{"id":138926,"date":"2022-05-22T12:16:12","date_gmt":"2022-05-22T10:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=138926"},"modified":"2024-09-23T15:01:20","modified_gmt":"2024-09-23T13:01:20","slug":"fuer-autonomie-und-ein-paar-quadratmeter-privatsphaere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/fuer-autonomie-und-ein-paar-quadratmeter-privatsphaere\/","title":{"rendered":"\u00abIn Venezuela habe ich nichtmal meiner Mutter erz\u00e4hlt, dass ich schwul bin\u00bb"},"content":{"rendered":"<h3>Immer mehr Menschen verlassen Venezuela. In der Milit\u00e4rdiktatur leiden besonders Queers. Sie fliehen ins Nachbarland Brasilien, wo sie sich mehr Akzeptanz und bessere Lebensbedingungen erhoffen. Der Neuanfang ist hart, f\u00fchrt in vermeintlich sichere Fl\u00fcchtlingscamps, ins Krankenhaus oder auf den Strassenstrich. F\u00fcr Richard, Rut, Roderyk und Rance haben sich die Risiken dennoch gelohnt.<\/h3>\n<p>Text: Lisa Kuner<\/p>\n<p>Kleine Baracken, B\u00e4ume, halbverfallene Geb\u00e4ude, dazwischen ein staubiger Weg. Das Gel\u00e4nde, auf dem Richard Jos\u00e9 Hernandez Gaston wohnt, wirkt auf den ersten Blick wie ein heruntergekommener Hinterhof \u2013 ein ziemlich grosser und belebter Hinterhof. Man betritt das Gel\u00e4nde durch ein Eisentor, nachl\u00e4ssig gesichert mit einem rostigen Schloss. \u00dcberall sind Menschen: Kleine Kinder mit alten Fahrr\u00e4dern und Erwachsene, die Schrott sortieren, W\u00e4sche aufh\u00e4ngen oder sich im Schatten der B\u00e4ume eine Auszeit von der br\u00fctenden Hitze g\u00f6nnen. Bei der kleinen Wohneinheit handelt es sich um eine Ocupa\u00e7\u00e3o, eine Besetzung.<\/p>\n<p>An diesem Vormittag im Oktober 2021 um elf Uhr ist das Quecksilber weit \u00fcber 30 Grad geklettert. Das ist nichts Ungew\u00f6hnliches, denn Boa Vista, die Hauptstadt von <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/tag\/brasilien\/\">Brasiliens<\/a> n\u00f6rdlichstem Bundestaat Roraima, liegt etwas oberhalb vom \u00c4quator. \u00abIch wollte nicht aus Venezuela weg, aber wir haben dort einfach keine Arbeit gefunden\u00bb, sagt der 23-j\u00e4hrige Richard Jos\u00e9 Hernandez Gaston. Ausserdem habe es f\u00fcr seine kranke Mutter keine medizinische Versorgung gegeben. \u00abAm Anfang habe ich hier viel geweint\u00bb.<\/p>\n<figure id=\"attachment_138930\" aria-describedby=\"caption-attachment-138930\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-138930\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 900 600'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao.jpg\" alt=\"brasilien camp\" width=\"900\" height=\"600\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao.jpg 900w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-265x177.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-531x354.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-728x485.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/occupacao-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-138930\" class=\"wp-caption-text\">Die Ocupa\u00e7\u00e3o wird von den brasilianischen Beh\u00f6rden geduldet, da s\u00e4mtliche Camps zum Bersten gef\u00fcllt sind. (Bild: Lisa Kuner)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Kein einfacher Ausgangspunkt f\u00fcr ein neues Leben<\/strong><br \/>\nSeit 2017 sind mehr als 600000 Menschen aus Venezuela nach Brasilien migriert, weil sie aufgrund der wirtschaftlichen Krise unter der Milit\u00e4rdiktatur keine Zukunft mehr f\u00fcr sich sahen. Entweder auf legalem Weg oder <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/flucht-durch-den-darien-dschungel-hoffen-auf-ein-besseres-leben\/\">\u00fcber obskure Schmugglerrouten durch den dichten Regenwald<\/a> erreichen die Menschen auf ihrer Flucht zuerst den brasilianischen Bundestaat Roraima. Dort gibt es wenig Arbeit, es ist sehr heiss, und die wirtschaftlichen Zentren liegen noch tausende Kilometer entfernt. Kein einfacher Ausgangspunkt f\u00fcr ein neues Leben. F\u00fcr Richard gab es neben den Krisen in Venezuela einen weiteren Grund f\u00fcr seine Flucht nach Brasilien: Er ist schwul, und queere Personen werden in seiner Heimat immer st\u00e4rker diskriminiert. \u00abIn Venezuela habe ich mich nicht mal getraut meiner Mutter zu erz\u00e4hlen, dass ich schwul bin\u00bb, erz\u00e4hlt Richard. Beleidigungen und Anfeindungen gegen\u00fcber LGBTIQ-Menschen seien dort an der Tagesordnung. Von Brasilien erhofft er sich mehr Toleranz.