine gesundheitlichen Probleme auftreten (ja, viele wissen nicht einmal \u00fcber ihre chromosomale <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/inter\/\">Intergeschlechtlichkeit<\/a> Bescheid) oder noch nicht abschliessend gekl\u00e4rt ist, wie viele ihrer m\u00f6glicherweise entstehenden Probleme tats\u00e4chlich kausal durch ihre Chromosomen entstehen und wie viele durch gesellschaftliche Normen oder Diskriminierung.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/frauen-und-analsex-das-sind-die-neuesten-umfrageergebnisse\/\">Frauen und Anal\u00adsex \u2013 Das sind die neuesten Umfrage\u00adergebnisse<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein anderer Karyotyp als XX oder XY ist ein wissenschaftlicher Fakt. Die Bezeichnung eines solchen Karyotyps als \u00abSyndrom\u00bb,\u00abAbweichung\u00bb oder \u00abKrankheit\u00bb ist jedoch kein wissenschaftlicher Fakt, sondern eine menschliche Interpretation dieses Fakts. \u00c4hnlich war es zum Beispiel auch bei <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/homosexualitaet\/\">Homosexualit\u00e4t<\/a>. Dass Menschen sich zu unterschiedlichen K\u00f6rpern und Geschlechtern sexuell hingezogen f\u00fchlen k\u00f6nnen, ist ein wissenschaftlicher Fakt. Die Bezeichnung von Homosexualit\u00e4t als \u00abKrankheit\u00bb ist jedoch kein Fakt, sondern eine menschliche Interpretation dieses Fakts, die auch lange in der Wissenschaft vorherrschte.<\/p>\n<p>Was ich damit sagen m\u00f6chte: Das Stempeln von allem, was nicht in die Bin\u00e4rit\u00e4t passt, als Syndrom oder Anomalie, ist kein wissenschaftlicher Fakt. Und deshalb gibt es immer mehr Naturwissenschaftler*innen, die nicht mehr von einer Geschlechterbinarit\u00e4t sprechen \u2013 wenn sie es \u00fcberhaupt jemals in ihrer Disziplin getan haben. Denn in vielen naturwissenschaftlichen Disziplinen wird das schon lange nicht mehr getan.<\/p>\n<p>So wie ich das sehe, gibt es nur eine naturwissenschaftliche Disziplin, die noch verst\u00e4rkt von einer Bin\u00e4rstruktur ausgeht (und wo es vielleicht auch Sinn macht). Und das ist nicht bei den Chromosomen, nicht bei den Hormonen, nicht bei den prim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Geschlechtsmerkmalen, sondern bei der menschlichen Fortpflanzungsbiologie auf Basis der Keimzellen. Hier, und wirklich nur hier, macht es eventuell Sinn, von Binarit\u00e4t zu sprechen, weil man tats\u00e4chlich genau zwei unterschiedlich geschlechtliche Zellen braucht: ein Spermium und eine Eizelle.<\/p>\n<p>Aber das dann auf alle anderen Aspekte des Geschlechts zu \u00fcbertragen bzw. Geschlecht auf Keimzellen zu reduzieren, wird nicht nur der h\u00f6heren Komplexit\u00e4t des Geschlechts nicht gerecht, sondern ist auch gef\u00e4hrlich. Zwar macht das f\u00fcr die Disziplin der Fortpflanzungsbiologie (wenn sie sich auf Keimzellen reduziert) absolut Sinn.<\/p>\n<p>Aber daraus dann sozialpolitische Schlussfolgerungen zu ziehen (und das macht der Artikel von Norbert Campagna), kann sehr schnell zu ernsthaften Gefahren f\u00fchren. Denn es reduziert die Funktion der Sexualit\u00e4t rein und allein auf die Fortpflanzung und negiert alle anderen Funktionen der Sexualit\u00e4t f\u00fcr den Menschen und andere Primaten: Intimit\u00e4t, Stressabbau, Konfliktregelung, Zusammenhalt, usw. Und dann neigt man dazu, alle Formen der Sexualit\u00e4t, die nicht auf Fortpflanzung abzielen, als \u00abanormal\u00bb oder \u00abunnat\u00fcrlich\u00bb zu brandmarken. Und das kann wiederum zu Homo-, Sexual-, oder Hurenfeindlichkeit, usw. f\u00fchren. Ich weiss, dass das nicht die Absicht von Norbert Campagna ist und er sich davon distanziert. Aber seine Ausf\u00fchrungen k\u00f6nnen dennoch diese Konsequenzen haben.