{"id":171227,"date":"2023-06-07T02:50:36","date_gmt":"2023-06-07T00:50:36","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=171227"},"modified":"2023-08-23T12:13:08","modified_gmt":"2023-08-23T10:13:08","slug":"diversitaet-war-fuer-mich-eine-selbstverstaendlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/diversitaet-war-fuer-mich-eine-selbstverstaendlichkeit\/","title":{"rendered":"\u00abDiversit\u00e4t war f\u00fcr mich eine Selbst&shy;verst\u00e4ndlichkeit\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Mit \u00abMedusa Deluxe\u00bb ist dem britischen Regisseur Thomas Hardiman ein ungew\u00f6hnliches Kino-Erlebnis gelungen. Bei MANNSCHAFT erz\u00e4hlt er \u00fcber Haarstyling, Diversit\u00e4t und seine Leidenschaft zum Film.<\/h3>\n<p>Der Film \u2013 ab 8. Juni im Kino und sp\u00e4ter ab dem 4. August beim Streamingdienst MUBI \u2013 ist eine skurrile und sehr queere Krimikom\u00f6die, angesiedelt in der Welt kompetitiver Haarstyling-Wettbewerbe. Wir trafen ihn im August 2022 kurz nach der Weltpremiere beim Filmfestival in Locarno zum Interview.<\/p>\n<p><strong>Mr. Hardiman, wo andere Regiedeb\u00fctanten sonst gerne mal im Privaten nach Inspiration suchen und Autobiografisches erz\u00e4hlen, haben Sie Ihren ersten langen Spielfilm \u00abMedusa Deluxe\u00bb nun in der Welt kompetitiver Haarstyling-Wettbewerbe angesiedelt. Wie kamen Sie darauf?<\/strong><br \/>\nTja, wenn ich das so wirklich beantworten k\u00f6nnte. Es schwirren immer so viele Ideen in meinem Kopf herum, von denen ich selten weiss, wie genau sie entstanden sind. Und manchmal verf\u00e4ngt sich dann eben eine und es wird mehr daraus. Den Anfang macht nicht selten ein Satz oder eine knackige Beschreibung, die meine Neugier weckt. Mein erster Kurzfilm zum Beispiel handelte von Teppichen, weil mir die Zeile \u00abeine Lovestory \u00fcber die britische Teppich-Geschichte\u00bb in den Sinn kam und ich dachte, dass das ein Film ist, den ich mir selbst ansehen w\u00fcrde. Das war nun mit einem Murder Mystery in der Welt kompetitiver Haarstyling-Wettbewerbe ganz genauso. Ich hatte ganz viele Ideen, die ich in diesem Konzept unterbringen wollte, was Struktur und Stil und Figuren angeht. Aber vor allem wollte ich wirklich einen Film drehen, der Frisuren und Hairstyling feiert.<\/p>\n<p><strong>Warum?<\/strong><br \/>\nWeil ich finde, dass das letztlich eine unterrepr\u00e4sentierte Subkultur ist. Richtig gute Haarstylist*innen leisten wirklich Aussergew\u00f6hnliches. Der Kreativit\u00e4t sind da keine Grenzen gesetzt, ich finde das wirklich irre. Eugene Souleiman zum Beispiel, der f\u00fcr die Frisuren in \u00abMedusa Deluxe\u00bb zust\u00e4ndig war, ist einer der grossartigsten Haarstylisten der Welt. F\u00fcr mich ist das, was er aus Haaren macht, genauso ausgefallen, einfallsreich und beeindruckend wie etwa die Werke der von mir wahnsinnig gesch\u00e4tzten Isa Genzken. Nur dass man eben bei ihr von Kunst spricht und bei ihm von Haarstyling.<\/p>\n<p><strong>Wie haben Sie ihn kennen gelernt?<\/strong><br \/>\nEhrlich gesagt habe ich mich einfach mit dem Drehbuch zu \u00abMedusa Deluxe\u00bb bei ihm gemeldet und von meinen Ideen erz\u00e4hlt. Mit seiner Arbeit war ich vertraut, weil ich schon l\u00e4nger verfolge, welche Trends es in Sachen Frisuren gibt, und ich zum Beispiel gesehen hatte, was er f\u00fcr tolle Sachen gemacht f\u00fcr Alexander McQueen oder Maison Margiela. Ich hatte den Eindruck, dass wir vielleicht eine Wellenl\u00e4nge haben k\u00f6nnten, denn mich interessiert an der Kunst und damit auch an Filmen gerade ihre Kunstfertigkeit, die Mechanismen ihrer Entstehung, die K\u00fcnstlichkeit. Das geht ihm in seiner Arbeit \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><strong>Auch auf die Gefahr hin, dass wir hier viel zu lange \u00fcber Haare sprechen, m\u00fcssen Sie trotzdem noch kurz erz\u00e4hlen, wo denn aber nun Ihre Faszination daf\u00fcr \u00fcberhaupt herkommt!