<\/p>\n<p>Er ist nicht der Einzige, dem es so geht: Viele queere Menschen verlassen Venezuela, weil sie sich dort nicht sicher f\u00fchlen. So auch Rut Elisa Escobar Singh. Sie ist lesbisch, 21 Jahre alt, tritt selbstbewusst auf und wirkt dadurch \u00e4lter. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon mehr gesehen hat, als eine junge Frau, oder \u00fcberhaupt ein Mensch, sehen sollte. \u00abVenezuela ist ein sehr homophobes Land\u00bb, sagt sie. \u00abDu wirst f\u00fcr alles diskriminiert, f\u00fcr deine Art, wie du dich kleidest oder sprichst.\u00bb Sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder h\u00e4tten sie dort nicht akzeptiert. Besonders schlimme Erfahrung machte sie im Wehrdienst beim Milit\u00e4r. \u00abFrauen werden dort haupts\u00e4chlich als Sexobjekte gesehen\u00bb, erz\u00e4hlt sie. \u00abMir haben sie gesagt, dass sie mir das Lesbischsein schon austreiben w\u00fcrden\u00bb.<\/p>\n<p>Zuhause schl\u00e4gt der Vater Rut und ihre Zwillingsschwester. 2019 geht Rut aus dem venezolanischen Bundestaat Bol\u00edvar nach Brasilien. \u00abIch dachte, hier wird das Leben wunderbar\u00bb, erinnert sie sich. \u00abAber dann habe ich erst mal auf der Strasse gelebt\u00bb.<\/p>\n<p>Die Situation f\u00fcr queere Menschen in Venezuela ist besonders heikel: Es gibt keine legal anerkannte Form von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identit\u00e4t im Alltag ist h\u00e4ufig, beispielsweise bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche. Die aktuelle Krise versch\u00e4rfte den ohnehin schon komplizierten Alltag vieler Menschen und so suchen immer mehr Zuflucht in den Nachbarl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Doch die Ausgrenzung h\u00f6rt nicht an der Grenze auf. Das spiegelt sich auch in den Einrichtungen f\u00fcr die Migrant*innen in Boa Vista wider. Insgesamt bieten die Notunterk\u00fcnfte im Bundestaat Roraima Platz f\u00fcr rund 5000 Menschen, zeitweise gab es wegen der besonders hohen Schutzbed\u00fcrftigkeit eine Unterkunft speziell f\u00fcr Frauen und die LGBTIQ-Community. Der Alltag in den Fl\u00fcchtlingscamps ist hart: Viele Menschen leben auf engstem Raum, die Stimmung ist angespannt, es kommt immer wieder zu Konflikten und Anfeindungen gegen\u00fcber queeren Menschen.<\/p>\n<p><strong>Vermeintlich sichere Camps<\/strong><br \/>\nAna Carolina de Barros Fran\u00e7a arbeitet f\u00fcr die Nichtregierungsorganisation AVSI und soll im Camp Rodon 2, am Rand von Boa Vista, Diskriminierung verhindern. \u00abWir hatten am Anfang viele Probleme und haben sie immer noch\u00bb, gibt sie zu. Besonders h\u00e4ufig seien LGBTIQ-feindliche Kommentare, aber es habe auch schon Gewaltandrohungen und k\u00f6rperliche Angriffe gegeben. \u00abEs kam vor, dass andere Migranten nicht am selben Ort essen wollten wie die queere Community\u00bb. Mit Aufkl\u00e4rungsprogrammen versuchen sie und die anderen Mitarbeiter*innen solche Diskriminierung zu verhindern. Gem\u00e4ss Ana sind die queeren Gefl\u00fcchteten besonders verletzlich, weil sie oft alleine in Brasilien ankommen: Konflikte und Ablehnung durch ihre Familien und das Umfeld sind meist ihr Fluchtgrund.<\/p>\n<figure id=\"attachment_138938\" aria-describedby=\"caption-attachment-138938\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-138938\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 900 600'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete.jpg\" alt=\"un camp\" width=\"900\" height=\"600\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete.jpg 900w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-265x177.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-531x354.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-728x485.