{"id":184089,"date":"2023-11-29T12:39:10","date_gmt":"2023-11-29T11:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=184089"},"modified":"2023-12-02T15:44:05","modified_gmt":"2023-12-02T14:44:05","slug":"stimmliche-supernova-das-callas-konzert-von-1958-koloriert-im-kino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/stimmliche-supernova-das-callas-konzert-von-1958-koloriert-im-kino\/","title":{"rendered":"Konzert von Maria Callas aus 1958 koloriert im Kino!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 2. Dezember w\u00e4re die Sopranistin Maria Callas 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erscheint \u00abexklusiv auf der Kinoleinwand\u00bb erstmals der vollst\u00e4ndige historische Konzertauftritt der LGBTIQ-Ikone aus Paris 1958, in Farbe.<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss man dieses Konzert keinem Callas-Fan vorstellen, denn es gibt davon schon lange eine DVD-Ausgabe, ausserdem geistern bei YouTube diverse Arien daraus herum. Aber: Sie waren bislang alle in Schwarzweiss. Was die Wirkung der Callas \u2013 als glamour\u00f6se \u00dcberdiva im Audrey-Hepburn-Look, mit Juwelen behangen und mit einer Intensit\u00e4t singend, die bis heute die gesamte Konkurrenz auf ihre Pl\u00e4tze verweist \u2013 nicht schm\u00e4lert.<\/p>\n<p>2017 hatte Tom Volf bereits in seinem sehr gelungenen Dokumentarfilm \u00abMaria by Callas\u00bb Ausschnitte dieses Konzerts in restaurierter Farbe gezeigt.<\/p>\n<p>Nun hat Volf das komplette Konzert zu einem Film von 90 Minuten Laufzeit zusammengestellt. Er heisst schlicht \u00abCallas \u2013 Paris, 1958\u00bb und kommt am 2. Dezember ins Kino, in der Schweiz <a href=\"https:\/\/mariacallas.film\/tickets\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Bern und Bienne)<\/a> sowie in Deutschland und \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>Juwelen im Wert von einer Million Dollar<br \/>\n<\/strong>Das war damals ein aussergew\u00f6hnlicher Auftritt in der prachtvollen Pariser Op\u00e9ra Garnier, den das Fernsehen festhielt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184099\" aria-describedby=\"caption-attachment-184099\" style=\"width: 703px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq.jpeg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-184099 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 703 1000'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810.jpeg\" alt=\"Maria Callas\" width=\"703\" height=\"1000\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810.jpeg 703w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-211x300.jpeg 211w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-422x600.jpeg 422w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-50x71.jpeg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-561x798.jpeg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-265x377.jpeg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-531x755.jpeg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-364x518.jpeg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-608x865.jpeg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-34x48.jpeg 34w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-67x96.jpeg 67w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1v8jq-e1701253309810-400x569.jpeg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 703px) 100vw, 703px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-184099\" class=\"wp-caption-text\">Poster zu \u00abCallas \u2013 Paris, 1958\u00bb (Foto: Piece of Magic Entertainment)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neben dem musikalischen Aspekt \u2013 die Callas war damals die ber\u00fchmteste und teuerste S\u00e4ngerin der Welt, die mit ihrem Privatleben und der Aff\u00e4re mit Aristoteles Onassis f\u00fcr Schlagzeilen sorgte \u2013 war das Konzert auch ein grosses gesellschaftliches Ereignis, an dem \u00abLe Tout Paris\u00bb teilnahm, darunter der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Coty, Jean Cocteau, der Herzog und die Herzogin von Windsor, Charlie Chaplin, Brigitte Bardot und viele andere, deren Ankunft das Fernsehen nat\u00fcrlich festgehalten hat, und die man hier auch in Vollfarbe sieht.<\/p>\n<p>Callas selbst betrat die wie ein TV-Studio hergerichtete B\u00fchne in eleganter Designer-Garderobe und trug Juwelen im Wert von einer Million Dollar. Sie er\u00f6ffnete den Abend mit ihrer Paraderolle Norma und der Arie \u00abCasta Diva\u00bb, ein leise dahingehauchtes Gebet an die G\u00f6ttin des Mondes, den Menschen Frieden zu schenken.