{"id":169078,"date":"2023-06-03T07:27:37","date_gmt":"2023-06-03T05:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=169078"},"modified":"2023-06-03T08:36:25","modified_gmt":"2023-06-03T06:36:25","slug":"die-schlacht-um-den-stern-7-gruende-fuer-inklusiven-sprachgebrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/die-schlacht-um-den-stern-7-gruende-fuer-inklusiven-sprachgebrauch\/","title":{"rendered":"Die Schlacht um den Stern: 7 Gr\u00fcnde f\u00fcr inklusiven Sprachgebrauch"},"content":{"rendered":"<h3>Die Sprache geh\u00f6rt uns allen und wenn sie sich \u00e4ndert, bricht Streit aus. Die einen schreien \u00abGender-Terror\u00bb, die anderen fordern \u00abGleichheit\u00bb. Dabei sollte es l\u00e4ngst nicht mehr um das Ob gehen, sondern um das Wie. Und um die Fakten.<\/h3>\n<p>Die Gendersprache f\u00fchrt ein merkw\u00fcrdiges Doppelleben. Obwohl sie l\u00e4ngst Teil der \u00d6ffentlichkeit ist \u2013 Bundesministerien, Verwaltungen, Universit\u00e4ten geben Leitf\u00e4den mit Tipps zum inklusiven Sprachgebrauch heraus \u2013, wird sie mit harten Bandagen bek\u00e4mpft. Anfang Jahr sagte etwa die Programmchefin der Schweizerischen Volkspartei <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/svp-will-genderstern-bekaempfen-auf-allen-politischen-ebenen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(SVP)<\/a> Karin Friedli: \u00abWenn ich eine Mail erhalte, die sich an Parlamentarier*innen wendet, dr\u00fccke ich direkt auf Delete.\u00bb Ihre Partei hat angek\u00fcndigt, dass sie auf allen politischen Ebenen Vorst\u00f6sse einreichen wird, um das Gendern zu verbieten. Auch in Deutschland und in \u00d6sterreich schiessen Gegner*innen scharf und fordern Verbote. Die Zeit der sanften Worte ist abgelaufen.<\/p>\n<p>Was \u00fcberhaupt will die geschlechtergerechte Sprache? Nein, sie will keinesfalls den Untergang der Sprache. Was sie will, ist, so gesprochen und geschrieben zu werden, dass sich weibliche, m\u00e4nnliche und diverse Menschen angesprochen f\u00fchlen. Sie will alle Geschlechtsidentit\u00e4ten sichtbar machen und gleichbehandeln. Aber einen Untergang gibt es, den sie definitiv will: den des generischen Maskulinums. Das ist n\u00e4mlich ein b\u00f6ses Ding, weil es Frauen und <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/verwaltungsgericht-wien-ermoeglicht-geschlechtseintrag-nicht-binaer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nicht-bin\u00e4re Identit\u00e4ten<\/a> unsichtbar macht. Wenn das biologische Geschlecht (Mann \u2013 m\u00e4nnlich, Frau \u2013 weiblich, Auto \u2013 s\u00e4chlich) vermeintlich unwichtig ist, greift verallgemeinernd das generische Maskulinum: Die m\u00e4nnliche Bezeichnung meint andere Geschlechter mit. Das ist zwar gut lesbar, aber irref\u00fchrend. Aus einer Veranstaltung mit 20 Studenten und 40 Studentinnen kann eine Veranstaltung mit 60 Studenten werden.<\/p>\n<p>In der gegenw\u00e4rtigen und gef\u00fchlsgeladenen Sprachschlacht pl\u00e4dieren wir f\u00fcr eine ruhige und argumentative Haltung. Deshalb haben wir ausgew\u00e4hlte Einw\u00e4nde gegen das Gendern einem Faktencheck unterzogen. Herausgekommen sind einige Erkenntnisse, die wir in sieben schlauen S\u00e4tzen auf den Punkt bringen.<\/p>\n<p><strong>#1 Gendergerechte Sprache ist ein alter Hut.<\/strong><br \/>\nDer Versuch nach geschlechtergerechter Sprache findet sich in allen Phasen der deutschen Sprache (Quelle der nachfolgenden Beispiele ist ein Vortrag des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch). Schon 1817 vermied Johann Wolfgang von Goethe in seinem Roman \u00abWilhelm Meisters Lehrjahre\u00bb Personenbezeichnungen: \u00abF\u00fcr Reisende ist wenig gesorgt; wer zu Fuss geht, wird nicht hoch genug geachtet; wer f\u00e4hrt, lebt mit dem Postillon in einer Art von Ehe.\u00bb In einer Erz\u00e4hlung verwendet Herman Schmid 1864 die Doppelformel: \u00ab\u2009.\u2009.\u2009.\u2009und noch nahmen die Fussg\u00e4nger und Fussg\u00e4ngerinnen kein Ende, welche von allen Seiten herbeistr\u00f6mten.