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/camp-brasilien-gefluechtete-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-138938\" class=\"wp-caption-text\">Aufkl\u00e4rungsprogramme sollen im Fl\u00fcchtlingscamp Rodon 2 Gewalt und Ausgrenzung vorbeugen. (Bild: Lisa Kuner)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch der 19-j\u00e4hrige Roderyk Jos\u00e9 Calder\u00f3n Urquia und sein 24 Jahre alter Freund Rance Gregorio Garcia Florez sind ohne Begleitung und unabh\u00e4ngig voneinander in Brasilien angekommen. Die beiden M\u00e4nner sind zur\u00fcckhaltend. Erst seit Kurzem leben sie im Rondon 2. \u00abIn Venezuela musste ich meine Sexualit\u00e4t verstecken\u00bb, erz\u00e4hlt Roderyk. \u00abEs gibt keinerlei Schutz oder Respekt f\u00fcr die queere Community\u00bb. Er kam \u00fcber Schmugglerrouten aus dem venezolanischen Bundesstaat Monagas nach Brasilien. In den ersten Monaten schlief er auf der Strasse, hatte Hunger, besass nur die Kleider, die er am K\u00f6rper trug, wurde ausgeraubt.<\/p>\n<p>Bevor er in das einigermassen sichere Camp ziehen konnte, verbrachte er die erste Zeit in der \u00abRodovi\u00e1ria\u00bb, einem provisorischen Zeltlager am Busbahnhof der Stadt. Dort gibt es kaum Infrastruktur und keinerlei Koordination oder Leitung. Das brasilianische Milit\u00e4r kontrolliert die Eing\u00e4nge, drinnen sind die Menschen aber auf sich gestellt und eine Art Mafia stellt die Regeln auf. \u00abDie queere Community durfte sich dort nur in einem bestimmten Bereich aufhalten\u00bb, erkl\u00e4rt Roderyk. F\u00fcr den Fall, dass er sich daran nicht halte, sei ihm Gewalt angedroht worden.<\/p>\n<p>Auch Rut hat einige Zeit mit ihrer damaligen Freundin in der \u00abRodovi\u00e1ria\u00bb gelebt und best\u00e4tigt die Aussagen von Roderyk. Dem\u00fctigungen und Drohungen seien dort an der Tagesordnung. Nachdem sich Rut von ihrer Freundin getrennt hatte, hielt sie die Zust\u00e4nde dort nicht mehr aus. Da sie in den anderen Notunterk\u00fcnften keinen Platz bekam, lebte sie erneut f\u00fcr drei Monate auf der Strasse. \u00abDas war schrecklich\u00bb, erinnert sie sich. \u00abZwei Mal wurde ich fast vergewaltigt\u00bb. Schliesslich gew\u00e4hrten ihr jesuitische Nonnen Schutz.<\/p>\n<figure id=\"attachment_138935\" aria-describedby=\"caption-attachment-138935\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-138935\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 900 600'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut.jpg\" alt=\"venezuela gefl\u00fcchtete\" width=\"900\" height=\"600\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut.jpg 900w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-300x200.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-425x283.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-768x512.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-180x120.jpg 180w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-561x374.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-265x177.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-531x354.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-364x243.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-728x485.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-608x405.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-758x505.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-72x48.jpg 72w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-144x96.jpg 144w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/venezuela-rut-400x267.jpg 400w\" data-sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-138935\" class=\"wp-caption-text\">Mit ihrem ersten Gehalt konnte Rut Schmuggler bezahlen, die ihre Zwillingsschwester nach Brasilien brachten. (Bild: Rut)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00abLieber einen toten als einen schwulen Sohn\u00bb<\/strong><br \/>\nBrasilien verfolgt zumindest auf Papier eine progressive Politik f\u00fcr queere Menschen. Die Ehe steht gleichgeschlechtlichen Paaren seit 2013 offen, Konversionstherapien sind seit 2009 verboten und eine Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ist seit 2010 m\u00f6glich. Wer die Bilder der riesigen Pride-Paraden in Rio de Janeiro oder Sao Paolo sieht, k\u00f6nnte in der Tat glauben, dass es sich bei Brasilien um eine stolze Regenbogennation handelt. Doch der Schein tr\u00fcgt. In keinem anderen Land werden j\u00e4hrlich mehr queere Menschen, darunter vor allem trans Frauen, ermordet. 