{"id":138149,"date":"2022-05-12T08:55:36","date_gmt":"2022-05-12T06:55:36","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=138149"},"modified":"2022-05-12T09:02:04","modified_gmt":"2022-05-12T07:02:04","slug":"nelly-nadine-und-nico-bei-pink-apple-film-festival-2022-geehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/nelly-nadine-und-nico-bei-pink-apple-film-festival-2022-geehrt\/","title":{"rendered":"\u00abNelly &#038; Nadine\u00bb und \u00abNico\u00bb bei Pink Apple Film Festival 2022 geehrt"},"content":{"rendered":"<h3>Die Jubil\u00e4umsausgabe des Pink Apple Filmfestivals ist am Sonntag nach zwei Tagen Programm in Frauenfeld erfolgreich zu Ende gegangen. Zuvor fand das Festival vom 26. April bis zum 5. Mai in Z\u00fcrich statt.<\/h3>\n<p>Von Sarah Stutte<\/p>\n<p>Nach zwei reduzierten Jahren aufgrund der Pandemie konnte diesmal wieder in gewohntem Rahmen stattfinden, mit Begegnungen vor Ort und einem umfangreichen Rahmenprogramm. Insgesamt besuchten rund 9.000 Besucher*innen die knapp 150 Veranstaltungen in Z\u00fcrich und Frauenfeld und zeigten damit \u2013 so die Veranstalter \u2013 wie sehr ihnen das Pink Apple als queerer Begegnungsort gefehlt h\u00e4tte. Den Pink Apple Award Festival Award ging dieses Jahr an die Berliner Regisseurin und Drehbuchschreiberin Angelina Maccarone* (siehe unten). Den Kurzfilmpreis gewann der nigerianische \u00abEg\u00fang\u00fan\u00bb von Olive Nwosu. Die Publikumspreise sicherten sich in Z\u00fcrich der deutsche Spielfilm \u00abNico\u00bb und der Dokumentarfilm \u00abNelly &amp; Nadine\u00bb. Letzterer wurde auch in Frauenfeld zum Lieblingsfilm ernannt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_138151\" aria-describedby=\"caption-attachment-138151\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1.jpeg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-138151 size-large\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 425 213'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-425x213.jpeg\" alt=\"Nico\" width=\"425\" height=\"213\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-425x213.jpeg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-300x150.jpeg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-768x384.jpeg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-192x96.jpeg 192w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-384x192.jpeg 384w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-561x281.jpeg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-265x133.jpeg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-531x266.jpeg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-364x182.jpeg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-728x364.jpeg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-608x304.jpeg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-758x379.jpeg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-96x48.jpeg 96w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1-400x200.jpeg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/NICO-Pressefoto-01-1.jpeg 948w\" data-sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-138151\" class=\"wp-caption-text\">\u00abNico\u00bb (Foto: UCM.ONE)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>\u00abNico\u00bb<\/strong><br \/>\nDie Deutsch-Perserin Nico lebt in Berlin und ist eine lockere Frohnatur, die ihren Job als Altenpflegerin liebt und sich durchzusetzen weiss. Ihr Selbstwertgef\u00fchl wird aber j\u00e4h ersch\u00fcttert, als sie am hellichten Tag von zwei M\u00e4nnern und einer jungen Frau erst beschimpft und dann brutal zusammengeschlagen wird. Der unerwartete Angriff \u2013 gefilmt in Unsch\u00e4rfen und Schnitten \u2013 schockiert Nico so massiv, dass der Geist der Rebellion, der in ihr schlummert, daran zerbricht. In der Folge zieht sie sich von ihrer besten Freundin Rosa zur\u00fcck und ist auch auf der Arbeit nicht mehr dieselbe. Erst durch ein Karatetraining und der Begegnung mit der Mazedonierin Ronny wird sie allm\u00e4hlich wieder selbstbewusster. Bis sie herausfindet, dass Ronny ihr gegen\u00fcber nicht ganz ehrlich war. Das Langfilmdeb\u00fct von Eline Gehring wurde von ihr, zusammen mit Francy Fabritz sowie Sara Fazilat geschrieben. Letztere spielt gleichzeitig die Hauptrolle und zeigt darin authentisch ihren inneren Kampf auf.