<\/p>\n<p>Es folgen die eindringliche \u00abMiserere\u00bb-Szene aus Verdis \u00abTroubadour\u00bb, bevor Callas die Stimmung wechselt mit dem schelmischen \u00abUna voce poco fa\u00bb aus Rossinis \u00abDer Barbier von Sevilla\u00bb. Der H\u00f6hepunkt des Abends kam in der zweiten H\u00e4lfte: eine vollst\u00e4ndig inszenierte Auff\u00fchrung des zweiten Aktes von \u00abTosca\u00bb, wo Callas als Tosca ihren Widersacher Scarpia niedersticht, als dieser sie vergewaltigen will. Dabei br\u00fcllt sie ihm entgegen \u00abStirb und sei verdammt!\u00bb.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7IXFnTgp3Uo?si=W6yA31XaXST5255v\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Aus dem pers\u00f6nlichen Archiv<\/strong><br \/>\n\u00abZum ersten Mal vollst\u00e4ndig in Farbe und in 4K Ultra HD, sorgf\u00e4ltig restauriert von den k\u00fcrzlich wieder entdeckten originalen 16mm-Rollen und einer neu entdeckten Tonquelle, ist dies eine Gelegenheit, diesen historischen Auftritt wie nie zuvor zu erleben\u00bb, heisst es in der Pressemitteilung zum Film.<\/p>\n<p>Und weiter: \u00abDie visuelle Restaurierung ist nur ein Teil der Geschichte. Der Ton, ebenso wertvoll, wurde liebevoll in Dolby Atmos restauriert und stammt direkt aus dem pers\u00f6nlichen Archiv von Maria Callas. Jede Note, jede Nuance ihrer unvergleichlichen Stimme wurde f\u00fcr die Nachwelt bewahrt. Die gewissenhafte Tonmischung und das Mastering wurde den erfahrenen H\u00e4nden der Miraval Studios anvertraut, um sicherzustellen, dass das H\u00f6rerlebnis ebenso hinreissend ist wie das visuelle.\u00bb<\/p>\n<p>Der CEO von Piece of Magic Entertainment, Caspar Nadaud, sagt: \u00abEs gibt keine bessere Art, den 100. Geburtstag von Maria Callas zu feiern, als auf der grossen Kinoleinwand. Dies ist das erste Mal, dass das Publikum auf der ganzen Welt die Callas in Farbe und in Dolby Atmos im Kino erleben kann, w\u00e4hrend sie eines ihrer legend\u00e4rsten und gefeiertsten Konzerte gibt. Ich bin stolz darauf, dass Piece of Magic bei diesem Projekt mit Tom Volf und Samuel Fran\u00e7ois-Steininger zusammenarbeitet und dass wir gemeinsam mit unseren Kinopartnern \u2039Callas \u2013 Paris, 1958\u203a dem Kinopublikum auf der ganzen Welt anbieten k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/s-TwMfgaDC8?si=khsHL1xZsrKqp0rY\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>\u00abMeine Seele, meine Sehnsucht, mein Schmerz, meine Freude\u00bb<\/strong><br \/>\nDie Wucht von Callas als S\u00e4ngerin f\u00e4ngt dieses Konzert nat\u00fcrlich nur bedingt ein. Der Grund, warum besonders viele schwule Opernfans die am 2. Dezember 1923 in New York City geborene Maria Anna Cecilia Sofia Kalogeropoulou abg\u00f6ttisch verehren, ist in dem Konzert von 1958 zwar mehr als greifbar \u2013 aber die vokale Supernova, f\u00fcr die sie in ihren besten Momenten steht, erlebt man anderswo.<\/p>\n<p>Es gibt niemanden, der sich der Wirkung dieser Stimme und der dramatischen Ausbr\u00fcche, die sie mit dieser Stimme erzeugte, entziehen kann. Manchen ist das zu viel. Ich kenne einen eingefleischten schwulen Opernfan, der mir erz\u00e4hlte, dass er seit Jahren keine Callas-Aufnahmen mehr geh\u00f6rt hat, weil sie einfach \u00abzu intensiv\u00bb seien und gleichzeitig so in seiner Erinnerung \u00abeingebrannt\u00bb, dass er sie gar nicht mehr h\u00f6ren muss. Er habe sie so verinnerlicht, dass sie Teil seines Lebens geworden sind \u2013 und er auch keine anderen Aufnahmen von St\u00fccken wie \u00abTosca\u00bb oder \u00abNorma\u00bb h\u00f6ren kann, ohne immer den Schatten der Callas dabei zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Der schwule Regisseur und Produzent Lucas Kazan, der selbst etliche Opern als Pornos umgesetzt hat (<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/casta-diva-der-erste-schwule-opernfuehrer-der-welt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MANNSCHAFT berichtete<\/a>), schrieb auf Anfrage f\u00fcr diesen Artikel, er k\u00f6nne zu Callas nichts sagen, das auch nur ann\u00e4hernd ihre Bedeutung einfangen w\u00fcrde, denn sie sei \u00abmein alles: meine Seele, meine Sehnsucht, mein Schmerz, meine Freude\u2026\u00bb Sie sei \u00abder bahnbrechendste Sopran des 20. Jahrhunderts\u00bb gewesen, so Kazan. Was man als Statement \u2013 ohne jegliche \u00dcbertreibung \u2013 stehen lassen kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_66205\" aria-describedby=\"caption-attachment-66205\" style=\"width: 1285px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43.png\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-66205 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 1285 845'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43.png\" alt=\"\" width=\"1285\" height=\"845\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43.png 1285w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-300x197.png 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-768x505.png 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-425x279.png 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-561x369.png 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-1122x738.png 1122w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-364x239.png 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-758x498.png 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-608x400.png 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-1152x758.png 1152w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-73x48.png 73w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-146x96.png 146w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-313x206.png 313w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Screenshot-43-400x263.png 400w\" data-sizes=\"(max-width: 1285px) 100vw, 1285px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-66205\" class=\"wp-caption-text\">Regisseur und Opernfan Lucas Kazan bei den Dreharbeiten zu \u00abSchool For Lovers\u00bb, seiner Porno-Adaption von Mozarts \u00abCos\u00ec fan tutte\u00bb (Foto: lucaskazan.com)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Andere schwule Fans, wie der k\u00fcrzlich verstorbene Terrence McNally (<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/der-dramatiker-terrence-mcnally-ist-an-covid-19-gestorben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MANNSCHAFT berichtete<\/a>), haben den Kult um die Callas aus schwuler Perspektive in Theaterst\u00fccken wie \u00abThe Lisbon Traviata\u00bb (1989) eingefangen oder ihr mit dem St\u00fcck \u00abMaster Class\u00bb (1995) ein Denkmal gesetzt, das viele Schauspielerinnen seither genutzt haben, um zu brillieren.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/r2eae88Gv2M?si=BC8tSj9kYeftkVAp\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>\u00abOper, Homosexualit\u00e4t und Begehren\u00bb<br \/>\n<\/strong>Wayne Koestenbaum zelebriert Callas in seinem ber\u00fchmten Buch \u00abThe Queen\u2019s Throat\u00bb, zu Deutsch \u00abK\u00f6nigin der Nacht: Oper, Homosexualit\u00e4t und Begehren\u00bb ebenfalls. Und diese ganz besondere Beziehung schwuler Opernfans zu speziell dieser Diva beschreibt auch Arnold Jacobshagen in seinem neuen Buch zum Callas Geburtstag. In \u00abMaria Callas: Kunst und Mythos\u00bb hebt er besonders den Aspekt der Metamorphose hervor, bei dem sich die dickliche und scheinbar ungelenke Frau mit griechischen Wurzeln und der Wunderstimme zu einem Topmodel herunterhungerte, sich neu stylte und zu einer Hollywood-Sch\u00f6nheit wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184103\" aria-describedby=\"caption-attachment-184103\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-184103 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 250 383'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3.jpg\" alt=\"Maria Callas\" width=\"250\" height=\"383\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3.jpg 250w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3-196x300.jpg 196w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3-50x77.jpg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3-31x48.jpg 31w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/978-3-15-011451-3-63x96.jpg 63w\" data-sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-184103\" class=\"wp-caption-text\">Arnold Jacobshagens \u00abMaria Callas: Kunst und Mythos\u00bb (Foto: Reclam)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jacobshagen dazu: \u00abAuch in der Schwulenszene, die einen besonders hohen Anteil an Callas-Verehrern verzeichnete, wurde die Metamorphose mit Staunen registriert. Als einer der Ersten hat Wayne Koestenbaum das queere Potential der S\u00e4ngerin thematisiert \u2013 und dabei freilich wieder andere Zahlen benannt: Wir lieben die Callas, weil sie ihren K\u00f6rper v\u00f6llig umgestaltet hat. In drei Jahren ist sie von 79 Kilo auf 54 abgesunken und hat sich vom h\u00e4sslichen Entlein in eine Glamourqueen verwandelt. K\u00f6rper lassen sich nicht immer ab\u00e4ndern, aber die Selbstrevision der Callas l\u00e4sst uns \u2013 wie eine Geschlechtsumwandlung \u2013 an die Kraft des blossen Wunsches glauben.