2019, wenige Monate nach seinem Amtsantritt, sagte der amtierende Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro, dass er \u00ablieber einen toten als einen schwulen Sohn\u00bb h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Bei der Erw\u00e4hnung des Pr\u00e4sidenten verdreht Ana nur stumm die Augen: Kaum eine*r der Mitarbeiter*innen in den humanit\u00e4ren Projekten in Roraima steht hinter der Politik des Pr\u00e4sidenten, das ist kein Geheimnis. In Brasilien hat es sich inzwischen etabliert, dass Nichtregierungsorganisationen, aber auch politische Organe, mit ihrer Arbeit genau das Gegenteil von dem ausdr\u00fccken, was der Pr\u00e4sident sagt. In den Fl\u00fcchtlingscamps wird n\u00e4mlich viel f\u00fcr den Schutz von Minderheiten getan. Themen wie Gleichberechtigung, sexuelle Vielfalt und verschiedene M\u00e4nnlichkeiten sind Teil der Aufkl\u00e4rungsarbeit vor Ort.<\/p>\n<p>Was der brasilianische Pr\u00e4sident dazu sage, komme gl\u00fccklicherweise oft nicht bei den Migrant*innen an, meint Ana. Ein Vorteil davon, mehrere Tausend Kilometer von der Hauptstadt abgelegen zu sein und die Sprache noch nicht komplett zu verstehen.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abDie einzige M\u00f6glichkeit zu \u00fcberleben, ist oft Sex anzubieten\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Krankenhaus, Strassenstrich, Arbeitsplatz<\/strong><br \/>\nDie Arbeit von Ana bleibt eine Herausforderung: \u00abWir k\u00f6nnen in den Unterk\u00fcnften einigermassen sicherstellen, dass die Regeln eingehalten werden, aber die \u00dcbergriffe passieren oft ausserhalb, auf der Strasse\u00bb, sagt sie. Mehrere Male seien queere Personen so schwer verletzt zur\u00fcck in die Unterkunft gekommen, dass sie ins Krankenhaus h\u00e4tten gebracht werden m\u00fcsen.<\/p>\n<p>Eng mit dieser Problematik h\u00e4ngt die Perspektivlosigkeit der Gefl\u00fcchteten zusammen. Im Norden Brasiliens gibt es nur wenige Arbeitspl\u00e4tze, f\u00fcr die Venezolaner*innen ist es schwierig, eine Anstellung zu finden. \u00abDie einzige M\u00f6glichkeit zu \u00fcberleben, ist oft Sex anzubieten\u00bb, sagt Ana und verweist auf den Strassenstrich. Dort seien die Menschen dann v\u00f6llig schutzlos.<\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"g1-mega g1-mega-1st entry-title\"><em>Das Polnische Filmfestival in Berlin und Potsdam zeigt das queere Drama \u00abAlle unsere \u00c4ngste\u00bb. Der Film erhielt 2021 den Goldenen L\u00f6wen in Gdynia. <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/polen-filmfestival-zeigt-queeres-drama-alle-unsere-aengste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr &#8230;<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>In den Unterk\u00fcnften sei die Lage inzwischen etwas besser, unter anderem auch aufgrund der zuvor erw\u00e4hnten Aufkl\u00e4rungsarbeit. \u00abAber solche Sensibilisierungsprozesse brauchen nat\u00fcrlich Zeit\u00bb, erkl\u00e4rt Caroline Peres Sanches, die ebenfalls f\u00fcr den Schutz von Minderheiten in den Fl\u00fcchtlingscamps arbeitet. Deswegen gibt es auch weitere Schutzmassnahmen: \u00abF\u00fcr die Community haben wir inzwischen eigene Container mit WC und Dusche\u00bb, erz\u00e4hlt sie. Diese seien eingerichtet worden, weil es immer wieder zu \u00dcbergriffen auf den Toiletten gekommen sei. F\u00fcr T\u00e4ter*innen aus den Unterk\u00fcnften gibt es Konsequenzen von Disziplinarmassnahmen bis hin zum Rauswurf. \u00abDas ist nat\u00fcrlich eine extreme Massnahme, aber trotzdem kommt es jeden Tag vor und es ist oft das einzige Mittel, mit dem wir hier Sicherheit garantieren k\u00f6nnen\u00bb, sagt Caroline.<\/p>\n<p>Caroline und ihre Kolleg*innen versuchen der queeren Community Perspektiven zu vermitteln und sie aufs Berufsleben vorzubereiten, beispielweise mit Qualifizierungskursen. Teil der brasilianischen Integrationsstrategie ist es, die Migrant*innen aus dem entlegenen Norden in andere Teile des Landes zu vermitteln, wo es einfacher f\u00fcr sie sein soll, Fuss zu fassen. \u00abWenn wir die Menschen mit der Aussicht auf einen Arbeitsplatz etwa nach Brasilia schicken k\u00f6nnen, hilft das viel\u00bb, erkl\u00e4rt sie.