\u00bb Oder 1874 standen geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen im \u00abLandes-Gesetz- und Verordnungsblatt f\u00fcr das K\u00f6nigreich Galizien und Lodomerien sammt dem Grossherzogthume Krakau\u00bb: \u00ab\u2009.\u2009.\u2009.\u2009das Recht zur Erhebung der Mautgeb\u00fchr\u2009.\u2009.\u2009.\u2009von jeder zu Fuss gehenden, zu Wagen fahrenden, oder zu Pferd reitenden Person\u2009.\u2009.\u2009.\u2009\u00bb<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/30-000-dollar-geldstrafe-fuer-absichtliches-misgendern\/\">Kanada: 30.000 Dollar Geldstrafe f\u00fcr absichtliches Misgendern. Das entschied ein kanadisches Gericht<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Gegner*innen der geschlechtergerechten Sprache wenden ein, dass erst die verst\u00e4rkte Verwendung von weiblichen Personenbezeichnungen dazu gef\u00fchrt habe, dass wir das Maskulinum mit M\u00e4nnern assoziieren, urspr\u00fcnglich sei es generisch gewesen.<\/p>\n<p>Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch entkr\u00e4ftet diese Kritik: \u00abDie Idee, das Maskulinum sei eine generische Form, entstand erst im Laufe des 19. Jahrhunderts, als Frauen begannen am \u00f6ffentlichen Leben teilzuhaben. Auch in Sprachen, in denen nicht oder erst seit kurzem gegendert wird, wird das Maskulinum mit m\u00e4nnlichen Personen assoziiert (z.B. im Franz\u00f6sischen). Das Maskulinum war also nie wirklich generisch, sondern bezog sich schon immer vorrangig auf M\u00e4nner.\u00bb<\/p>\n<p>Und wenn er das Argument h\u00f6rt, wir d\u00fcrften in die nat\u00fcrliche Sprachentwicklung nicht eingreifen, dann antwortet er, dass es keine \u00abnat\u00fcrliche\u00bb Sprachentwicklung gebe. Sprachwandel geschehe sowohl durch bewusste Eingriffe (vor allem Wortschatz, Rechtschreibung) als auch durch unbewusste, langfristige Prozesse (vor allem Laut- und grammatischer Wandel). Wir haben also schon immer in die Sprachentwicklung eingegriffen und d\u00fcrfen es auch weiterhin.<\/p>\n<p><strong>#2 Gendern fixiert sich nicht per se aufs Geschlecht<\/strong><br \/>\nEinerseits gibt es das genderinklusive Sprechen und Schreiben: Traditionelle oder neu entwickelte Formen wie der Genderstern machen auch Frauen und andere Geschlechter sichtbar. Andererseits gibt es das Entgendern, also genderabstrahierende Formen, die das Geschlecht weitestgehend aus dem Sprachgebrauch heraushalten, wo es nicht unmittelbar von Bedeutung ist: zum Beispiel Radfahrende, wer mit dem Rad f\u00e4hrt, oder kreative Formen wie das Radfahry, dx Radfahrx oder ens Radfahrens.<\/p>\n<figure id=\"attachment_169081\" aria-describedby=\"caption-attachment-169081\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-169081\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 600 600'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek.jpg\" alt=\"Gendern\" width=\"600\" height=\"600\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek.jpg 600w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-300x300.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-425x425.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-50x50.jpg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-192x192.jpg 192w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-384x384.jpg 384w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-110x110.jpg 110w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-220x220.jpg 220w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-561x561.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-265x265.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-531x531.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-364x364.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-48x48.jpg 48w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-96x96.jpg 96w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-400x400.