<\/p>\n<p>\u00abNico\u00bb ist eine energetisch-schmerzvoll erz\u00e4hlte Geschichte \u00fcber die Folgen eines Traumas, die keinen einfachen Ausweg aus der Wut und Frustration bietet, sondern aufzeigt, dass St\u00e4rke aus einem selbst erwachsen muss. (ab 12. Mai in deutschen Kinos)<\/p>\n<p><strong>\u00abNelly &amp; Nadine\u00bb<\/strong><br \/>\nNelly Mousset-Vos und Nadine Hwang lernen sich w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs im Konzentrationslager Ravensbr\u00fcck kennen und verlieben sich dort ineinander. Sp\u00e4ter werden sie getrennt, unabh\u00e4ngig voneinander befreit und finden sich wieder, um gemeinsam in Venezuela zu leben. In der Dokumentation des schwedischen Filmemachers Magnus Gertten macht sich die Sylvie Bianchi, die Enkelin von Nelly Mousset-Vos, auf Spurensuche dieser unglaublichen Geschichte. Zwar z\u00f6gert sie erst, sich der Vergangenheit zu stellen, die sie selbst emotional bewegt. Dann aber \u00f6ffnet sie die alten Holztruhen auf ihrem Dachboden, sieht die Fotos und Dokumente durch und reist zu Gespr\u00e4chen mit Weggef\u00e4hrten. Dadurch schafft Gertten eine ber\u00fchrende Br\u00fccke in die Gegenwart, in der Bianchi und andere Angeh\u00f6rige vieles in Erfahrung bringt, was vorher lange im Verborgenen ruhte.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"en\">AUDIENCE AWARD TO NELLY &amp; NADINE<br \/>\nGreat news from Switzerland! Nelly &amp; Nadine won the Audience Award for Best Documentary at the Pink Apple Film Festival. Congratulations <a href=\"https:\/\/twitter.com\/mgertten?ref_src=twsrc%5Etfw\">@mgertten<\/a> &amp; the entire team! <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/NellyNadine?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#NellyNadine<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/FilmAward?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#FilmAward<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AutoImagesMalmo?ref_src=twsrc%5Etfw\">@AutoImagesMalmo<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/AudienceAward?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#AudienceAward<\/a> <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/FilmFest?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#FilmFest<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/Pd22zoYWjD\">pic.twitter.com\/Pd22zoYWjD<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Nelly &amp; Nadine (@NellyNadineFilm) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/NellyNadineFilm\/status\/1522468966119227392?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 6, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Schon 2015 versuchte der Regisseur mit seinem Dokumentarfilm \u00abEvery Face Has a Name\u00bb, \u00dcberlebende des 2. Weltkriegs ausfindig zu machen. Der Film zeigte Archivmaterial der schwedischen Frauen, die 1945 nach ihrer Rettung aus den Konzentrationslagern im Hafen von Malm\u00f6 ankamen. Diesen sah Sylvie Bianchi, erkannte darauf Nadine Hwang und rettete so ihre Geschichte vor dem Vergessen.