{"id":127551,"date":"2022-01-08T00:09:04","date_gmt":"2022-01-07T23:09:04","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=127551"},"modified":"2022-01-08T03:18:05","modified_gmt":"2022-01-08T02:18:05","slug":"mann-toetet-sexpartner-lebenslang-im-kannibalismus-prozess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/mann-toetet-sexpartner-lebenslang-im-kannibalismus-prozess\/","title":{"rendered":"Mann t\u00f6tet Sexpartner \u2013 Lebenslang im Kannibalismus-Prozess"},"content":{"rendered":"<h3>Als Spazierg\u00e4nger im Wald Knochen finden, ist schnell klar: Es handelt sich um menschliche \u00dcberreste. Die Dimension des Berliner Falles wird erst nach und nach deutlich. Es geht um Sex, Heimt\u00fccke und Kannibalismus.<\/h3>\n<p>Von Anne Baum und Marion van der Kraats, dpa<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berliner Richter gibt es keinen Zweifel: Das war Mord &#8211; und der angeklagte Lehrer hat sein Opfer get\u00f6tet, weil er seine kannibalistische Fantasien umsetzen wollte. Am Freitag verurteilte das Landgericht Berlin den 42-J\u00e4hrigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe &#8211; schuldig des Mordes sowie der St\u00f6rung der Totenruhe. \u00abEs ist menschenverachtend, was Sie getan haben\u00bb, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Schertz in der Urteilsbegr\u00fcndung. \u00abEine ganz verabscheuungsw\u00fcrdige Tat.\u00bb<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p dir=\"ltr\" lang=\"de\">Verdacht des Kannibalismus \u2013 Anklage wegen Mordes: Die Staatsanwaltschaft hat heute pl\u00e4diert und wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt.<br \/>\nPM vom 18. Mai 2021<a href=\"https:\/\/t.co\/LxrQikSMDO\">https:\/\/t.co\/LxrQikSMDO<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/FZqKxoAicm\">pic.twitter.com\/FZqKxoAicm<\/a><\/p>\n<p>\u2014 Generalstaatsanwaltschaft Berlin (@GStABerlin) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GStABerlin\/status\/1479452310380101637?ref_src=twsrc%5Etfw\">January 7, 2022<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Nach \u00dcberzeugung des Gerichts hat der Lehrer am 6. September 2020 in seiner Wohnung in Berlin-Pankow den 43 Jahre alten Sex-Partner ermordet, das Opfer zerteilt und die Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin abgelegt.<\/p>\n<p>Drei Mordmerkmale sah das Gericht als erf\u00fcllt an: Die Tat sei zur Befriedigung des Geschlechtstriebes erfolgt und um eine andere Straftat zu erm\u00f6glichen &#8211; der T\u00e4ter habe Penis und Hoden abtrennen und verspeisen wollen. Ausserdem sei der Angeklagte heimt\u00fcckisch vorgegangen. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren nahezu ausschliesst. Mit seinem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch pl\u00e4diert. Der deutsche Angeklagte hatte die Tat im Prozess bestritten. Es wird mit Revision gerechnet.<\/p>\n<p>Der Fall gleicht einem Horrorfilm: Zwei M\u00e4nner um die 40 verabreden sich \u00fcber eine Dating-Plattform in Berlin zum Rendezvous. Sp\u00e4ter finden Spazierg\u00e4nger beim Gassigehen mit dem Hund im Wald Knochen. Menschliche Knochen. Es handelt sich um die \u00dcberreste eines Monteurs im Hochleitungsbau, der seit einigen Wochen vermisst ist. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck tragen die Ermittler zusammen &#8211; bis zu dem verst\u00f6renden Verdacht, dass es sich um Kannibalismus handeln k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nach f\u00fcnfmonatigem Prozess sieht das Gericht dies best\u00e4tigt. In den Monaten vor dem Tod des 43-J\u00e4hrigen habe der Angeklagte \u00abimmer h\u00e4ufiger Schlacht- und Kannibalismus-Ideen entwickelt\u00bb, so Richter Schertz. Er sei in verschiedenen sogenannten Kannibalismus-Foren unterwegs gewesen. Im Gegensatz zu verschiedenen Chat-Partnern aber habe es der Lehrer ernst gemeint und konkrete Vorbereitungen getroffen. Ermittler fanden sp\u00e4ter in seiner Wohnung unter anderem eine Knochens\u00e4ge, spezielle Messer, \u00abSchlacht- und Entmannungsanleitungen\u00bb.