{"id":122719,"date":"2021-11-01T09:10:45","date_gmt":"2021-11-01T08:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=122719"},"modified":"2022-02-13T04:13:32","modified_gmt":"2022-02-13T03:13:32","slug":"1-jahr-nach-dem-terroranschlag-in-wien-gedenken-an-gudrun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/1-jahr-nach-dem-terroranschlag-in-wien-gedenken-an-gudrun\/","title":{"rendered":"1 Jahr nach dem Terroranschlag in Wien: Gedenken an Gudrun"},"content":{"rendered":"<h3>Am 2. November t\u00f6tete ein mutmasslicher Islamist in Wien vier Menschen und verletzte viele andere. Ein Jahr ist nach dem Terroranschlag vergangen. Wir erinnern an Gudrun Sch\u00f6nbauer, ein Mitglied der <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/blockierte-zuege-und-bittere-traenen-wiener-lesbengruppe-wird-40\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lesben*gruppe der HOSI Wien<\/a>.<\/h3>\n<p>\u00abWir hoffen, dass all jene, die Gudrun lieben, durch den Besuch ihres Profils Trost finden. Erfahre mehr \u00fcber das Festlegen eines Nachlasskontakts im Gedenkzustand auf Facebook\u00bb, ist ein Jahr nach dem Attentat in Wien in der Social-Media-Community auf der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/gudrun.schonbauer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook-Seite von Gudrun Sch\u00f6nbauer<\/a> zu lesen.<\/p>\n<blockquote><p>Hass kann nicht mit Hass beantwortet werden<\/p><\/blockquote>\n<p>So schreibt auch zum Beispiel Ewa Ernst-Dziedzic, die Nationalratsabgeordnete und LGBTIQ-Sprecherin der Gr\u00fcnen auf dieser Facebookseite am 6. November 2020 in ihrem Nachruf: \u00abHass kann jeden treffen. Hass kann t\u00f6ten. Hass kann nicht mit Hass beantwortet werden. Ein Schuss traf auch eine liebe Frau aus unserer LGBTIQ-Community. Sie war gerne mit Menschen unterwegs und an dem Abend zuf\u00e4llig in der Innenstadt. Gudrun war u.a. Teil der HOSI Wien Lesben*gruppe und nahm an den <a href=\"http:\/\/www.resisdanse.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Resis.danse<\/a>-Tanzabenden teil. Wir kannten sie als einen herzlichen und lebensfrohen Menschen. Betroffen gedenken wir Gudrun und m\u00f6chten unser aufrichtiges Beileid gegen\u00fcber ihrer Lebenspartnerin, ihren Freund*innen und Familie aussprechen. Ein furchtbarer Verlust &#8211; Ruhe in Frieden Gudrun!\u00bb<\/p>\n<p>Das ist eine sch\u00f6ne Aktion, auf diesem Weg die Verstorbenen, die pl\u00f6tzlich mitten aus ihrem Leben gerissen wurden, weiterhin gut in Erinnerung ihrer Lieben zu belassen. Viele ihrer Freund*innen sagen ihr auf diesem Weg mit Kommentaren, wie sehr sie sie lieben und vermissen, was auch f\u00fcr die Lebenden ein kleiner Trost sei, mit ihrem Verlust und ihrer Trauer umzugehen, sagt Karin Erhart. Sie ist Obfrau von dem Verein Resis.danse, der die Tanzworkshops im Vereinslokal von der Homosexuellen Initiative, HOSI-Wien, leitet. Resis.danse ist ein eigenst\u00e4ndiger Verein, , jedoch seit Mitte der 1980ziger Jahre immer sehr eng mit dem Verein HOSI-Wien zusammen.<\/p>\n<p>Karin Erhart kannte Gudrun schon fast 25 Jahre, kennengelernt in einem ausgelagerten Resis.danse-Workshop im Frauen*M\u00e4dchen*Lesbenzentrum (FZ) in Wien. Dort organisierten damals die Frauen*Lesben vom FZ diesen Tanzworkshop, weil viele Frauen*Lesben bei den w\u00f6chentlichen Tanzabenden am Freitag keine Zeit hatten dabei zu sein. Im FZ war Gudrun sehr engagiert, machte dort viele ehrenamtliche Bardienste und war eine gute Seele. Sie kam sp\u00e4ter sogar noch in das fr\u00fchere HOSI-Vereinszentrum in die Novaragasse, im zweiten Wiener Gemeindebezirk, infolge auch ins Gugg, das seit dem Jahr 2005 aktuelles Vereinszentrum der HOSI-Wien ist. Sie traf dort ihre zahlreichen Freund*innen in gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re beim Feierabendbier, machte viele Tanz-Workshops, um als Hobbyt\u00e4nzerin leidenschaftlich zu tanzen. Gudrun war stets eine sehr zug\u00e4ngliche Frau.