<\/p>\n<p><strong>\u00abThe World to Come\u00bb<\/strong><br \/>\n1856 in den noch unbebauten Weiten von Shoharie County\/New York. Hier bewirtschaftet Abigail zusammen mit ihrem Mann Dyer eine Farm. Das Ehepaar hat sich nach dem Tod ihrer kleinen Tochter zunehmend entfremdet und fl\u00fcchtet sich in die t\u00e4gliche Arbeit. Das Leben ist m\u00fchsam, die Winter sind hart. Abigails Melancholie wird durchbrochen, als sie eine neue Nachbarin bekommt \u2013 die freigeistige Tallie. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich erst eine zarte Freundschaft, dann eine leidenschaftliche heimliche Liebe. Doch dann verschwinden Tallie und deren kontrolls\u00fcchtiger Ehemann eines Tages und Abigail verzweifelt aus Sorge und Sehnsucht.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RhQu4tcHLeU\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Mona Fastvolds Drama mit Katherine Waterston, Vanessa Kirby und Casey Affleck in den Hauptrollen (der den Film auch mitproduziert hat) ist eine wundersch\u00f6n fotografierte, poetisch-tragische Liebesgeschichte, die der Schroffheit der Landschaft tiefe Gef\u00fchle entgegensetzt. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend, doch besonders Waterstons kraftvoll-sensible Darbietung pr\u00e4gt das Gef\u00fchl f\u00fcr die Geschichte und das Leben in einer Zeit, die von M\u00e4nnern bestimmt und gelenkt wird. Die Hoffnung offenbart sich hier in wenigen gestohlenen Stunden des Gl\u00fccks und in der Erinnerung. (Als Streaming verf\u00fcgbar, bspw. YouTube)<\/p>\n<p><strong>\u00abFlee\u00bb<\/strong><br \/>\nIn dem animierten Dokumentarfilm des d\u00e4nisch-franz\u00f6sischen Filmemachers Jonas Poher Rasmussen erz\u00e4hlt ein Mann mittleren Alters, der inzwischen in D\u00e4nemark zusammen mit seinem Freund lebt, von seiner Kindheit in Afghanistan und traumatischen Erfahrungen. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Rasmussen f\u00fchrte dazu eine lange Reihe intimer Interviews mit dem im Film pseudonymisierten \u00abAmin Nawabi\u00bb, den er seit der Mittelschule kannte, der aber seine Vergangenheit f\u00fcr sich behalten hatte. Dessen Erinnerungen sind lebendig und voller Details, die sich wunderbar auf die Leinwand \u00fcbertragen lassen: das Drachensteigenlassen \u00fcber den D\u00e4chern von Kabul, das sehnsuchtsvolle Betrachten von Postern mit Jean-Claude Van Damme; der stoische Mut seines Vaters gegen die Mudschaheddin. Diese Szenen sind in scharfen, schn\u00f6rkellosen 2D-Animationen dargestellt, deren Klarheit einer eher abstrakten Darstellung weicht, wenn Amin sich an die Schrecken erinnert, die er und seine Familie auf der Flucht aus Afghanistan erlebten.<\/p>\n<p>\u00abFlee\u00bb gewann zahlreiche internationale Preise und war dreimal f\u00fcr den Oscar nominiert. Ohne die kunstvolle Form der Animation, die ihm Anonymit\u00e4t bietet, h\u00e4tte sich der Protagonist vielleicht nie mit seinen Gespenstern konfrontiert. (Kinostart Schweiz: 21. Juli)<\/p>\n<p><strong>\u00abLes Meilleures (Besties)\u00bb<\/strong><br \/>\nNedjma verbringt den Sommer in Paris damit, mit ihren Freundinnen im Park abzuh\u00e4ngen und Ausfl\u00fcge zum Strand zu planen. Dann zieht Zina neu in ihren Block, deren Cousine die Anf\u00fchrerin einer rivalisierenden M\u00e4dchengang ist. Dass sich die beiden auf Anhieb gut verstehen, birgt schon sehr bald Konflikte. Erst recht, als sich aus dieser anf\u00e4nglichen Sympathie ernstere Gef\u00fchle entwickeln. Erfrischend ist an dieser Coming of Age-Story \u00fcber junge Frauen mit Migrationshintergrund, dass die sexuelle Orientierung hier nicht vorderhand mit traditionellen Werten kollidiert. Die Zuneigung der beiden f\u00fcreinander wird fast als nat\u00fcrliche Begebenheit dargestellt, die Probleme \u00e4ussern sich im famili\u00e4ren und freundschaftlichen Umfeld anderweitig. Der Alltag und Umgang miteinander in einem Viertel, das als sozialer Brennpunkt dargestellt wird, wirkt realistisch und er\u00f6ffnet einen interessanten Einblick in die sozio\u00f6konomischen Unterschiede der Stadt. Auch die beiden Hauptdarstellerinnen stellen nuanciert die Zerrissenheit ihrer Figuren dar und verlieren sich zum Schluss nicht in einer aufgesetzten Unglaubw\u00fcrdigkeit, sondern in einer queeren Lebensrealit\u00e4t, die irgendwo dazwischen liegt.