\u00bb<\/p>\n<p>Und weiter: \u00abF\u00fcr die queere Lesart der Callas-Legende war zudem auch die tragische Erfahrung des Stimmverlusts bedeutsam. Weitere Metamorphosen folgten: erst der komplette R\u00fcckzug von den B\u00fchnen der Welt, dann das \u00fcberraschende Comeback mit einer Konzerttournee mit Giuseppe Di Stefano. <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/daniel-franzese-body-shaming-bijou-phillips\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Body Shaming<\/a> ist heute im Musikbetrieb ein Tabu. Dennoch wird in der Szene immer h\u00e4ufiger prim\u00e4r nach Optik besetzt. Das war nicht immer so. In den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren waren \u00fcbergewichtige Operns\u00e4ngerinnen v\u00f6llig normal. Es gab weder gesellschaftlichen Druck f\u00fcr einen zwanghaften Schlankheitskult noch eine Body-Positivity-Bewegung. Das vorherrschende Sch\u00f6nheitsideal orientierte sich eher an <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/warhol-portraet-von-marilyn-monroe-fuer-rekordsumme-versteigert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Marilyn Monroe<\/a> als an <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/seit-50-jahren-tot-und-hip-wie-nie-fashion-ikone-balenciaga\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Audrey Hepburn<\/a>. Erst recht galt das f\u00fcr die altmodische Opernwelt. Niemand st\u00f6rte sich daran, wenn Butterfly oder Salome von Primadonnen fortgeschrittenen Alters gespielt wurden, deren K\u00f6rpermasse nicht eben der gel\u00e4ufigen Vorstellung jugendlicher Anmut entsprach. Und dabei geh\u00f6rte Maria Callas in keiner Phase ihrer Karriere zu den besonders dicken Primadonnen.\u00bb<\/p>\n<figure id=\"attachment_184104\" aria-describedby=\"caption-attachment-184104\" style=\"width: 640px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-184104 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 640 851'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958.jpg\" alt=\"Maria Callas\" width=\"640\" height=\"851\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958.jpg 640w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-226x300.jpg 226w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-425x565.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-50x66.jpg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-561x746.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-265x352.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-531x706.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-364x484.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-608x808.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-36x48.jpg 36w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-72x96.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-300x400.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Maria_Callas_1958-400x532.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-184104\" class=\"wp-caption-text\">Maria Callas 1958 im US-Fernsehen in der Sendung \u00abSmall World\u00bb (Foto: CBS Television)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00abAdrenalinstoss f\u00fcr die Ewigkeit\u00bb<\/strong><br \/>\nJacobshagen h\u00e4lt fest: \u00abErst infolge ihrer k\u00f6rperlichen Metamorphosen fiel es den meisten Leuten auf, dass sie fr\u00fcher einmal \u00fcppiger gewesen war. Ihre Di\u00e4t war der n\u00e4chste und konsequente Schritt ihrer fortw\u00e4hrenden Selbstoptimierung. Sie hatte die Erfahrung gemacht, dass nicht allein ihre Stimme, sondern auch ihre szenische Darstellungskunst f\u00fcr ihren Erfolg ausschlaggebend war. F\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit der meisten ihrer Rollen w\u00fcrde sich eine deutlich schlankere Erscheinung als vorteilhaft erweisen.