<\/strong><br \/>\nMeine Mutter hat auf jeden Fall viel damit zu tun. Als ich klein war, fuhr sie einmal die Woche zum Friseur. Ich kam eigentlich jedes Mal mit und sass dann den ganzen Nachmittag in diesem Salon namens Oswaldo herum. Und wissen Sie, was das Kurioseste ist? Als ich den Laden letztens mal bei Google Maps gesucht habe, stellte ich fest: heute heisst er La Medusa. Ist das nicht ein krasser Zufall? Jedenfalls haben mich diese Stunden im Friseursalon damals wirklich sehr gepr\u00e4gt. Dieses Spannungsfeld zwischen der Kunst des Frisierens und der Eleganz auf der einen Seite und des Klatsch und Tratsch auf der anderen ist genau das, was ich nun in \u00abMedusa Deluxe\u00bb einfangen wollte. Das ist ein sehr fruchtbares Setting f\u00fcr absurde Comedy und die Gratwanderung zwischen Realismus und \u00dcberh\u00f6hung. Ich habe jedenfalls sehr bewusst einige Details in meinen Film integriert, die eine Hommage an Oswaldo und seinen Salon sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/da-sind-keine-geschichten-ueber-neue-heldinnen\/\">Mehr zum Thema: \u00abDa sind keine Geschichten \u00fcber neue Held*innen\u00bb<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Zum Beispiel?<\/strong><br \/>\nBei ihm lief damals st\u00e4ndig Musik von den <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/schwule-serie-its-a-sin-kommt-ins-free-tv\/\">Pet Shop Boys<\/a>. Deswegen ist jetzt der Klingelton einer Figur in \u00abMedusa Deluxe\u00bb ein Song der Pet Shop Boys. Was gar nicht unproblematisch war, denn die Band hat die Anfrage erst einmal abgelehnt. Sie wollten nicht, dass ihre Musik zum Klingelton degradiert wird, was man ja auch irgendwie verstehen kann. Erst als ich einen langen Brief schrieb und genau erkl\u00e4rte, warum es f\u00fcr mich eine so pers\u00f6nliche Sache w\u00e4re, einen Song von ihnen in meinem Film zu haben, gaben sie doch die Erlaubnis.<\/p>\n<p><strong>Ihr Ensemble ist fantastisch und kommt ganz ohne grosse Namen aus. Nach welchen Kriterien haben Sie es zusammengestellt?<\/strong><br \/>\nGerade als Regiedeb\u00fctant ist es nat\u00fcrlich Gold wert, wenn man einen guten Casting Director hat, und da hatte ich mit Gary Davy wirklich immenses Gl\u00fcck. \u00abMedusa Deluxe\u00bb war in der Umsetzung kein einfacher Film. Wir hatten zwei Wochen Probezeit und dann gerade einmal neun Tage zum Drehen, das war schon irre. Deswegen war es wichtig, dass wir Schauspieler*innen mit Theatererfahrung finden, die mit dieser Art des Arbeitens vertraut waren und auch dieses Ensemble-Feeling kannten. Schon beim Casting haben wir versucht darauf zu achten, dass wir uns f\u00fcr Leute entscheiden, die mit der Menge an Text und auch seinem Rhythmus klarkommen und gleichzeitig eine Leichtigkeit ins Spiel bringen. Ich glaube, ich habe meinem Cast wirklich ganz sch\u00f6n was zugemutet, auch wenn ich daran denke, dass wir die ganze Zeit fast nur in kleinen R\u00e4umen und engen G\u00e4ngen gedreht haben.<\/p>\n<p><strong>Hatten Sie bei den Figuren und ihrer Besetzung gezielt Diversit\u00e4t im Blick?