<\/p>\n<p>Der Angeklagte und der Monteur sollen sich erst Stunden vor der Tat \u00fcber ein Dating-Portal kennengelernt haben. Spontan sei ein Sex-Date in der Wohnung des Lehrers verabredet worden. Bereits im Chat habe sich der Lehrer das Einverst\u00e4ndnis des 43-J\u00e4hrigen erschlichen, sich mit der Droge GHB \u2013 auch bekannt als K.-o.-Tropfen &#8211; bet\u00e4uben zu lassen. \u00abIch werde brav austrinken\u00bb, habe der Monteur schliesslich zugestimmt. \u00abDoch er rechnete nicht mit einem Angriff auf sein Leben\u00bb, hiess es weiter im Urteil.<\/p>\n<p>Der Lehrer habe den Monteur vermutlich mit einem Messer attackiert, so das Gericht. Staatsanwalt Martin Glage hatte sich in seinem Pl\u00e4doyer \u00fcberzeugt gezeigt: \u00abEr schnitt seinem noch lebenden Opfer die Kehle durch, weil ihm das sexuelle Stimulanz verschafft.\u00bb Hoden und Penis habe der Angeklagte abgetrennt, \u00abum diese K\u00f6rperteile zu verspeisen\u00bb. So sehen es auch die Richter. Ob er dieses Vorhaben tatsa\u0308chlich umgesetzt habe, habe sich nicht sicher feststellen lassen, sei aber wahrscheinlich.<\/p>\n<blockquote><p>Er sei bis heute nicht geoutet. Seine sexuellen Chats kannibalistischer Art seien \u00abreine Fantasien\u00bb gewesen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Lehrer hatte die Tat bestritten. Er habe dem Monteur kein GHB verabreicht und ihn nicht get\u00f6tet, so der 42-J\u00e4hrige. Nach dem Sex habe der Monteur allein im Wohnzimmer \u00fcbernachtet. Er habe ihn am Morgen tot auf der Couch gefunden. In Panik sei er zu dem Schluss gekommen, \u00abdass die Leiche weg muss\u00bb, hiess es weiter in der von einer Verteidigerin verlesenen Erkl\u00e4rung des 42-J\u00e4hrigen. Krankenwagen und Polizei habe er nicht gerufen, \u00abweil herausgekommen w\u00e4re, dass ich homosexuell bin\u00bb. <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/mutmasslicher-kannibalismus-fall-angeklagter-fuerchtete-outing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a> Er sei bis heute nicht geoutet, so der Mann, der in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz aufgewachsen ist. Seine sexuellen Chats kannibalistischer Art seien \u00abreine Fantasien\u00bb gewesen.<\/p>\n<p>Was da vorgetragen wurde, sei \u00abvollkommen unglaubhaft\u00bb, so Richter Schertz. \u00abEs ist gesellschaftlich \u00fcberhaupt kein Problem mehr, homosexuell zu sein.\u00bb Was der Lehrer getan habe, sei unfassbar.<\/p>\n<p>Das Berliner Mordverfahren erinnert an ein spektakul\u00e4res Verbrechen in Deutschland im Jahr 2001, das als Fall des \u00abKannibalen von Rotenburg\u00bb bekannt geworden ist. Der Computertechniker hatte sein sp\u00e4teres Opfer \u00fcber eine Kontaktanzeige in einem Internet-Forum kennengelernt. Er schnitt im M\u00e4rz 2001 seinem Berliner Internet-Bekannten auf dessen ausdr\u00fcckliches Verlangen hin zun\u00e4chst<br \/>\nden Penis ab. Sp\u00e4ter erstach er den Ingenieur und ass ihn teilweise auf. Das Strafverfahren endete mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe.<\/p>\n<p><strong>In M\u00fcnchen stand k\u00fcrzlich ein Mann vor Gericht, der acht M\u00e4nnern die Samenleiter durchtrennt, Hoden entnommen oder gar den Penis zum Teil amputiert haben soll <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/einer-wollte-eunuch-werden-elektriker-fuehrte-kastrationen-durch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#Berlin F\u00fcr die Richter gibt es keinen Zweifel: Es war Mord. Nach \u00dcberzeugung des Gerichts hat der Lehrer im 2020 in seiner Wohnung den Sex-Partner (43) ermordet und das Opfer zerteilt. #Kannibalismus <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/mann-toetet-sexpartner-lebenslang-im-kannibalismus-prozess\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1950,"featured_media":127552,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[5443,5501],"wps_subtitle":"Richter: \u00abganz verabscheuungsw\u00fcrdige Tat\u00bb!","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127551"}],"collection":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1950"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127551"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127556,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127551\/revisions\/127556"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}