{"id":118799,"date":"2021-09-08T16:26:45","date_gmt":"2021-09-08T14:26:45","guid":{"rendered":"https:\/\/mannschaft.com\/?p=118799"},"modified":"2021-09-08T16:35:30","modified_gmt":"2021-09-08T14:35:30","slug":"israelis-in-berlin-wohlfuehlort-deutsche-hauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alte.mannschaft.lgbt\/bimber\/israelis-in-berlin-wohlfuehlort-deutsche-hauptstadt\/","title":{"rendered":"\u00abIsraelis in Berlin\u00bb \u2013 Wohlf\u00fchlort deutsche Hauptstadt?"},"content":{"rendered":"<h3>Wie geht es Menschen aus Israel, die ihr Gl\u00fcck in der Fremde suchen &#8211; etwa in Berlin? F\u00fcr die ARD-Doku \u00abHeimat gesucht! Israelis in Berlin\u00bb berichten einige von ihnen aus ihrem Alltag, darunter ein schwules Paar. Von Ute Wessels, dpa<\/h3>\n<p>Was brauchen J\u00fcd*innen in der Diaspora, um sich heimisch zu f\u00fchlen? Was bedeutet Heimat f\u00fcr Sie? In Berlin leben etwa 10 000 J\u00fcd*innen. F\u00fcr die Dokumentation \u00abHeimat gesucht! Israelis in Berlin\u00bb hat Filmemacher Ole Wessels eine junge Familie, ein homosexuelles K\u00fcnstlerpaar sowie eine Fremdenf\u00fchrerin und deren erwachsenen Sohn getroffen.<\/p>\n<p>Die Frage der Identit\u00e4t begleitet sie alle. Und Berlin scheint f\u00fcr sie als weltoffene Metropole ein guter Ort zu sein &#8211; vielleicht auch nur vor\u00fcbergehend. Migration, das Weiterziehen, geh\u00f6rt f\u00fcr sie und ihre Vorfahren dazu.<\/p>\n<p>Das sind zum Beispiel Dory und Moshe. Die beiden Autoren sind viel herumgekommen. Sie lebten jahrelang in Paris, dann in Tel Aviv, nun in Berlin. Dort geniessen sie es, einfach akzeptiert zu werden &#8211; als schwules Paar, als K\u00fcnstler, als Juden. W\u00e4hrend Moshe an einem Roman arbeitet, der in Berlin spielt, forscht Dory u. a. nach seiner aus Berlin stammenden Familie. Er hat Anfragen an Archive gestellt und eine Grabst\u00e4tte auf dem J\u00fcdischen Friedhof Wei\u00dfensee entdeckt.<\/p>\n<p>Shahar und ihr Mann Noam leben seit zehn Jahren in Berlin, hier kam ihre Tochter zur Welt. Die beiden haben ein kleines Mode-Label gegr\u00fcndet. Ihre Eltern stammten schon aus Migrantenfamilien und seien aus Argentinien nach Israel gekommen. Sie selbst lebt nun in Deutschland. \u00abVielleicht f\u00fchlst du Dich an verschiedenen Orten wohl, aber Du geh\u00f6rst nie ganz dazu\u00bb, sagt sie. An Berlin sch\u00e4tzt sie die Nachbarschaft und das Gef\u00fchl von Sicherheit. Ihre Verwandten seien aber nicht da, und die Familie sei eben auch Heimat. Das vermisst Shahar. Ob sie f\u00fcr immer in Berlin bleiben will, weiss sie noch nicht.<\/p>\n<p>Stadtf\u00fchrerin Nirit jedenfalls ist in Berlin h\u00e4ngen geblieben. Sie lebt seit 1987 in der deutschen Hauptstadt. Auch ihr geht es vor allem darum, sich an einem Ort wohlzuf\u00fchlen. In Berlin ist das der Fall. Sie mag die Menschen in ihrem Kiez und hat sich beruflich etabliert. Ihr Sohn Joel ist dagegen gerade auf der Suche nach seiner Identit\u00e4t, wie er erz\u00e4hlt. Der Student jobbt nebenbei als Besucherbetreuer im Bundestag. Dort werde er immer wieder mit Fragen nach seiner Herkunft konfrontiert. Das besch\u00e4ftigt ihn.<\/p>\n<p>\u00abHeimat gesucht! Israelis in Berlin\u00bb ist eine 30-min\u00fctige Produktion des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr im Ersten zu sehen.<\/p>\n<p><strong>Die angehende Rabbinerin Helene Braun lebt in Berlin und setzt sich u.a. f\u00fcr die Menschenrechte von queeren Personen, f\u00fcr geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie f\u00fcr Feminismus ein <a href=\"https:\/\/mannschaft.com\/kuenftige-rabbinerin-queerness-im-judentum-selbstverstaendlich-machen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(MANNSCHAFT berichtete)<\/a>.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie geht es Menschen aus #Israel, die ihr Gl\u00fcck in der Fremde suchen &#8211; etwa in #Berlin? F\u00fcr die #ARD-Doku \u00abHeimat gesucht! 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