<\/p>\n<figure id=\"attachment_122722\" aria-describedby=\"caption-attachment-122722\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul.jpg\"><img data-expand=\"600\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"lazyload wp-image-122722 size-medium\" src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 300 151'%2F%3E\" data-src=\"https:\/\/mannschaft.com\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-300x151.jpg\" alt=\"Wien\" width=\"300\" height=\"151\" data-srcset=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-300x151.jpg 300w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-425x214.jpg 425w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-768x386.jpg 768w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-192x96.jpg 192w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-384x192.jpg 384w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-561x282.jpg 561w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-265x133.jpg 265w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-531x267.jpg 531w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-364x183.jpg 364w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-728x366.jpg 728w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-608x306.jpg 608w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-758x379.jpg 758w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-95x48.jpg 95w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-191x96.jpg 191w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506-400x201.jpg 400w, https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/126309012_3864780860201436_1064071860026446504_n_Kerzenbild_Foto_by_Petra_Paul-e1635754691506.jpg 871w\" data-sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-122722\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Screenshot\/Petra Paul<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Was geschah seit dem 2. November 2020<\/strong><br \/>\nAm zweiten November des Jahres 2020 passierte das unvorhergesehene und f\u00fcr viele immer noch fassungslose Attentat in Wien. Die \u00fcberlebenden Menschen, besonders die betroffenen Angeh\u00f6rigen der Familie, Freund*innen und Arbeitskolleg*innen gedenken in Demut und schmerzvoll. Aber was passierte genau, an diesem Vorabend des zweiten Corona-Lockdowns vor einem Jahr in Wien?<\/p>\n<p>Ein junger zwanzigj\u00e4hriger Mann hatte gegen acht Uhr abends mitten in der Wiener Innenstadt wahllos in eine gut gef\u00fcllte Ansammlung von Menschen geschossen <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/nach-dem-terroranschlag-die-liebe-wiens-gewinnt-immer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>. Dabei hatte er auch vier Menschen t\u00f6dlich getroffen, als diese wie viele andere vor Panik in verschiedene Richtungen versucht haben davon zu laufen. Infolge erfuhr auch Karin Erhart \u00fcber die Medien von dieser Trag\u00f6die und erkannte dabei auch eine gute bekannte Freundin unter den t\u00f6dlich verungl\u00fcckten Attentat-Opfern. Der Schock sitzt immer noch sehr tief in ihren Gliedern, wie im Rahmen der Gespr\u00e4che zu erfahren war. \u00abSo ein Attentat in diesem Ausmass in Wien gab es bisher auch noch nicht\u201c, sagt Erhart, \u00abso was darf auch nie wieder sein. Daher d\u00fcrfen wir es niemals vergessen und m\u00fcssen alle gemeinsam darauf achten\u201c.<\/p>\n<p>Die 44 Jahre junge Gudrun Sch\u00f6nbauer war Mitglied der HOSI-Wien-Lesben*gruppe. Sie war warmherzig, liebevoll und hatte stets ein offenes Ohr, um ihren Mitmenschen zuzuh\u00f6ren. Gudrun war auch ein humorvoller Mensch, mit der frau gut und gerne auch viele ernsthafte Themen \u00fcber Politik, Gesundheit, Job oder was auch immer diskutieren konnte. Es war immer sehr spannend Gudrun zu treffen, und es war stets eine grosse Freude sie im Gugg anwesend zu sehen und zu erleben. Sie reiste gerne, stand unmittelbar vor ihrer Hochzeit mit ihrer langj\u00e4hrigen Lebenspartnerin, mit der sie davor noch eine grosse, gemeinsame Wohnung in Wien neu bezogen hatte. Sie verbrachte gerne ihre Freizeit beim gem\u00fctlichen Feierabend-Bier mit ihren Freund*innen im Gugg, dem Vereinszentrum der HOSI-Wien beim w\u00f6chentlichen Resis.danse-Tanzabend. Es sei immer noch unfassbar, wie eine so liebevolle lesbische Frau und Mitglied der HOSI-Wien-Lesben*gruppe bei so einem tragischen Terroranschlag in Wien pl\u00f6tzlich unschuldig ums Leben gekommen ist, sagt Erhart.