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-100x100.jpg 100w\" data-sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-169081\" class=\"wp-caption-text\">Illustration: Katarzyna Zietek<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>#3 Sprache beeinflusst, was wir tun<br \/>\n<\/strong>Einer der Einw\u00e4nde gegen geschlechtergerechte Sprache lautet, dass sie unsere Wirklichkeit und ihre Ungleichheiten nicht ver\u00e4ndern k\u00f6nne. Die Studie von Vervecken &amp; Hannover (2015) wies jedoch nach, dass Stellenanzeigen im generischen Maskulinum dazu f\u00fchren, dass M\u00e4dchen und junge Frauen den betreffenden Beruf f\u00fcr weniger zug\u00e4nglich halten. Sie senken auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich den Beruf zutrauen. Sprich der traditionelle Sprachgebrauch kann nicht nur unser Denken beeinflussen, sondern auch unser Handeln. Wenn wir unseren Sprachgebrauch \u00e4ndern, \u00f6ffnen wir damit neue Denkr\u00e4ume.<\/p>\n<p><strong>#4 Gendersprache st\u00f6rt den Lesefluss nicht<br \/>\n<\/strong>Wenn in einem Satz f\u00fcnf Gendersternchen strahlen, ist unser Auge verblendet. Das leuchtet sofort ein. Doch in der Praxis kommt es selten so weit und sollte es auch nicht (siehe weiter unten \u00abSo genderst du richtig\u00bb).<\/p>\n<p>Kritische Stimmen argumentieren h\u00e4ufig, dass eine geschlechtergerechte Sprache die Verst\u00e4ndlichkeit und Lesbarkeit von Texten beeintr\u00e4chtigt. Friedrich und Heise testeten diese Annahme f\u00fcr die deutsche Sprache in ihrer Studie (2019): 355 Studierende lasen einen zuf\u00e4llig zugewiesenen Text. Anschliessend beantworteten sie einen Verst\u00e4ndlichkeitsfragebogen. Die, die einen Text in geschlechtergerechter Sprache gelesen hatten, gaben keine statistisch signifikant schlechteren Bewertungen der Verst\u00e4ndlichkeit ab als solche, die einen Text gelesen hatten, der ausschliesslich maskuline Formen verwendete. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass geschlechtergerechte Sprache die Verst\u00e4ndlichkeit von Texten nicht beeintr\u00e4chtigt. Jedoch nahmen an dieser Studie ausschliesslich neurotypische Lesende teil. Forschungen mit neuroatypischen Menschen gibt es noch nicht. Der deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband empfiehlt unter den verschiedenen gendergerechten Formen den Genderstern, da er als \u00abSternchen\u00bb vorgelesen wird und keine andere Bedeutung hat wie etwa ein Genderdoppelpunkt.<\/p>\n<p><strong>#5 Die Ablehnung gegen das Gendern ist weitgehend inszeniert<\/strong><br \/>\nWir benutzen Sprache automatisch und unbewusst. Es ist also vollkommen normal, dass wir eine Ver\u00e4nderung als anstrengend wahrnehmen. Erst recht, wenn wir denken, dass die Mehrheit gegen Gendersprache ist. Jedoch existiert zu dieser Frage bisher keine Studie, die nach wissenschaftlichen Kriterien durchgef\u00fchrt wurde, und Meinungsumfragen sind typischerweise suggestiv formuliert und lassen offen, was sie mit \u00abGendersprache\u00bb \u00fcberhaupt meinen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/von-der-lippe-gegen-gendern-waer-ich-queer-waere-ich-beleidigt\/\">Von der Lippe gegen Gendern: \u00abW\u00e4r ich queer, w\u00e4re ich beleidigt\u00bb. Doppelpunkte und Sternchen machen die Welt kein bisschen besser, so der Entertainer<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die \u00f6ffentliche Aufregung in ihrer Tonalit\u00e4t und Wucht ist weitgehend inszeniert, um Aufmerksamkeit zu generieren und politische Botschaften zu platzieren. Begriffe wie \u00abGenderwahn\u00bb oder \u00abGender-Terror\u00bb werden insbesondere von rechtspopulistischen und rechtskonservativen Gruppen benutzt, um Bestrebungen der sprachlichen Gleichstellung abzuwerten und um zu zeigen, dass sie sich gegen etwas Neues einsetzen, stellvertretend f\u00fcr alles, was Ver\u00e4nderung anst\u00f6sst.