<\/p>\n<blockquote><p>\u00abHier haben wir mehr Freiheit\u00bb<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Ein paar Quadratmeter Privatsph\u00e4re als Luxus<\/strong><br \/>\nZur\u00fcck in die Ocupa\u00e7\u00e3o: Aufgrund der diversen Konfliktherde hat Richard seit seiner Ankunft in Brasilien nie in einer Fl\u00fcchtlingsunterkunft gewohnt. Er will sich sein neues Leben nicht in einem Camp aufbauen: \u00abDort gibt es oft Streit, man muss sich an viele Regeln halten und jeden Tag das Gleiche essen\u00bb, sagt er und schaut sich auf dem besetzten Gel\u00e4nde um: \u00abHier haben wir mehr Freiheit\u00bb. Der junge Venezolaner ist 2019 mit seinem Bruder nach Brasilien gekommen. Er hat sich mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen, bei verschieden Freunden und Verwandten gelebt, bis er schliesslich hier in Boa Vista angekommen ist und sich mit seiner Familie der Besetzung des leerstehenden Gel\u00e4ndes anschloss.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde sind prek\u00e4r: Das Einzige, das auf dem Gel\u00e4nde neu wirkt, sind grosse Wassertanks mit den Logo des UN-Fl\u00fcchtlingsrats. Wasser und Strom gibt es nur sporadisch. Auf dem Gel\u00e4nde wohnen einige Dutzend Familien, wie viele Menschen genau das sind, kann keiner sagen. Diese Besetzungen sind zwar nicht legal, werden von den brasilianischen Beh\u00f6rden aber geduldet, denn in den Notunterk\u00fcnften f\u00fcr die Migrant*innen ist ohnehin kein Platz f\u00fcr all die neu ankommenden Neuank\u00f6mmlinge.<\/p>\n<p>Richard findet, dass Brasilien viel toleranter sei als Venezuela und dass er offener mit seiner Sexualit\u00e4t umgehen k\u00f6nne. \u00abHier wurde ich noch nie diskriminiert, weil ich schwul bin\u00bb, sagt er. Stolz steht er vor der kleinen Baracke, in der er aktuell mit seiner Familie lebt. F\u00fcr ihn ist sie ein Zuhause. Die paar Quadratmeter Privatsph\u00e4re und Autonomie sind schon ein Gewinn. Die Sehnsucht nach seiner fr\u00fcheren Heimat Venezuela hat nachgelassen: \u00abMir fehlt es hier an nichts. Meine Freund*innen, meine Familie, alle sind inzwischen in Brasilien\u00bb, erkl\u00e4rt er. Ausserdem hat er auch Arbeit gefunden: Angestellt bei der UNICEF, dem Kinderhilfswerk der UN, hilft er neu ankommenden Migrant*innen aus Venezuela sich in Brasilien zurechtzufinden. Einen grossen Traum hat er aber trotzdem: Er will mit seiner Familie in einem richtigen Haus wohnen, nicht nur in einem kleinen Bretterverschlag. Aber auch das ist inzwischen in greifbarer N\u00e4he \u2013 er hat schon ein Grundst\u00fcck gefunden und wenn alles klappt, kann er bald einen Kredit daf\u00fcr aufnehmen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_138936\" aria-describedby=\"caption-attachment-138936\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload size-full wp-image-138936\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 600 900'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela.jpg\" alt=\"richard\" width=\"600\" height=\"900\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela.jpg 600w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-200x300.jpg 200w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-400x600.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-561x842.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-265x398.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-531x797.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-364x546.