<\/p>\n<p><strong>Neptune Frost\u00bb<\/strong><br \/>\nDer in Ruanda gedrehte und dort spielende Film erz\u00e4hlt von zwei M\u00e4nnern, die sich auf zwei parallele Reisen begeben: Neptun und Matalusa. Beide Aufbr\u00fcche beginnen mit Gewaltakten und der Erfahrung des Verlusts. Schon die Er\u00f6ffnungsszene l\u00e4sst erahnen, welchen poetischen Weg \u00abNeptune Frost\u00bb einschl\u00e4gt. Vergangenheit und Zukunft, Fantasie und Realit\u00e4t, Trauer, Tod und andere Dimensionen vereinen sich hier. Das Regiedeb\u00fct von Saul Williams und Anisia Uzeyman widersetzt sich der Bequemlichkeit des linearen Geschichtenerz\u00e4hlens. W\u00e4hrend die Handlung schwer fassbar ist, sind die musikalischen Zwischenspiele beeindruckend. Bergleute singen einen Sprechgesang, zu dem Trommler in der N\u00e4he den Takt halten. Studenten dr\u00e4ngen mit einem rhythmischen Protest, den Neptun zu summen beginnt, gegen die Polizei. Der afrofuturistische Spielfilm vereint Science-Fiction, Tanz und allegorische Elemente miteinander und setzt sich mit Themen wie Krieg, Kapitalismus, Identit\u00e4t und Befreiung auseinander. Auf diese Weise ist er wie ein Traum: unruhig und fiebrig, ergreifend sch\u00f6n und r\u00e4tselhaft.<\/p>\n<p>Die Berliner Filmemacherin Angelina Maccarone wurde w\u00e4hrend des Festivals mit dem Pink Apple Award ausgezeichnet. Zudem zeigte eine Retrospektive sechs ihrer Filme. Mit dem Preis ehrt das Festival j\u00e4hrlich Filmschaffende, die sich um das queere Kino verdient gemacht haben. In ihrem Fall trifft das unbedingt zu. Angelina Maccarone schrieb mit ihrem Deb\u00fct \u00abKommt Mausi raus?!\u00bb 1995 ein St\u00fcck queere TV-Geschichte und schuf auch in der Folge immer wieder Figuren, die bis dato im deutschen Fernsehen unsichtbar waren. Im Gespr\u00e4ch mit ihr erz\u00e4hlte sie, dass sie nach wie vor das Bewusstsein f\u00fcr nat\u00fcrliche Diversit\u00e4t im deutschen Film und TV vermisse und sich mehr greifbare Lebensrealit\u00e4t w\u00fcnsche.<\/p>\n<p>\u00abIch empfinde die Diskussion dar\u00fcber noch als sehr schleppend. Oft h\u00f6re ich: Wir hatten doch gerade erst einen Film mit einer lesbischen Hauptfigur. Na und? Es liefen auch gerade ganz viele Filme mit heterosexuellen Charakteren. Wenn der Film eine Thematik ber\u00fchrt, die uns alle in unserer Generation besch\u00e4ftigt, beispielsweise wie wir mit unseren alten Eltern umgehen, dann kann die Hauptfigur doch auch schwul, lesbisch oder was auch immer sein. Kino ist f\u00fcr mich ein Raum, der unser Leben spiegelt. Bleibt es zu allgemein, ist es uninteressant. Es geht doch darum, an das Spezifische heranzukommen\u00bb. \u00abKlandestine\u00bb, der neue Film von Maccarone, soll im n\u00e4chsten Jahr in die Kinos kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Jubil\u00e4umsausgabe (25 Jahre) des Pink Apple Filmfestivals ist Sonntag erfolgreich zu Ende gegangen. Die Publikumspreise sicherten sich in #Z\u00fcrich der deutsche Spielfilm #Nico und die #lesbische Doku #NellyNadine <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/nelly-nadine-und-nico-bei-pink-apple-film-festival-2022-geehrt\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":138150,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1340,2534],"tags":[5437,5539,5478],"wps_subtitle":"Das sind die Preistr\u00e4ger*innen der 25. 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