<\/p>\n<p>Ein j\u00fcngeres Beispiel zu dieser Debatte aus der Schweiz: Die eingangs erw\u00e4hnte SVP-Programmchefin Karin Friedli hat angek\u00fcndigt, dass ihre Partei auf allen politischen Ebenen Vorst\u00f6sse einreichen werde, um das Gendern zu verbieten. Sie will Gleichstellungsb\u00fcros abschaffen, den Genderstern verbieten und Steuergelder streichen, wenn \u00f6ffentliche Institutionen \u00abdiese Ideologien\u00bb unterst\u00fctzen. Denn sonst w\u00fcrden wir unsere Sprache verhunzen und \u00abdiese weltfremden Ideologien sind mittlerweile so dominant, dass es einen Gegenpol braucht\u00bb.<\/p>\n<p>Die Co-Pr\u00e4sidentin der Sozialdemokrat*innen (SP) Mattea Meyer sagte in einem Interview, dass diese Debatte um den Genderstern vorgegaukelt sei: \u00abDahinter steckt die Absicht, die Frauenrechte einzuschr\u00e4nken. Vor ein paar Jahren wurde es von vielen als wahnsinnig stossend empfunden, dass man jetzt beispielsweise von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sprechen sollte. Heute ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass die m\u00e4nnliche Form nicht automatisch Frauen mit meint. So wird es auch beim Genderstern sein. Er wird im Privaten ja niemandem aufgezwungen. Ich finde es aber angebracht, dass \u00f6ffentliche Stellen in ihren Dokumenten versuchen, alle Menschen anzusprechen. Diskriminierungen und Gewalt gegen queere Menschen sind leider Realit\u00e4t.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>Sprache ver\u00e4ndert sich, Sprache entwickelt sich \u2013 ich als Deutschlehrer finde das super, ich mag lebendige Sprache<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein anderes Beispiel aus Hamburg: Dort will die AfD (Alternative f\u00fcr Deutschland) die Gendersprache an den Schulen verbieten lassen und hat Zuspruch von der christdemokratischen Bildungsexpertin Birgit St\u00f6ver erhalten: Sternchen und Unterstriche h\u00e4tten \u00abin der deutschen Sprache nichts zu suchen\u00bb <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/hamburger-buergerschaft-kontroverse-debatte-ueber-gendersprache\/\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. Der sozialdemokratische Nils Hansen ist gegen das Verbot der Gendersprache: \u00abSprache ver\u00e4ndert sich, Sprache entwickelt sich \u2013 ich als Deutschlehrer finde das super, ich mag lebendige Sprache\u00bb. Es gebe an den Schulen klare Rechtschreibregelungen. Mit dem Genderverbot wolle die AfD den Sch\u00fcler*innen eine Entscheidungsm\u00f6glichkeit nehmen. \u00abHinter diesem Antrag steht ganz viel Angst vor einer meinungsstarken Jugend.\u00bb<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich zog Ende letzten Jahres die K\u00e4rntner Landesregierung ihren Gender-Leitfaden zur\u00fcck \u2013 nach heftiger Kritik vonseiten der rechtsgerichteten FP\u00d6, unterst\u00fctzt von der konservativen Volkspartei \u00d6VP <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/proteste-gegen-gender-leitfaden-erfolgreich\/\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. In dem 71-seitigen Leitfaden war eine geschlechtsneutrale Sprache vorgesehen. Die Vorgaben sollten im \u00abgesamten Schriftverkehr der Verwaltung\u00bb gelten.<\/p>\n<p>In den Schlachten um die Sprache geht es auch um Meinungsfreiheit. S\u00e4tze wie \u00abIch lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu sagen habe\u00bb betonen den Willen, die eigene Meinung frei zu \u00e4ussern. Wer dieses Argument benutzt oder h\u00f6rt, sollte bedenken, dass geschlechtergerechte Sprache nicht das \u00abWas\u00bb, sondern das \u00abWie\u00bb betrifft. Wir k\u00f6nnen mit ihr alles ausdr\u00fccken. Die einzige Meinung, die durch geschlechtergerechte Sprache eingeschr\u00e4nkt wird, ist die, dass nur M\u00e4nner Sichtbarkeit verdient haben. Wer also die verschiedenen Geschlechter f\u00fcr gleichberechtigt h\u00e4lt, kann nicht so sprechen oder schreiben, als best\u00fcnde die Welt nur aus M\u00e4nnern.<\/p>\n<p><strong>#6 Sprache geh\u00f6rt allen<\/strong><br \/>\nDoch man muss nicht gleich antifeministisch und diversit\u00e4tsfeindlich sein, um sich mit Sprachver\u00e4nderung schwerzutun. Ein pl\u00f6tzlich anderes Sprachbild irritiert uns und st\u00f6rt \u2013 Sprache wird anstrengend. Dabei ist dieser St\u00f6reffekt aber ganz beabsichtigt. Warum? Weil nur so Ungleichheiten bewusst gemacht und neue Sprachweisen durchgesetzt werden k\u00f6nnen \u2013 bis wir sie nach einiger Zeit wie selbstverst\u00e4ndlich und quasi automatisch umsetzen.