<\/strong><br \/>\nDie musste ich mir nicht bewusst vornehmen, sondern war eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Was nat\u00fcrlich auch mit der Welt des Haarstylings zusammenh\u00e4ngt. Die wird nun einmal von Frauen und schwulen M\u00e4nnern dominiert, deswegen spielen Hetero-Kerle in meinem Film einfach keine Rolle. Dass die meisten Protagonistinnen in \u00abMedusa Deluxe\u00bb People of Color sind, verstand sich f\u00fcr mich auch von selbst. Mir ist es wichtig, dass meine Arbeit unseren realen, modernen Alltag widerspiegelt. Meine Mutter ist eine Einwanderin aus Irland, ich habe zwei Schwarze Onkel und jede Menge mixed-race Cousins und Cousinen. Ein Ensemble, das nicht divers ist, w\u00fcrde nicht nur meiner Familienerfahrung nicht entsprechen, sondern auch nicht der britischen und westeurop\u00e4ischen Gesellschaft, die mir t\u00e4glich auf der Strasse begegnet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_171234\" aria-describedby=\"caption-attachment-171234\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-medium wp-image-171234\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 300 200'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-300x200.jpg\" alt=\"Hair\" width=\"300\" height=\"200\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-265x177.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-531x354.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-728x485.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515-400x267.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/312660515.jpg 900w\" data-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-171234\" class=\"wp-caption-text\">Szene aus \u00abMedusa Deluxe\u00bb (Bild: Courtesy Everett Collection)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>War eigentlich von Anfang an klar, dass \u00abMedusa Deluxe\u00bb aussehen soll, als sei der Film in einer einzigen Einstellung gedreht?<\/strong><br \/>\nJa, das war von Beginn an der Plan. Dazu angeregt wurde ich, glaube ich, durch meine Nichten, die ich oft gebabysittet habe. Denen habe ich immer \u00fcber die Schulter geguckt, wenn sie sich auf ihrem Telefon stundenlang Makeup-Tutorials angesehen haben, was mich irgendwie inspirierte. Ich wollte dranbleiben an meinen Figuren, gerade auch in dem Murder Mystery-Kontext. Wo man in einer solchen Geschichte normalerweise nach jeder Befragung wegschneiden und dem Ermittler folgen w\u00fcrde, bleibe ich nun bei den Befragten und wir setzen uns das Geschehen aus ihrer Perspektive zusammen. Das stellt die konventionellen Erz\u00e4hlstrukturen ein wenig auf den Kopf \u2013 und genau darum geht es mir.<\/p>\n<p><strong>Gefilmt hat all das Robbie Ryan. Wie kommt man als Erstlingsregisseur mit kleinem Budget und neun Tagen Drehzeit an einen Oscar-nominierten Kameramann, der sonst mit Yorgos Lanthimos, <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/scream-queer-nifff-zeigt-retrosektive-zu-lgbtiq-im-horrorfilm\/\">Sally Potter <\/a>oder Andrea Arnold arbeitet?