\u00bb<\/p>\n<p>Das Grandiose an Callas ist, dass sie die Glaubw\u00fcrdigkeit und die seelischen Abgr\u00fcnde ihrer Figuren auch rein vokal vermitteln konnte. Und so gibt es unz\u00e4hlige atemberaubende Aufnahmen von ihr \u2013 live und im Studio. Besonders live kann man dabei immer wieder ihre Superstunts erleben, mit denen sie speziell in der Fr\u00fchphase ihrer Karriere um 1950 die Konkurrenz schlicht wegpustete. Ein ber\u00fchmtes Beispiel ist ihr Auftritt als Aida in Verdis gleichnamiger Oper in <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/skandal-in-mexiko-ball-der-41-zeigt-lgbtiq-geschichte-in-lateinamerika\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mexico City<\/a>.<\/p>\n<p>Am Ende der sogenannten Triumpf-Szene, wo die B\u00fchne mit Chormassen und Extras, Solisten und allem m\u00f6glichen anderen bev\u00f6lkert ist, schiesst Callas ganz am Ende mit einem interpolierten hohen Es eine Leuchtrakete ab (die Verdi nicht in der Partitur vorsieht) und \u00fcbert\u00f6nt damit \u2013 alle und alles. Das Publikum in Mexiko flippt aus und bricht noch vor Ende der Musik in Bravogeschrei aus. Der Stimmexperte J\u00fcrgen Kesting spricht von einem \u00abAdrenalinstoss f\u00fcr die Ewigkeit\u00bb.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JshHrzYJYqo?si=bsYw5bpe1jS9O57b\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Liebesschmerz und Liebesekstase<\/strong><br \/>\nEs ist eine Form von Selbstbehauptung \u2013 ein Durchsetzen gegen alle Widrigkeiten, ein Schlag ins Gesicht alle jener, die ihr den Platz im Rampenlicht streitig machen wollten (in diesem Fall der Tenor Kurt Baum, erz\u00e4hlt die Legende). Und es sind solche Momente, die viele queere Fans an Callas besonders bewundern.<\/p>\n<p>Geliebt wird sie aber wegen ihrer vokalen Darstellung von Liebesschmerz und Liebesekstase. Und von Liebeswahnsinn. Wer einmal ihre Aufnahme der <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/lucia-di-lammermoor-als-drama-gegen-anti-schwule-gewalt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abLucia di Lammermoor\u00bb<\/a> aus dem Jahr 1955 geh\u00f6rt hat, mit Dirigent Herbert von Karajan und Partnern wie Di Stefano live in Berlin, der wird das nie wieder anders h\u00f6ren wollen. Und selbst das eher konservative und Belcanto-Oper gegen\u00fcber skeptische deutsche Nachkriegspublikum kann sich der Wirkung dieser Stimme und Art dieses Singens nicht entziehen.<\/p>\n<p>Nach dem krachenden Sextett \u2013 einem Wunschkonzert-Highlight, das mit einem dieser Leuchtraketent\u00f6ne der Callas endet \u2013 gibt es so viel tosenden Applaus im Theater des Westens, dass Karajan das Ganze schlichtweg nochmal spielen l\u00e4sst. Und die Callas bei der Wiederholung noch gr\u00f6sser auftrumpft und dann den Spitzenton am Schluss einfach ein zweites Mal in den Raum schleudert. Danach ist im Publikum kein Halten mehr; was man auf dem Radiomitschnitt h\u00f6ren kann. Es bleibt eindrucksvoll, diese Interaktion zwischen B\u00fchne und Zuschauerraum zu erleben, bis heute.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/sh-VMQKczLs?si=Pqcr0yaG83joeekK\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Biopic mit Angelina Jolie<\/strong><br \/>\nDass zu Callas auch zum 100. Geburtstag noch nicht alles gesagt ist, zeigt neben den vielen neuen Publikationen und neu aufgelegten Aufnahmen auch die Tatsache, dass Hollywood sich jetzt wieder mit ihr besch\u00e4ftigt. Ein Biopic mit dem Titel \u00abMaria\u00bb und mit Angelina Jolie wird mit dem chilenischen Regisseur Pablo Larra\u00edn gerade gedreht. Er handelt von den letzten tragischen Tagen kurz vor Callas\u2018 Tod in Paris 1977, im Alter von nur 53 Jahren.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/EQJi2mbiSxI?si=YachDciQFI2FI4fA\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Larra\u00edn ist bekannt f\u00fcr starke Kinoportr\u00e4ts bedeutender Frauen wie \u00abJackie\u00bb (Jackie Kennedy, mit Natalie Portman) und \u00abSpencer\u00bb, in dem Kristen Stewart Diana Spencer spielte. Das Drehbuch stammt von Steven Knight (\u00abPeaky Blinders\u00bb, \u00abSpencer\u00bb). Neben Jolie geh\u00f6ren zum Cast Leute wie Alba Rohrwacher, Kodi Smit-McPhee (<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/oscar-nominierungen-2022-erfreulich-queer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abThe Power of the Dog\u00bb<\/a>) and Valeria Golino.