<\/p>\n<p>An diesem warmen, lauen Abend im Sp\u00e4therbst ging Gudrun nach B\u00fcroschluss mit ihren Arbeitskolleg*innen in der N\u00e4he ihres B\u00fcros, nahe beim Schwedenplatz im zweiten Wiener Gemeindebezirk, etwas trinken. Infolge fielen die ersten Sch\u00fcsse und sie d\u00fcrfte zum grossen Bedauern in die falsche Richtung gelaufen sein. Diesen schrecklichen Vorfall des Attentats hat Erhart \u00fcber die Medien erfahren und wurde von diversen Nachrichten via sms aus ihrem Freund*innenkreis mit Fragen, ob es \u00abunsere Gudrun\u201c sei, darauf aufmerksam gemacht. Infolge habe sie es online wie auch von Gudruns Lebenspartnerin pers\u00f6nlich best\u00e4tigt bekommen<\/p>\n<p>Zwei Tage nach diesem Ereignis ist sie selbst zum Tatort gefahren, um eine Kerze f\u00fcr Gudrun anzuz\u00fcnden, aber ihr ging es dabei nicht gut, sagt die 57-j\u00e4hrige Obfrau des Vereins Resis.danse. In weiterer Folge habe sie intensiv die gesamten Recherchen und Ermittlungen der Polizei \u00fcber diesen Vorfall medial verfolgt, was aber nicht zufriedenstellend informativ war. Das aufgezeichnete Interview mit Gudruns Schwester war ganz nett anzuh\u00f6ren, aber auch nicht sehr aussagekr\u00e4ftig, sagt Erhart. Schliesslich war sie eine sehr gute langj\u00e4hrige Freundin von Gudrun, dennoch erfuhr weder sie noch andere aus ihrem Freund*innenkreis etwas \u00fcber eine \u00f6ffentliche feierliche Verabschiedungszeremonie. Aus diesem Grund haben sich einige aus dem Umfeld der Freund*innen zusammengeschlossen, um unter Einhaltung der Lockdown-Regelungen eine gemeinsame Verabschiedung f\u00fcr Gudrun durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Polizeiliche Ermittlungen und Waffenverbotsgesetz in \u00d6sterreich<\/strong><br \/>\nDer junge Attent\u00e4ter wurde selbst von der Polizei nur wenige Stunden nach dem Attentat erschossen, jedoch die polizeilichen Ermittlungen seien weiterhin aktuell im Laufen, um den tragischen Vorfall l\u00fcckenlos aufkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Erste Erkenntnis aus den Ermittlungen wurde in den Medien rasch bekannt, dieser Attent\u00e4ter sei ein langj\u00e4hriger Fundamentalist der Terrororganisation IS gewesen. Dieses IS-Regime sei selbstverst\u00e4ndlich weltweit gut vernetzt, extrem gewaltbereit und lebensgef\u00e4hrlich. Dennoch stellt sich die Frage, ob es so einfach zu erkl\u00e4ren ist, das IS-Regime sei alleine Schuld an dem Attentat, sagt Erhart.<\/p>\n<p>Schliesslich gibt es ein strenges g\u00fcltiges Waffenverbotsgesetz in \u00d6sterreich nach Paragraph \u00a7 17, vom Stand 1996, jedoch laufen immer noch viel zu viele im Alltag mit Messern in der Hosentasche herum, und auch zu viel h\u00e4usliche Gewalt wird im Alltag ausge\u00fcbt. Besonders in dieser Zeit der Corona-Pandemie rutschen zu viele junge Menschen in das gewaltbereite rechtsextreme politische Milieu ab, was f\u00fcr eine gewaltfreie, friedliche Gesellschaft nur kontraproduktiv sei, um solche Attentate in Zukunft zu verhindern, sagt Erhart. Denn gewaltfrei zu leben beginne zum Teil schon im Elternhaus, aber auch im Zeitalter der Digitalisierung beim Anwenden der Kommunikationsmittel im Internet. So zum Beispiel TikTok oder Instagram. Anstatt von Bildern werden kurze, selbstgedrehte Videos mit Musik untermalt. TikTok sei besonders bei den Jugendlichen ein beliebtes Kommunikationsmittel, was auch bez\u00fcglich Gewalt gef\u00e4hrlich sei, sagt Erhart. Denn im Zeitalter der Digitalisierung mit verschiedenen Computerspielen, wie auch beim Autofahrrennen unter anderem werde ebenfalls Gewalt ausge\u00fcbt. Daher sollte hier ebenso konsequent angesetzt werden, um weitere gewaltbereite Aktionen und Computerspiele wie auch solche Attentate in Zukunft zu verhindern.