<\/p>\n<p>Dass sich Sprache mit der Zeit und zusammen mit einer Gesellschaft \u00e4ndert, ist unvermeidbar. Was vor einigen Jahren noch normal war, bewerten wir heute anders \u2013 das betrifft nicht nur die Sprache. Um Sprache unserer Realit\u00e4t anzupassen, bedarf es manchmal aktiver Anstrengung \u2013 bis die Ver\u00e4nderung als ganz normal verinnerlicht wird.<\/p>\n<p>Ein Beispiel hierf\u00fcr findet sich im Jahr 1522, als Martin Luther die Bibel ins Deutsche \u00fcbersetzte: Teilweise fehlte daf\u00fcr das Vokabular und es gab grosse regionale Unterschiede im Wortgebrauch, ohne, dass es eine allgemein akzeptierte Standardform gab. Deshalb pr\u00e4gte Luther neue W\u00f6rter oder w\u00e4hlte nach eigenem Empfinden eine Standardform. W\u00f6rter, die wir bis heute verwenden, sind etwa Bluthund, Denkzettel, Ebenbild, Feuertaufe, Gewissensbisse, Herzenslust, Lockvogel, Machtwort, N\u00e4chstenliebe, Schandfleck und viele mehr. \u00abAuch diese W\u00f6rter d\u00fcrften zun\u00e4chst fremd und etwas k\u00fcnstlich geklungen haben, heute kommen sie uns selbstverst\u00e4ndlich vor\u00bb, sagt Anatol Stefanowitsch.<\/p>\n<p>Die Sprache geh\u00f6rt allen. Gendern ist keine Ideologie, sondern konform mit den Prinzipien unserer Gesellschaftsordnung, in der wir alle vor dem Gesetz gleich sind, alle Geschlechter gleichberechtigt und Freiheit vor Diskriminierung gilt.<\/p>\n<p>Eine Mehrheit kann nicht f\u00fcr alle stehen, weil sie die Minderheit nicht abdeckt; eine Mehrheit muss geh\u00f6rt werden, aber sie kann die Diskussion nicht beenden.<\/p>\n<p><strong>#7 Der Genderstern strahlt hell und k\u00f6nnte erl\u00f6schen<br \/>\n<\/strong>Unter allen geschlechtergerechten Formen wird es wahrscheinlich der Genderstern sein, der sich durchsetzen wird. So sch\u00e4tzt es der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch ein. Personen, die einwenden, das Gendern oder der Stern seien h\u00e4sslich, sei gesagt: Sch\u00f6nheit \u2013 auch die sprachliche \u2013 liegt im Auge der Betrachtenden. Und nicht-bin\u00e4re und weibliche Menschen zu diskriminieren, ist auch h\u00e4sslich.<\/p>\n<p>In den Achtzigern forderten die Feminist*innen, dass der \u00abLehrer\u00bb nicht direkt von der \u00abLehrperson\u00bb ersetzt wurde, weil sie bef\u00fcrchteten, dass das Bild des m\u00e4nnlichen \u00abLehrers\u00bb direkt in die \u00abLehrperson\u00bb \u00fcberging. Deshalb k\u00e4mpften sie daf\u00fcr, dass die Frauen in \u00abLehrerInnen\u00bb sichtbar wurden. Diese Logik zeigt, warum es nun gendergerechte Formen wie den Genderstern als \u00dcbergang braucht, bis wir queere Menschen mitdenken. Es ist wahrscheinlich, dass es noch neue Formen geben wird. Denn wie die Sprache selbst, ist auch das Gendern dynamisch.<\/p>\n<div class=\"content-box\">\n<p><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-169079\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 800 800'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1.jpg\" alt=\"Gendern\" width=\"800\" height=\"800\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1.jpg 800w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-425x425.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-50x50.jpg 50w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-192x192.jpg 192w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-384x384.jpg 384w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-110x110.jpg 110w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-220x220.jpg 220w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-561x561.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-265x265.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-531x531.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-364x364.