{"id":126505,"date":"2021-12-28T05:15:51","date_gmt":"2021-12-28T04:15:51","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=126505"},"modified":"2021-12-29T10:23:06","modified_gmt":"2021-12-29T09:23:06","slug":"konkrete-unterstuetzung-fuer-uganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/konkrete-unterstuetzung-fuer-uganda\/","title":{"rendered":"Konkrete Unterst\u00fctzung f\u00fcr LGBTIQ in Uganda"},"content":{"rendered":"<h3>Ein schwuler Mann aus Mecklenburg-Vorpommern setzt sich f\u00fcr LGBTIQ in Uganda ein. Im Januar besucht er dort ein Shelter, das er u.a. finanziell unterst\u00fctzen will.<\/h3>\n<p>Lewin Vernaldi-Kimani ist 34, lebt zusammen mit seinem kenianischen Ehemann und ihrem vier j\u00e4hrigen Pflegesohn auf einem Bauernhof in der N\u00e4he von Demmin. Ende Januar 2022 reist er f\u00fcr 10 Tage nach Uganda, um dort ein LGBTIQ Shelter zu besuchen und vor Ort zu unterst\u00fctzen, genauer: die <a href=\"https:\/\/www.ipiaug.org\/?fbclid=IwAR3twM5IkOVuXCDN_ZBrc37KqqN7PiRCNymecaZUomsHM2TKLzsBi-sK9Ic\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abInitiative for persons infected and affected\u00bb (IPIA)<\/a>, eine von Jugendlichen gef\u00fchrte Organisation, die sich vor allem an MSM und trans Frauen richtet. Sie wurde von Kaganda \u00abKimera\u00bb Derrick, einem jungen Schwulen aus Masaka, gegr\u00fcndet; mit Hilfe von AllOut fand er Spender*innen und konnte das Shelter im Februar dieses Jahres mit einer Starthilfe von 10.000 Dollar er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>IPIA hilft beim Coming-out, steht bei Isolation, Einsamkeit und Depression unterst\u00fctzend zur Seite und ber\u00e4t auch bei Fragen zur sexuellen Gesundheit. Kimera selber wurde nach seinem Coming-out von der Familie verstossen, die ihn u.a. f\u00fcr \u00absatanisch\u00bb hielt; mittlerweile hat er zumindest wieder zu seiner Mutter Kontakt.<\/p>\n<p>\u00abDurch die Herkunft meines Mannes habe ich mich intensiv mit der Situation von LGBTIQ Menschen in Ostafrika besch\u00e4ftigt\u00bb, sagt Lewin. F\u00fcr LGBTIQ ist die Lage in Uganda besonders schlimm. \u00abHomosexualit\u00e4t ist per Gesetz strafbar und kann mit bis zu 10 Jahren Haft bestraft werden. LGBTIQ werden von der Polizei schikaniert, inhaftiert und gefoltert <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/in-uganda-schlaegt-ein-buergermeister-verhaftete-schwule\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. Unter der heterosexuellen Bev\u00f6lkerung gibt es organisierte Mobs, die sich gegen einzelne LGBTIQ Menschen richten oder gegen Einrichtungen, die diesen Menschen Schutz und Obdach bieten, wie z.B. dem Shelter, in das ich reisen werde.\u00bb<\/p>\n<blockquote><p>In Uganda werden nicht-heterosexuelle Menschen gejagt und get\u00f6tet; polizeiliche Untersuchung gibt es in diesen Mordf\u00e4llen meist nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Da es keine Unterst\u00fctzung vom ugandischen Staat gibt, werden Unterk\u00fcnfte wie die von Derric privat finanziert und gef\u00fchrt. \u00abAls Leiter einer solchen Einrichtung muss man allerdings, genau wie der Ort des Shelters gesch\u00fctzt ist, im Verborgenen agieren, um das Leben aller im Shelter untergebrachten Menschen sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen\u00bb, sagt Lewin. \u00abIn Uganda werden nicht-heterosexuelle Menschen gejagt und get\u00f6tet; polizeiliche Untersuchung gibt es in diesen Mordf\u00e4llen meist nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Viele junge Queers werden, sobald die Familie erf\u00e4hrt, dass sie einer solchen Community angeh\u00f6ren, verstossen und auf die Strasse gesetzt. Ein Ort, an dem sie Zuflucht finden, ist deshalb besonders wichtig, sagt Lewin.<\/p>\n<p>Die Unterkunft f\u00fcr LGBTIQ befindet sich in der N\u00e4he einer Kleinstadt namens Masaka. Sie ist eine der wenigen ausserhalb der Hauptstadt Kampala. Die finanziellen Mittel sind begrenzt. Miete, Wasser, Strom und Lebensmittel m\u00fcssen aus privaten Mitteln finanziert werden. Die laufenden Kosten der Unterkunft belaufen sich auf 500 Dollar im Monat.<\/p>\n<p>Meine Idee ist es, gemeinsam mit den Menschen vor Ort einen Holzofen zu bauen und den Bewohnern zu zeigen wie man Brot, Pizza und Kuchen backt.&#8220; Damit werde nicht nur die Eigenversorgung mit Lebensmitteln gew\u00e4hrleistet, dar\u00fcber hinaus kann der Verkauf von Backwaren zur finanziellen Grundversorgung des Selters beitragen.<\/p>\n<p>Lewin will seinen Besuch in einem Videoprojekt festhalten, das den Gr\u00fcnder des Shelters und dessen Bewohner vorstellt und Raum bieten soll, um ihre W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume f\u00fcr die Zukunft nach aussen zu tragen.<\/p>\n<p>\u00abMein Aufruf geht an alle, die dieses Projekt unterst\u00fctzen wollen. Neben finanzieller Unterst\u00fctzung, die \u00fcber ein eigens eingerichtetes <a href=\"https:\/\/www.paypal.com\/pools\/c\/8FEFcnEART\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paypal-Konto<\/a> erfolgen kann, werden dringend auch Sachspenden, wie Kleidung, Smartphones und Laptops ben\u00f6tigt.\u00bb<\/p>\n<p>Das Spendenziel liegt bei 3000 Euro. Wie das Geld im einzelnen verwendet wird, will Lewin vor Ort mit Organisation entscheiden. Die Sachspenden k\u00f6nnen in Demmin im <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Cafe3KDemmin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Caf\u00e9 3K<\/a>, sowie im <a href=\"https:\/\/www.t30-demmin.de\/der-verein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T30 e.V.<\/a> abgegeben werden.<\/p>\n<p><strong>Der ugandische Menschenrechtsanwalt Nicholas Opiyo ist der Preistr\u00e4ger der Human Rights Tulip 2021. Dank seiner Arbeit konnte ein Anti-Homosexuellen-Gesetz verhindert werden <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/einsatz-fuer-lgbtiq-in-uganda-ehrung-fuer-nicholas-opiyo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein #schwuler Mann aus Mecklenburg-Vorpommern setzt sich f\u00fcr #LGBTIQ in #Uganda ein. 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