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-32x48.jpg 32w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/richard-venezuela-64x96.jpg 64w\" data-sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-138936\" class=\"wp-caption-text\">Richard will in Brasilien sein Leben neu aufbauen. (Bild: Lisa Kuner)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Roderyk und sein Partner Rance w\u00fcnschen sich im Moment nichts mehr als Stabilit\u00e4t und eine gute Arbeit. Der Weg dahin wirkt zwar noch lang \u2013 aber sie sind zuversichtlich. Rance f\u00e4ngt bald seinen ersten Job in Brasilien an. Er hofft, dass er eine eigene Wohnung findet, seine kranke Oma nachholen und vielleicht in einen anderen, etwas k\u00fchleren Staat ziehen kann. Aber schon jetzt f\u00fchlt sich das Paar hier besser als in Venezuela: \u00abNat\u00fcrlich gibt es auch hier Vorurteile, die meisten kommen von Venezolaner*innen\u00bb, sagt Roderyk. \u00abAber trotzdem f\u00fchle ich mich frei und sicher und kann mit meinem Partner zusammen auf der Strasse herumlaufen\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Die bessere Zukunft ist jetzt<\/strong><br \/>\nAuch Rut f\u00fchlt sich zum ersten Mal seit langem sicher. \u00abViele meiner Kolleg*innen hier sind auch homosexuell, damit gehen alle offen um\u00bb, erz\u00e4hlt sie. \u00abHomophobie wird nicht toleriert\u00bb. Rut hat inzwischen einen festen Job bei der Caritas. In ihrer Freizeit liest sie viel, m\u00f6chte Fremdsprachen lernen und so bald wie m\u00f6glich ein Studium anfangen \u2013 am liebsten Psychologie, vielleicht aber auch Informatik, damit k\u00f6nne man schliesslich mehr Geld verdienen. \u00abIch will noch mehr erreichen, aber ich bin auch jetzt schon gl\u00fccklich\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>Anfang des Jahres konnte sie mit ihrem Gehalt auch Schmuggler bezahlen, die ihre Zwillingsschwester nach Brasilien brachten. Zusammen mit ihr mietet sie nun eine Wohnung in Boa Vista. Einen Teil ihres Gehalts schickt Rut jeden Monat nach Venezuela zu ihrer Familie, obwohl diese ihre Homosexualit\u00e4t bis heute nicht akzeptiert. \u00abWas ich mit ihnen durchmachen musste, macht mich nicht gl\u00fccklich\u00bb, sagt sie. \u00abAber ich bin ihnen trotzdem f\u00fcr manches dankbar und jetzt bin ich auch irgendwie f\u00fcr meine Familie verantwortlich.\u00bb Sie glaubt nicht, dass sie irgendwann nach Venezuela zur\u00fcckkehren wird. \u00abIch muss nicht mehr von einer besseren Zukunft tr\u00e4umen, ich kann im Jetzt leben\u00bb, freut sich Rut.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ein Land in der Krise<\/h3>\n<p>Venezuelas Wirtschaft lebt fast ausschliesslich vom Erd\u00f6l. Doch der Kollaps des weltweiten \u00d6lpreises st\u00fcrzte das Land in eine schwere wirtschaftliche und humanit\u00e4re Krise, die von Hyperinflation und Hungersn\u00f6ten gepr\u00e4gt ist. Seitdem das oberste Gericht 2017 das Parlament entmachtet und s\u00e4mtliche Vollmachten an den Pr\u00e4sidenten Nicolas Maduro \u00fcbertragen hat, gilt Venezuela international als Milit\u00e4rdiktatur. Die Coronakrise hat die Lage zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft, so dass es seit 2020 immer wieder zu Engp\u00e4ssen in der Lebensmittelversorgung kommt. Wie die Vereinten Nationen berichten, sind rund 6 Millionen Menschen aus Venezuela in die Nachbarl\u00e4nder oder \u00fcber Mexiko in die USA gefl\u00fcchtet. Im Monat Dezember 2021 griff die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbeh\u00f6rde 13\u2006000 Venezolaner*innen an der s\u00fcdlichen Grenze der USA auf. Im Dezember 2020 waren es noch deren 96.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Milit\u00e4rdiktatur in #Venezuela leiden besonders queere Menschen. Sie fliehen ins Nachbarland #Brasilien, wo sie sich mehr Akzeptanz und ein besseres Leben erhoffen. (MANNSCHAFT+) <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/fuer-autonomie-und-ein-paar-quadratmeter-privatsphaere\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":138929,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,4371],"tags":[238,5434],"wps_subtitle":"Warum viele Queers nach Brasilien fliehen","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138926"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=138926"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":206919,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/138926\/revisions\/206919"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/138929"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=138926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=138926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=138926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}