<\/strong><br \/>\nDas habe ich nur dem Zufall und dem Gl\u00fcck zu verdanken. Ich war vor Jahren Produktionsassistent bei einem Film namens \u201eCatch Me Daddy\u201c, bei dem er Kameramann war. Da kamen wir ins Gespr\u00e4ch, und anfangs dachte ich, das sei bloss h\u00f6fliche Plauderei bei der Arbeit, weil man eben gerade nebeneinander beim Lunch sitzt. Aber tats\u00e4chlich begeistern wir uns in der gleichen Art und Weise f\u00fcrs Filmemachen, haben die gleiche Leidenschaft f\u00fcrs Medium Film und schw\u00e4rmen f\u00fcr die gleichen Geschichten. Dar\u00fcber freundeten wir uns an. Und weil ich weiss, dass er am liebsten mit Leuten dreht, die er gerne mag, und immer dann seine beste Arbeit abliefert, wenn er Spass am Set hat, habe ich mich schliesslich getraut ihn zu fragen, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/elliot-page-jetzt-sieht-meine-mutter-wie-viel-gluecklicher-ich-bin\/\">Mehr zum Thema: Elliot Page: \u00abJetzt sieht meine Mutter, wie viel gl\u00fccklicher ich bin\u00bb<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Wann entbrannte bei Ihnen eigentlich besagte Leidenschaft f\u00fcr den Film?<\/strong><br \/>\nIm Grunde schon als Kind. Disneys \u00abAladdin\u00bb war mein erster grosser Lieblingsfilm. \u00dcberhaupt bin ich heute noch ein echter Fan von gut gemachten Animationsfilmen, die sich nicht zuletzt an Kinder richten. \u00abThe LEGO Movie\u00bb oder \u00abWolkig mit Aussicht auf Fleischb\u00e4llchen\u00bb sind f\u00fcr mich grosses Kino! Als Regisseur beeinflusst haben mich aber sp\u00e4ter nat\u00fcrlich andere Werke. Die Filme von Ken Russell zum Beispiel haben mich sehr gepr\u00e4gt, ebenso die von Leos Carax, gerade die fr\u00fcheren. Ich bin niemand, der mit Weltkino und Untertiteln aufgewachsen ist. In meiner Jugend waren deswegen zun\u00e4chst eher Filme wie \u00abChinatown\u00bb f\u00fcr mein cineastisches Erwachen zust\u00e4ndig, auch wenn das nichts ist, was mich heute noch stark beeinflusst. Inzwischen orientiere ich mich eher an Claire Denis oder J\u016bz\u014d Itami.<\/p>\n<p><strong>Studiert haben Sie trotz der Liebe zum Kino erst einmal Kunst, nicht wahr?<\/strong><br \/>\nJa, denn die bildende Kunst schien mir anfangs mehr Freiheit zu versprechen. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass dort alles m\u00f6glich ist und es keine Regeln gibt, w\u00e4hrend Film, so wie ich ihn in Grossbritannien wahrnahm, als Kunstform irgendwie restriktiv erschien. Ich hatte den Eindruck, dass es da enorm viele Konventionen gab, und konnte mir nicht vorstellen, dass ich mich da so ausdr\u00fccken kann, wie ich das gerne wollte.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Xsn7MqhSu-Q\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Was brachte Sie dann dazu, doch noch umzuschwenken?<\/strong><br \/>\nMein Erweckungserlebnis, das mich umdenken liess, war ein Wochenende w\u00e4hrend meines Kunststudiums, an dem ich drei britische Filme sah, die mich umhauten: \u201eHunger\u201c von Steve McQueen, Clio Barnards \u201eThe Arbor\u201c und \u201eArchipelago\u201c von Joanna Hogg. Die waren so anders als alles, was ich bis dahin mit britischem Kino assoziierte. Die k\u00fcnstlerische Freiheit und die Experimentierfreude, die ich in diesen Filmen entdeckte, \u00f6ffneten mir die Augen. Von da an st\u00fcrzte ich mich auf alles, was ich in Sachen Independent-Kino und internationaler Filme in die Finger bekam. Ich entdeckte \u201e35 Rum\u201c von Claire Denis und die alten Leos Carax-Filme, aber zum Beispiel auch Andrew Haighs \u201eWeekend\u201c, der f\u00fcr mich bis heute ein unglaublich wichtiger Film ist. Mit seiner Kamerafrau Ula Pontikos habe ich zwei meiner Kurzfilme drehen k\u00f6nnen und wahnsinnig viel von ihr gelernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner queeren Krimikom\u00f6die \u00abMedusa Deluxe\u00bb f\u00fchrt Regisseur Thomas Hardiman in die Welt der Friseur*innen ein. 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