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-728x728.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-608x608.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-758x758.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-48x48.jpg 48w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-96x96.jpg 96w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-400x400.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/story-7-genderstern-fruehlingsausgabe-mannschaft-magazin-2023-illustrationen-katarzyna-zietek-1-100x100.jpg 100w\" data-sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<h3 class=\"content-text\">So genderst du richtig<\/h3>\n<ul>\n<li>\u00dcberfrachte den Text nicht mit Genderzeichen-Konstruktionen<\/li>\n<li>Wir empfehlen den Genderstern, da er die Symbolkraft hat f\u00fcr geschlechtliche Vielfalt. Faustregel: Nur ein Stern pro Satz. \u00dcberlege, ob du deine Inhalte anders formulieren kannst und werde kreativ<\/li>\n<li>Wenn du den Genderstern im Plural (Mehrzahl) einsetzt, ist es unproblematisch. Beispiel: Lehrer*innen<\/li>\n<li>Sei vorsichtig bei der Einzahl: Verwende ihn nicht allzu oft, verbinde den m\u00e4nnlichen und weiblichen Artikel mit einem Stern. Beispiel: jede*r Reporter*in<\/li>\n<li>Es werden nur Menschen gegendert. Frage dich, ob Personen oder Institutionen gemeint sind. Manche W\u00f6rter bleiben gleich (wie Arztbrief). Je mehr es darum geht, Personen zu beschreiben, desto wichtiger ist es zu gendern, aber feststehende Bezeichnungen von Verb\u00e4nden etwa darf man nicht eigenm\u00e4chtig \u00e4ndern<\/li>\n<li>Tipp: Oft hilft ein gleichbedeutendes Wort als Ersatz. Beispiel: Redepult statt Rednerpult<\/li>\n<li>Schreibe geschlechtsneutral. Geht es um konkrete Personen und um deren Geschlecht, dann gendere, wenn nicht, dann verwende geschlechtsneutrale Formulierung: Oberbegriffe, Synonyme, Umschreibungen, Partizipien. Beispiele: Radfahrende, wer mit dem Rad f\u00e4hrt<\/li>\n<li>Um aus der Schreibroutine des generischen Maskulinums herauszukommen, hilft das Beschreiben von T\u00e4tigkeiten. Beispiel: nicht Steuerzahler, sondern alle, die Steuern zahlen. Das Maskulinum ist nur dann berechtigt, wenn ausschliesslich M\u00e4nner gemeint sind<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"content-text\">Mehr Tipps zum Genderstern findest du auf <a href=\"https:\/\/www.genderleicht.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">genderleicht.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><strong>Der Musiker Herbert Gr\u00f6nemeyer hat sich f\u00fcrs Gendern ausgesprochen. F\u00fcr ihn ist es eine notwendige Ver\u00e4nderung, um alle Menschen sichtbar zu machen <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/herbert-groenemeyers-plaedoyer-fuers-gendern-noetig-fuer-veraenderung\/\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gendern \u2013 Die Sprache geh\u00f6rt uns allen und wenn sie sich \u00e4ndert, bricht Streit aus. Dabei sollte es l\u00e4ngst nicht mehr um das OB gehen, sondern um das WIE und um die Fakten (MANNSCHAFT+) <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/die-schlacht-um-den-stern-7-gruende-fuer-inklusiven-sprachgebrauch\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2468,"featured_media":169080,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,4371],"tags":[4527,5493,5545],"wps_subtitle":"Faktencheck rund ums Thema Gendern","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169078"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2468"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=169078"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":170932,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169078\/revisions\/170932"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/169080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=169078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=169078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=169078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}