<\/p>\n<blockquote><p>Unverst\u00e4ndlich, dass niemandem in der Wiener Innenstadt aufgefallen ist, wie ein junger Attent\u00e4ter mit einer scharfen Schusswaffe herum gelaufen ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Denn dieser Gesetzesparagraph sagt unter anderem aus, dass laut Paragraph 17, Absatz 1, Punkt 1, der Erwerb, die Einfuhr, der Besitz, das \u00dcberlassen und das F\u00fchren von Waffen, deren Form geeignet ist, einen anderen Gegenstand vorzut\u00e4uschen, oder die mit Gegenst\u00e4nden des t\u00e4glichen Gebrauches verkleidet sind, verboten sind. Infolge sei der Besitz einer scharfen Waffe in \u00d6sterreich offiziell illegal. Umso unverst\u00e4ndlicher sei es, dass niemandem damals in der Wiener Innenstadt aufgefallen sei, wie ein junger Attent\u00e4ter mit einer scharfen Schusswaffe herum gelaufen ist. Vielmehr m\u00fcsste mit mehr Zivilcourage daran appelliert werden, einmal mehr die Polizei zu kontaktieren, bevor es zu sp\u00e4t ist. Aber auch die Polizei h\u00e4tte selbst beim kleinsten Verdacht rascher handeln m\u00fcssen, um verd\u00e4chtigte Personen rechtzeitig zu \u00fcberpr\u00fcfen und ihnen die Schusswaffe abzunehmen, sagt Erhart.<\/p>\n<p><strong>Gedenkstein f\u00fcr die vier Attentat-Opfer<\/strong><br \/>\nIm Februar dieses Jahres 2021 gab es zumindest auch eine \u00f6ffentliche Gedenkfeier seitens der Stadt Wien f\u00fcr alle vier Attentat-Opfer. Dabei wurde auch ein Gedenkstein aufgestellt und mit den pers\u00f6nlichen Namen der vier Attentat-Opfer auf einer Gedenktafel aufgelistet am Ort des Tatorts feierlich enth\u00fcllt. Aber knapp ein Jahr danach sei mit Ende Oktober noch kein weiterer gemeinsamer Gedenkbesuch beim Tatort geplant, doch die wenigen<\/p>\n<p>Tage bis zum zweiten November 2021 seien zu knapp, um noch etwas daf\u00fcr zu organisieren. Trotz andere katastrophale Ereignisse in \u00d6sterreich in diesem Jahr, wie zum Beispiel aktuell der grosse Waldbrand auf der Rax, so gab es vorher noch nie so ein Attentat in diesem Ausmass mitten in der <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/regenbogen-zebrastreifen-gefaehrlich-in-wien-jedenfalls-nicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grossstadt Wien<\/a>. Deshalb sollte der Gedenktag an diese vier Attentat-Opfer auch in den Medien st\u00e4rker sichtbar sein. Vermutlich seien vor allem jene wie Familie und Lebenspartnerin, die den Attentat-Opfern am n\u00e4chsten stehen, verst\u00e4ndlicherweise noch zu sehr mit ihrer Trauer besch\u00e4ftigt, um eine grosse Trauerfeier zu organisieren. Vielleicht brauche es daf\u00fcr aber noch ein oder sogar drei weitere Jahre Zeit. Schliesslich sei ein Jahr Trauerarbeit nicht sehr lang und der Schmerz des Verlustes zu gross. Nur zu viel Zeit sollte daf\u00fcr nicht vergehen, sagt Erhart.<\/p>\n<p><strong>Tanzabend zu Ehren f\u00fcr Gudrun<\/strong><br \/>\nUnter dem Motto: \u00abWir gedenken an Gudrun\u00bb, mit einpaar einleitenden Worten, einer Schweigeminute und einem besonderen Tanz, wie zum Beispiel Cha-Cha-Cha, der Gudrun gewidmet werde, k\u00f6nne sich Erhart auch gut vorstellen f\u00fcr den n\u00e4chsten Resis.danse-Tanzabend in der HOSI-Wien am Freitag, den f\u00fcnften November 2021, zu Ehren f\u00fcr Gudrun und stellvertretend f\u00fcr alle diese Attentat-Opfer zu organisieren, sagt Erhart. Auch wenn Gudrun alle T\u00e4nze gut tanzen konnte, so habe sie Cha-Cha-Cha besonders gerne als humorvolle Hobbyt\u00e4nzerin getanzt.<\/p>\n<p>Und so sieht, ein Jahr danach November 2021, das Gedenken an die vier t\u00f6dlich verungl\u00fcckten Opfer vom Attentat am zweiten November 2020 in Wien beim Desider-Friedmann-Platz, in der N\u00e4he des Schwedenplatzes, aktuell zwei Tage vor dem einj\u00e4hrigen Todestag aus. Nur leider war die besagte Gedenktafel mit dem namentlich aufgelisteten Attentat-Opfer nicht mehr vor Ort zu sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#Wien Am 2.11.2020 t\u00f6tete ein mutmasslicher Islamist 4 Menschen. Ein Jahr ist nach dem #Terroranschlag vergangen. Wir erinnern an Gudrun Sch\u00f6nbauer, Mitglied der #Lesben*gruppe der @HOSIWien <a class=\"g1-link g1-link-more\" href=\"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/1-jahr-nach-dem-terroranschlag-in-wien-gedenken-an-gudrun\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2308,"featured_media":122724,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4371,2527],"tags":[5538,5521,567],"wps_subtitle":"Vier Menschen starben am 2. 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