<\/p>\n<p>Bis der Film ins Kino kommt, lohnt das neue Jacobshagen-Buch als fundierte und \u00fcbersichtliche Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte der Callas-Legende (\u00abLeben\u00bb, \u00abKunst\u00bb, \u00abMythos\u00bb). Das kolorierte Pariser Konzert von 1958 und die Tatsache, dass es jetzt ins Kino kommt, macht vielleicht auch eine j\u00fcngere Generation auf diese S\u00e4ngerin neuerlich neugierig, die man immer wieder entdecken kann. Und die man gerade als junger Queer kennen sollte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/A9C7YkNIoC4?si=h_p7oa5yE7zC0kgb\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Warum? Weil sie ein so essenzieller Teil der LGBTIQ-Geschichte ist, wegen ihrer Zusammenarbeit mit ber\u00fchmten schwulen K\u00fcnstlern wie Luchino Visconti, Franco Zeffirelli oder Leonard Bernstein (zu dem das <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/maestro-matt-bomer-spielt-lover-von-leonard-bernstein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Biopic \u00abMaestro\u00bb<\/a> ebenfalls im Dezember ins Kino kommt); vor allem aber, wegen der Heerscharen von schwulen Fans, f\u00fcr die Callas mehr war als nur eine Stimme, sondern Ausdruck ihres Innern, das sie sonst niemandem anvertrauen konnten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184102\" aria-describedby=\"caption-attachment-184102\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-184102 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 600 389'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957.jpg\" alt=\"Maria Callas\" width=\"600\" height=\"389\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957.jpg 600w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-300x195.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-425x276.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-50x32.jpg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-561x364.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-265x172.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-531x344.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-364x236.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-74x48.jpg 74w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-148x96.jpg 148w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Visconti_Callas_1957-400x259.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-184102\" class=\"wp-caption-text\">Maria Callas mit dem Regisseur Luchino Visconti 1957 im Teatro alle Scala in Mailand (Foto: Federico Patellani)<\/figcaption><\/figure>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/rosa-von-praunheim-80-heteromaenner-wissen-nicht-was-ein-penis-ist-ausser-dass-er-ficken-kann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rosa von Praunheim<\/a> illustriert das wunderbar in seiner Doku \u00abOperndiven &#8211; Operntunten\u00bb von 2020, die leider noch nicht auf DVD erschienen ist, aber ab und zu durch die Mediatheken des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks geistert. In dem Film spricht Praunheims Jugendfreund, der Regisseur Werner Schroeter (1945-2010), von seiner Callas-Leidenschaft. Und nat\u00fcrlich f\u00e4ngt \u00abOperndiven &#8211; Operntunten\u00bb genau damit an.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich gibt es den cineastischen Moment-der-Momente, als im Aids-Drama \u00abPhiladelphia\u00bb die von Tom Hanks gespielte Figur Denzel Washington als Anwalt erkl\u00e4rt, was die \u00fcberw\u00e4ltigende Kraft von Oper ist &#8211; und ebenfalls nat\u00fcrlich tut er das mit einer Callas-Aufnahme, \u00abLa mamma morta\u00bb aus \u00abAndrea Ch\u00e9nier\u00bb. Das bleibt singul\u00e4r. Und Callas <em>at her absolute best<\/em>.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9zjG29JwC1c?si=nZwbNU4A2tLDOji9\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Im slowakischen Ko\u0161ice sorgt eine Inszenierung von Wagners \u00abTannh\u00e4user\u00bb schon vor der Premiere f\u00fcr Aufregung, weil darin die Geschichte des Titelhelden als Biografie des schwulen Wagner-Sohns Siegfried erz\u00e4hlt wird (<a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/wie-schwul-darf-eine-wagner-oper-in-der-slowakei-sein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MANNSCHAFT berichtete<\/a>).<\/strong><\/p>\n<p><img data-expand=\"600\" class=\"lazyload\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 1 1'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/11cf7c01db12421e8ef1cb36993aebef\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2.12. w\u00e4re die Sopranistin Maria Callas 100 geworden. 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