<\/p>\n<p>Norbert Campagna betont, dass er jede Petition gegen die Kriminalisierung von Homosexualit\u00e4t uneingeschr\u00e4nkt unterst\u00fctzen w\u00fcrde, sie sogar \u00abmit beiden H\u00e4nden unterzeichnen\u00bb w\u00fcrde. Man kann sich jedoch nicht von Homosexuellenfeindlichkeit freisprechen, nur weil man so etwas tut. Ein Beispiel: Der Psychiater Richard von Krafft-Ebing hat um 1900 in Berlin an einer Stadtf\u00fchrung \u00fcber schwule Bars und Clubs teilgenommen, die vom Polizeidirektor Leopold von Meerscheidt-H\u00fcllessem geleitet wurde, der damals Chef des Homosexuellendezernats der Berliner Polizei war. Dieses Dezernat k\u00fcmmerte sich darum, den <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/paragraph-175\/\">\u00a7175<\/a> durchzusetzen, der m\u00e4nnliche Homosexualit\u00e4t unter Strafe stellte. Krafft-Ebing liess seine Erkenntnisse von der Tour in sein Buch \u00abPsychopathia Sexualis\u00bb einfliessen und dankte in seinem Vorwort auch Meerscheidt-H\u00fcllessem f\u00fcr die F\u00fchrung. Und er unterzeichnete eine Petition von Magnus Hirschfeld, um den \u00a7175 abzuschaffen. Aber Krafft-Ebing argumentierte, dass Homosexualit\u00e4t eine Krankheit sei. Und es ist auf ihn zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Homosexualit\u00e4t so lange als Krankheit eingestuft wurde.<\/p>\n<p>Was ich damit sagen will: Es reicht nicht aus, sich f\u00fcr die Entkriminalisierung von LGBTIQ-Personen einzusetzen. Wenn man gleichzeitig aber ein wissenschaftlich falsches System von Heteronormativit\u00e4t oder Geschlechter-Binarit\u00e4t unterst\u00fctzt, das alles, was nicht in diese Norm oder Binarit\u00e4t passt, als \u00abfalsch\u00bb, \u00ababnormal\u00bb oder \u00abkrank\u00bb stigmatisiert, dann hilft man unserer Community nicht wirklich.<\/p>\n<p>Wir leben in Zeiten, in denen die Gewalt gegen queere Menschen, insbesondere gegen trans, nicht-bin\u00e4re und gender-nonkonforme Personen sowie <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/drag\/\">Drag<\/a>-K\u00fcnstler*innen immer mehr zunimmt. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht von einem Angriff auf unsere Community h\u00f6re. Ein langj\u00e4hriger Freund von mir wurde in Paris brutal zusammengeschlagen.<\/p>\n<p>In M\u00fcnster wurde 2022 der trans Mann Malte C. totgeschlagen <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/nach-toedlichem-angriff-auf-malte-c-taeter-darf-abgeschoben-werden\/\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. Und in Berlin wird regelm\u00e4ssig das Grab der trans Frau <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/zwei-jahre-nach-ihrem-tod-gedenken-an-trans-frau-ella\/\">Ella N.<\/a> gesch\u00e4ndet, die sich \u00f6ffentlich auf dem Alexanderplatz, nicht weit von meinem Zuhause entfernt, das Leben genommen hat.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/autobiografie-alexander-gutbrod-will-sich-rehabilitieren-gegenueber-maite-kelly\/\">Autobiografie: Alexander Gutbrod will sich \u00abrehabilitieren\u00bb<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>\u00dcbrigens: Auch der Suizid ist aufgrund der Stigmatisierung in unserer Community \u00fcberdurchschnittlich hoch. Mehr als eine Person in meinem Umfeld hat sich bereits das Leben genommen. Jeden Tag wartet man darauf, dass ein Anruf kommt, dass nun eine Person im engsten Freundschaftskreis betroffen ist. All das ist das Ergebnis von Hass gegen uns. Und dieser Hass wird auch von Menschen gen\u00e4hrt, die vielleicht gegen diese Gewalt sind, aber falsche wissenschaftliche Informationen \u00fcber Geschlecht und Sexualit\u00e4t verbreiten.<\/p>\n<p>Wenn man behauptet, im Namen der Wissenschaft zu sprechen, dann hat man eine Verantwortung, wenn es um die Realit\u00e4t des Lebens echter Menschen geht. Diese Verantwortung habe ich im Artikel von Norbert Campagna leider vermisst.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"p1\"><em><span class=\"s2\"><sup><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">*<\/a><\/sup><\/span> Jeden Samstag ver\u00f6ffentlichen wir auf MANNSCHAFT.com einen Kommentar zu einem aktuellen Thema, das die LGBTIQ-Community bewegt. Die Meinung der Autor*innen spiegelt nicht zwangsl\u00e4ufig die Meinung der Redaktion wider.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Natur gebe es nur Mann und Frau \u2013 das sei wissenschaftlicher Fakt, schreibt Philosoph Norbert Campagna. 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